Jahn Regensburg gegen Hansa Rostock: Jetzt sind Mentalität und Zweikampfhärte gefragt
Jahn Regensburg gegen Hansa Rostock: Jetzt sind Mentalität und Zweikampfhärte gefragt
20 Tore nach elf Spieltagen – und trotzdem steht der SSV Jahn auf einem Abstiegsplatz. Gegen Hansa Rostock soll am Samstag (14 Uhr) im Jahnstadion endlich wieder ein Sieg her. Die Gäste sind bei Standards besonders gefährlich, suchen unter ihrem neuen Trainer André Breitenreiter aber noch nach Konstanz.
Jahn defensiv etwas stabiler
Die Zahlen beim SSV Jahn Regensburg sind ungewöhnlich: Noch nie stand eine Mannschaft in der 3. Liga nach elf Spieltagen mit 20 erzielten Treffern auf einem Abstiegsplatz. Trotzdem haben die Oberpfälzer erst zehn Punkte gesammelt. Ein wesentlicher Grund: Bereits zehn Zähler verspielte die Mannschaft nach eigenen Führungen.
Zuletzt zeigte sich die Jahnelf defensiv stabiler. Auf das 0:0 gegen Wehen Wiesbaden folgte allerdings eine knappe 0:1-Niederlage bei Rot-Weiss Essen. In den vergangenen vier Partien kassierte Regensburg nur drei Gegentore. Im Mittelfeld hat sich Sascha Hingerl, der im Winter aus Buchbach kam, als Stammkraft auf der Sechserposition etabliert.
Hildmann fordert Einsatz und Zweikampfhärte
Trainer Sascha Hildmann hofft, dass seine Mannschaft die Unterstützung der Fans dieses Mal mit einem Erfolg zurückzahlen kann. „Ich hoffe, dass wir sie am Samstag belohnen können“, sagte er mit Blick auf die Anhänger, die den Jahn zuletzt auch auswärts begleitet hatten. Für das Heimspiel fordert der Coach hauptsächlich die Grundlagen ein: „Wir brauchen die absoluten Basics. Die Zweikampfführung und -härte muss da sein.“ Mentalität und Intensität seien gegen Rostock entscheidend. Offensiv will der Jahn wieder mehr Gefahr entwickeln. „Wir wollen über mehr Flanken und Bälle in die Box mehr Gefahr ausstrahlen“, erklärte Hildmann.
Personell muss der Jahn weiter auf Benedikt Saller, Robin Ziegele, Florian Dietz und Davis Asante verzichten. Auch Felix Strauss fällt mit einer Knieverletzung aus.
Rostock bei Standards brandgefährlich
Hansa Rostock hat nach dem Trainerwechsel noch nicht die gewünschte Stabilität gefunden. Auf einen Auftaktsieg in Würzburg folgte aus den nächsten drei Spielen lediglich ein weiterer Punkt. Eine besondere Stärke der Norddeutschen sind Standardsituationen: Zwölf ihrer bisherigen Saisontore erzielten sie nach ruhenden Bällen – Ligaspitze. Aus dem Spiel heraus gelangen dagegen erst sechs Treffer.
Hildmann warnt dennoch vor den spielerischen Qualitäten des Gegners: Rostock könne gut umschalten, verfüge über schnelle Flügelspieler und sei im Positionsspiel sehr aktiv. Das müsse der Jahn mit entsprechender Zweikampfhärte unterbinden. Mit 20 Gegentoren nach elf Spieltagen zeigt sich allerdings auch die Rostocker Defensive anfällig. Hier könnten sich für die Regensburger Möglichkeiten ergeben.
Die Bilanz spricht für Hansa
Auch der Blick auf die vergangenen direkten Duelle erleichtert die Aufgabe nicht. Sieben Siege, sechs Unentschieden und nur zwei Niederlagen stehen für Hansa Rostock zu Buche. Die vergangenen vier Gastspiele im Jahnstadion gewannen die Norddeutschen allesamt – jeweils mit genau drei eigenen Treffern. Der letzte Regensburger Heimsieg datiert aus dem Juli 2016 (2:0). Dass der Jahn Hansa schlagen kann, bewies er allerdings in der Rückrunde der vergangenen Saison. Damals gewannen die Regensburger im Ostseestadion deutlich mit 5:2.
Am Samstag will die Jahnelf nun auch vor eigenem Publikum ein Zeichen setzen. Dazu läuft die Mannschaft in einem besonderen Traditionstrikot auf. Anstoß im Jahnstadion ist um 14 Uhr. Der Bayerische Rundfunk überträgt die Partie im Free-TV, Magenta Sport zeigt sie ebenfalls live. Informationen gibt es außerdem über den Jahn-Liveticker, die Social-Media-Kanäle und das Fanradio Turmfunk.




