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Landesliga Mitte: Fenzls Traumtor öffnet die Tür, Bezdicka macht den Deckel drauf

Luhe-Wildenau. Der SC Luhe-Wildenau ringt den punktgleichen SV Wenzenbach mit 2:0 nieder und belohnt sich für eine konzentrierte Mannschaftsleistung mit drei wichtigen Punkten. Paul Fenzl bringt die Gastgeber mit einem sehenswerten Volleyschuss auf Kurs, ehe David Bezdicka in der Nachspielzeit den Heimsieg vor 120 Zuschauern endgültig perfekt macht.

Landesliga Mitte: Fenzls Traumtor öffnet die Tür, Bezdicka macht den Deckel drauf

Johannes Gradl im rotschwarzen Trikot behauptet sich im Zweikampf gegen Nico Sturm vom SV Wenzenbach; Foto: Norbert Tannhäuser
Josef Fenzl nimmt Fahrt auf und trägt den Ball nach vorne – der Auftakt zum entscheidenden zweiten Treffer; Foto: Norbert Tannhäuser
David Bezdicka im rotschwarzen Trikot im direkten Zweikampf mit Dennis Pyka (Nr. 3) vom SV Wenzenbach; Foto: Norbert Tannhäuser
Malik Traore im gelb-blau gestreiften Trikot im Laufduell mit Paul Fenzl vom SC Luhe-Wildenau; Foto: Norbert Tannhäuser
Mit vollem Einsatz hinterher: Paul Fenzl (Nr. 77) will Malik Traore den Ball abjagen; Foto: Norbert Tannhäuser
Der SC-Abwehrverbund hält die Null – Rückkehrer Daniel Ettl ist mittendrin; Foto: Norbert Tannhäuser
Spielertrainer Benjamin Urban stellt sich dem Zweikampf mit einem Spieler des SV Wenzenbach; Foto: Norbert Tannhäuser
In Vertretung des gesperrten Nico Argauer übernahm Fabian Magerl die Kapitänsbinde und führte sein Team zum 2:0-Erfolg; Foto: Norbert Tannhäuser

Der SC Luhe-Wildenau ringt den punktgleichen SV Wenzenbach mit 2:0 nieder und belohnt sich für eine konzentrierte Mannschaftsleistung mit drei wichtigen Punkten. Paul Fenzl bringt die Gastgeber mit einem sehenswerten Volleyschuss auf Kurs, ehe David Bezdicka in der Nachspielzeit den Heimsieg vor 120 Zuschauern endgültig perfekt macht.

Latte, Pfosten, aber keine Tore – der SC drängt vergeblich

Die Ausgangslage versprach Spannung: Beide Mannschaften waren vor dem 17. Spieltag mit jeweils 19 Punkten Tabellennachbarn und wollten sich im Kampf um den Klassenerhalt Luft verschaffen. Für den SC Luhe-Wildenau kam erschwerend hinzu, dass mit Kapitän und Torjäger Nico Argauer sowie Innenverteidiger Maximilian Bauer gleich zwei wichtige Kräfte gesperrt fehlten. Angesichts der angespannten Personalsituation kehrte Daniel Ettl in den Kader zurück. Der beruflich in München tätige Abwehrspieler stellte sich in den Dienst der Mannschaft und übernahm die Position in der Innenverteidigung.

Zunächst gehörte der gefährlichste Moment den Gästen. Nach einem Eckball stieg ein Wenzenbacher zum Kopfball hoch, doch der Ball klatschte an die Latte. Der SC antwortete praktisch im Gegenzug – und hätte beinahe die Führung erzielt. Fabian Magerl erkannte den Laufweg des in die Tiefe startenden David Bezdicka und schickte ihn mit einem mustergültigen Steckpass allein auf Torhüter Stefan Glötzl zu. Bezdicka versuchte, den Schlussmann auszuspielen, doch Glötzl bekam im letzten Moment noch eine Hand an den Ball. Die Kugel strich am Pfosten vorbei – eine Riesenchance, die ungenutzt blieb.

Die Gastgeber blieben am Drücker und erarbeiteten sich weitere gute Möglichkeiten. Was fehlte, war der entscheidende Abschluss. Wenzenbach fand offensiv dagegen kaum Mittel, um die gut organisierte Luhe-Wildenauer Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Trotz der Chancen auf beiden Seiten ging es torlos in die Kabinen. Der SC hatte sich Vorteile erarbeitet, musste sich aber gedulden, bis sich der Aufwand auch auf der Anzeigetafel niederschlug.

