Bayernliga Nord: ASV Cham stoppt Weidens Siegesserie
Bayernliga Nord: ASV Cham stoppt Weidens Siegesserie
Dabei hatte alles nach einem echten Abnutzungskampf ausgesehen. Vom Anpfiff durch Schiedsrichter Maximilian Graf an „gönnten sich die beiden Mannschaften keinen Millimeter Platz auf dem Rasen“. Weiden, nach sechs Siegen in Serie auf Rang sieben geklettert und dem Abstiegskampf entflohen, biss sich jedoch früh an der stabilen Defensive des Tabellendritten die Zähne aus. Für Josef Rodler, Jahi Sylemani und Patryk Bytomski gab es schlicht „kein Durchkommen“.
Plan der Gäste war Weidens Struktur zu zerbrechen
Die Gäste aus Cham agierten dagegen zielstrebiger – und vor allem disziplinierter. Trainer Faruk Maloku hatte sein Team perfekt eingestellt. „Kompliment an meine Jungs. Wir haben geplant, Weidens Struktur zu durchbrechen, haben ihre beiden Stürmer kalt gestellt – und unser Plan ist aufgegangen“, erklärte er später treffend.
Leidenschaft und Feuer hat den Weidener Akteuren gefehlt
Weidens Trainer Michael Riester wirkte hingegen sichtlich angefressen – und fand klare Worte: „Wir haben unseren spielerischen Plan, den wir verfolgt haben, einfach nicht versucht zu spielen. Die Bälle nur nach vorne zu schlagen, ist keine Lösung.“ Besonders bitter aus seiner Sicht: „Mir hat das, was wir in den letzten Spielen so gekonnt gezeigt haben – Leidenschaft und Feuer – einfach gefehlt. Obwohl die Zuschauer uns massiv unterstützt haben.“
Beste Weidener Chance ein Lattenknaller von Felix Behnke
Nach torlosen ersten 45 Minuten blieb das Bild ähnlich – mit einem entscheidenden Unterschied: Cham nutzte seine Chancen. Hrudka schlug nach einem Konter eiskalt zu und brachte seine Farben in Führung. Weiden versuchte zu reagieren, doch selbst die beste Gelegenheit – ein wuchtiger Kopfball von Kapitän Felix Behnke, der an die Latte krachte (61.) – verpuffte wirkungslos.
Keeper Justin Bartl verhinderte viele Chamer Großchancen
Auf der Gegenseite hielt Keeper Justin Bartl seine Mannschaft mit mehreren Paraden gegen Konstantin Landstorfer und Manuel Reiß im Spiel – doch er konnte die Niederlage nicht verhindern. In der Nachspielzeit setzte erneut Hrudka den Schlusspunkt. Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg für den ASV Cham, der seine Ambitionen als Tabellendritter eindrucksvoll unterstrich. Während Maloku zufrieden feststellte, man sei „endlich ein Jahr ohne Abstiegssorgen“, richtete Riester den Blick bereits nach vorne: „Wir richten uns wieder auf und erinnern uns daran, was uns in den letzten Wochen so erfolgreich gemacht hat.“
Das nächste Derby gegen Gebenbach steht für Weiden vor der Tür
Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung lässt nicht lange auf sich warten – im Derby in Gebenbach.








