Jahn Regensburg feiert dank fulminanter Leistung famosen Auftaktsieg in Köln
Jahn Regensburg feiert dank fulminanter Leistung famosen Auftaktsieg in Köln
Neben der Mannschaft, die nach einigen Anlaufschwierigkeiten eine über weite Strecken sehr abgezockte und reife Leistung boten, überzeugten auch die 500 mitgereisten, stimmgewaltigen Fans des SSV Jahn mit einer meisterlichen Darbietung. Aus einer geschlossen starken Mannschaft ragten die beiden Doppeltorschützen Adrian Fein und Lucas Hermes noch heraus.
Nervöser Auftakt und Wurms Rettungstat
Nach circa 20 Minuten im mit 3267 Zuschauern für Kölner Verhältnisse gut gefüllten Stadion am Höhenberg hätten wohl nicht einmal die größten Optimisten mit einem so deutlichen Sieg gerechnet. Coach Sascha Hildmann schickte mit Keeper Hermann, Bauer, Majetschak, Philipp, Boujellab und Hobsch gleich sechs seiner sieben Neuzugänge ins Rennen. Entsprechend (oder dennoch?) nervös, fahrig und unkonzentriert begannen die Oberpfälzer. In dieser Phase hätten die Platzherren durchaus in Führung gehen können, ja müssen. Ein katastrophaler Fehlpass von Bauer in die Füße von Castelle hätte das 1:0 für die Hausherren sein müssen, doch scheiterte der Kölner am stark verteidigenden Leopold Wurm (5.). Auch danach fiel der Jahn erstmal mehr durch Unzulänglichkeiten auf, die ihm in Halbzeit 1 gleich vier Gelbe Karten einbrachten. Schon nach 32 Minuten musste deshalb Majetschak gelb-rot-gefährdet ausgewechselt werden.
SSV Jahn kaltblütig
Dann allerdings zeigte sich der SSV kaltblütig wie selten zuvor. Der überragende Luca Hermes stellte mit seinem Doppelpack (28. und 38. Minute) die Weichen auf Sieg. Die jetzt abgezockt auftretenden Gäste ließen sich auch nicht vom Kölner Anschlusstreffer durch Castelle (53.) beeindrucken. Im Gegenteil: Einen mustergültigen Spielzug über Hermes und Boujellab vollendete Adrian Fein zum 1:3 (58.). Als der Torschütze nur wenige Minuten später einen Freistoß gedankenschnell auf Philipp ausführte, machte der Ex-Kölner das 1:4 (66.). Spätestens jetzt waren die Messen gelesen, die Viktoria taumelte dem Ende entgegen und musste auch noch den fünften Gegentreffer schlucken, als Fein einen an Hermes verschuldeten Foulelfmeter sicher verwandelte (74.). Nur Ergebniskosmetik war das 2:5 durch Nürnberg-Leihgabe Maboulou.
Stimmen zum Spiel
Lucas Hermes: „Ein überragendes Gefühl, so in die Saison gestartet zu sein. Auswärts fünf Tore zu machen, ist super. Als Mannschaft diese drei Punkte mitzunehmen, tut sehr gut. Wir haben uns diesen Erfolg heute erarbeitet und unsere Chancen eiskalt genutzt … Für einen Stürmer sind das die schönsten Tage, mit Treffern zum Sieg beigetragen zu haben.“
Trainer Sascha Hildmann: „Einen solchen Start haben wir uns ausgemalt. In den ersten 20 Minuten war es kein schönes Spiel mit vielen Fehlern, beide Teams wirkten etwas nervös. Wir haben dann besser ins Spiel gefunden, auch die Führung hat uns gutgetan. Der Gegentreffer hätte das Spiel kippen lassen können, doch nach dem toll herausgespielten 3:1 haben wir Viktoria zu Fehlern gezwungen und diese dann gut ausgenutzt. Wir sind sehr glücklich. Für unsere Fans freut es mich ebenfalls sehr, weil sie dafür einen so weiten Weg auf sich genommen haben.“
Marian Wilhelm (Trainer Viktoria Köln): „Wenn man fünf Tore kassiert, wird man nicht viele Punkte holen. Trotzdem bin ich mit der Anfangsphase sehr zufrieden. Wir hatten eine Chance alleine vor dem Tor, wo der Ball rein muss. Es gab zwei, drei weitere Abschlüsse, die wir nicht im Tor unterbringen konnten. Regensburg war hier auf der anderen Seite heute sehr gut. Ich war mit der Anfangsphase in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden, wie wir aufs Gaspedal drücken. Am Ende müssen wir diese Momente mehr für uns nutzen … Wir hatten selbst Chancen für fünf Tore, aber wenn du zu Hause fünf Stück kassierst, wirst du selten punkten. Daran müssen wir uns messen lassen.“