Fenzl packt den Vollspann aus – der Bann ist gebrochen

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Luhe-Wildenau den Druck und suchte weiter den Weg zum Führungstreffer. In der 64. Minute war es schließlich so weit: Spielertrainer Benjamin Urban zog ab, der Ball prallte vor die Füße von Paul Fenzl – und der reagierte ohne zu zögern. Aus rund 16 Metern nahm er die Kugel volley und setzte sie mit einem technisch anspruchsvollen Sidekick präzise ins lange Eck. Ein sehenswerter Treffer, der die Gastgeber für ihren Aufwand belohnte und dem Spiel die entscheidende Richtung gab.

Mit dem Rückstand im Nacken musste Wenzenbach nun mehr riskieren. Die Gäste bemühten sich verstärkt um offensive Akzente, fanden gegen die aufmerksame Hintermannschaft des SC aber kaum eine Lücke. Entscheidend war dabei nicht allein die Leistung der Abwehrreihe: Die gesamte Mannschaft arbeitete konsequent gegen den Ball, schloss Räume und unterstützte sich gegenseitig. Luhe-Wildenau verteidigte als Einheit und ließ den Gästen nur wenig Gelegenheit, den Ausgleich ernsthaft in Angriff zu nehmen.

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Spielertrainer Benjamin Urban sah genau darin den Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben eine gute Leistung auf den Platz gebracht, weil wir es endlich mal wieder geschafft haben, über 90 Minuten konzentriert gegen den Ball zu arbeiten und dem Gegner nicht so viele Chancen zuzugestehen“, erklärte er nach der Partie. Die Aussage unterstrich, dass der Heimsieg nicht allein auf dem Führungstreffer beruhte, sondern auf einer geschlossenen Leistung über die gesamte Spielzeit.

Bezdicka fliegt zum 2:0 – drei Punkte und Rang neun

Die knappe Führung bedeutete allerdings noch keine endgültige Entwarnung. Solange Wenzenbach auf den Ausgleich hoffen durfte, blieb die Partie offen. Der SC ließ sich jedoch nicht zurückdrängen und bekam in der Nachspielzeit die Gelegenheit, den Sack zuzumachen. In der 93. Minute schalteten die Gastgeber nach einem langen Ball auf die rechte Seite schnell um. Ari Kennedy nahm Fahrt auf, erkannte den mitgelaufenen Josef Fenzl und spielte ihn an. Fenzl servierte eine gefühlvolle Flanke in den Strafraum, wo David Bezdicka mit einem halben Flugkopfball zur Stelle war und zum 2:0 vollendete. Für den Angreifer war es bereits der siebte Saisontreffer – und für den SC die endgültige Erlösung.

Kurz darauf war Schluss. Vor 120 Zuschauern hatte Luhe-Wildenau einen direkten Konkurrenten bezwungen und sich mit nun 22 Punkten auf Rang neun vorgeschoben. Nach der deutlichen Niederlage letzte Woche beim FC Sturm Hauzenberg war der Heimsieg ein wichtiges Signal. Die drei Punkte bringen den SC nicht nur tabellarisch voran, sondern geben der Mannschaft auch neuen Rückenwind für die kommenden Aufgaben.

Ein Sonderlob hatte Urban für den Unparteiischen Lukas Pflaum parat: „Ein Extralob dem Schiedsrichter, der heute viel über Kommunikation gemacht hat und eine gute Leistung gezeigt hat.“ Der Trainer des SV Wenzenbach war unmittelbar nach dem Abpfiff dagegen bedient und wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Für Wenzenbach verschärft sich die Situation im Tabellenkeller: Mit Rang 13 steht die Mannschaft nur einen Platz über der Relegationszone. Am kommenden Spieltag bietet sich beim FC Amberg die nächste Gelegenheit, wichtige Punkte einzufahren. Luhe-Wildenau startet dagegen mit Rückenwind in die Rückrunde. Im Heimspiel gegen die SpVgg Lam will der SC Luhe-Wildenau an die konzentrierte Vorstellung anknüpfen und den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.