Bezirksliga Nord: Tom Droste sichert spätes Remis in Etzenricht

Bezirksliga Nord: Tom Droste sichert spätes Remis in Etzenricht
SV Etzenricht – FC Weiden-Ost 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 (27.) Michael Wexlberger, 1:1 (87.) Tom Droste – G/R: Bastian Schreml (79., SVE) – SR: Kiran Becker – Zuschauer: 150
Der SVE und der FC Weiden Ost lieferten sich an Spieltag eins der Rückrunde ein ausgesprochen chancenarmes Derby. Ein großer Unterschied bei der Tagesform war zwischen dem gastgebenden Tabellenzweiten und dem Tabellenfünfzehnten von der Weidener Stresemannstraße nicht zu erkennen, die Partie verlief weitgehend auf Augenhöhe. Die Elf um Spielertrainer Andy Wendl konnte die magere 1:0-Führung nicht über die komplette Spielzeit bringen. Die Geduld des FC Weiden-Ost wurde sieben Minuten vor dem Schlusspfiff belohnt. Weidens bester Offensivspieler, der 19-jährige Tom Droste, traf aus der Distanz mit einem Aufsetzer zum Ausgleich. Die SV-Deckung wirkte in der betreffenden Situation nicht konsequent genug, konnte trotz Balleroberung keine Entlastung schaffen.
Der Druck, den die Elf um Kapitän Benedikt Sichert mit Geschick und Willen entwickelte, wurde belohnt. Eine Rolle spielte wohl zu diesem Zeitpunkt die Unterzahl, die Schiri Kiran Becker mit Gelb-Rot für SVE-Verteidiger Bastian Schreml auslöste. Die Aktion sorgte für heftigen Protest bei Aktiven und Zuschauern und war sehr umstritten. Brisanz in der Tornähe entstand im zweiten Durchgang nur in einer Szene, vor und nach einer Ecke für die Heimelf, ansonsten fanden die Zweikämpfe im Mittelfeld statt. Wie Wendl auch im Rückblick bestätigte, war die erste Halbzeit die ein Stück weit bessere, mit mehr Zugriff und Ballkontakten für sein Team.
Führungstreffer nach Freistoß und Blick voraus
Der Führungstreffer resultiert aus einem Freistoß, den Mirko Griesbeck ausführte. FC-Keeper Lorenz Hilburger konnte den Flachschuss nicht kontrollieren, wehrte diesen kurz ab und Michael Wexlberger zimmerte den Ball zu der zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung unter die Querlatte. Der Schütze ersetzte den verletzt fehlenden Andy Koppman als Kapitän. Durch das Remis vergrößerte sich die Differenz auf die führende Elf der SpVgg Weiden auf aktuell drei Punkte. Am Sonntag kommt es am Wasserwerk zum Direktvergleich.
Am Ende noch die Stellungnahmen der beiden Trainer aus dem Pressegespräch im Sportheim.
Stimmen der Trainer
Andy Wendl sagte: „Beiderseitig war es heute insgesamt kein Leckerbissen. In der ersten Hälfte hatten wir viel Ballbesitz und Weiden-Ost stand tief. Durch einen Abstauber gingen wir in Führung. Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden, weil wir spielbestimmend waren und wenig zugelassen haben. Nach der Pause kam der Gegner viel mehr auf und war besser in den Zweikämpfen. Wir selbst haben es nicht geschafft, das zweite Tor nachzulegen, und waren in vielen Situationen nicht clever genug. In Unterzahl kassierten wir noch das 1:1, was im Endeffekt nicht unverdient ist – aber natürlich bitter für uns.“
Die Kernaussagen von Markus Dagner: „Wir sind nicht ganz unzufrieden. Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten gespielt, unsere Ordnung und unser System umgesetzt, für Etzenricht wenig Torchancen zugelassen. Ein Fehler, ein Gegentor, dafür sind wir prädestiniert. Aber wir haben nicht aufgegeben, unsere Sache in der zweiten Halbzeit besser gemacht, vermehrt die zweiten Bälle und die Kopfbälle gewonnen. Erste Sache für uns ist, das Tor zu verteidigen. Das 1:1 ist für beide Mannschaften in Ordnung.“
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