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ARV Oberpfalz
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Schwere Explosion in Regensburg: Zwei Menschen werden noch vermisst

Regensburg. Ein lauter Knall, ein brennendes Wohnhaus und massive Zerstörungen: Nach einer Explosion in Regensburg ist die Lage weiterhin ernst. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, zwei weitere werden noch im zerstörten Gebäude vermutet. Die Ursache ist bislang ungeklärt.

Schwere Explosion in Regensburg: Zwei Menschen werden noch vermisst

Explosion in Regensburg: Am frühen Morgen hat in Regensburg eine Explosion ein Mehrfamilienhaus schwer in Mitleidenschaft gezogen. Es gab fünf Verletzte, zwei Personen werden noch vermisst. Foto: NEWS5 / Lars Haubner

In den frühen Morgenstunden ist es in Regensburg zu einer heftigen Explosion in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Gegen 4 Uhr riss ein lauter Knall die Anwohner aus dem Schlaf. Kurz darauf stand das Gebäude in Flammen. Die Wucht der Detonation war enorm: Über mehrere Stockwerke wurde die Fassade aufgerissen, zwei Wände wurden nach Angaben der Feuerwehr aus dem Haus gedrückt.

Zwei Menschen werden noch im Haus vermutet

Die Schäden sind so schwer, dass das betroffene Gebäude und zwei angrenzende Häuser als einsturzgefährdet gelten. Einsatzkräfte können die betroffenen Wohnungen deshalb bislang nicht betreten. Das Technische Hilfswerk (THW) arbeitet daran, Wände und Decken abzustützen und die Gebäude zu sichern.

Besonders angespannt ist die Lage mit Blick auf mögliche weitere Opfer. Anfangs war von drei vermissten Personen die Rede. Nach dem aktuellen Stand werden noch zwei Menschen im Gebäude vermutet. Ob sie sich zum Zeitpunkt der Explosion tatsächlich dort aufhielten und wie es ihnen geht, ist unklar.

Fünf Verletzte, vier Wohnungen schwer beschädigt

Die Rettungskräfte können erst nach ausreichender Sicherung der Gebäudestatik in die zerstörten Wohnungen vordringen. Insgesamt sind vier Wohnungen besonders schwer beschädigt. Auch nach den eigentlichen Löscharbeiten müssen Feuerwehrleute immer wieder Glutnester bekämpfen. Der Einsatz dürfte deshalb noch längere Zeit dauern.

Mindestens fünf Menschen wurden bei dem Unglück verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Unter ihnen war auch ein Polizist, der wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung behandelt wurde. Er konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Gasexplosion als mögliche Ursache

Wie es zu der Detonation kam, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei ermittelt inzwischen in Richtung einer möglichen Gasexplosion. Ob ein Unfall vorliegt oder die Explosion vorsätzlich ausgelöst wurde, ist weiterhin offen. Die Wucht der Detonation zeigt sich auch außerhalb des Hauses: Glasscherben, Fensterrahmen und Teile von Balkonverkleidungen wurden bis in den Bereich gegenüberliegender Gebäude geschleudert. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand von außen, weil ein Innenangriff aufgrund der Einsturzgefahr nicht möglich war. Mit einem umfangreichen Löschangriff gelang es den Einsatzkräften, eine weitere Ausbreitung der Flammen auf den gesamten Dachstuhl und auf angrenzende Wohneinheiten zu verhindern.

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Brandermittler waren bereits vor Ort, konnten die betroffenen Wohnungen zunächst aber ebenfalls nicht betreten. Erst wenn die Gebäude ausreichend gesichert sind, können die Ermittlungen und die Suche nach möglichen weiteren Opfern fortgesetzt werden.

Rund 30 Bewohner vorerst ohne Wohnung

Von den Folgen der Explosion sind auch die Bewohner der angrenzenden Häuser betroffen. Rund 30 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und können vorerst nicht zurückkehren. Ein Teil von ihnen kam zunächst in einem nahe gelegenen Gasthaus unter. Viele fanden inzwischen bei Freunden oder in Hotels eine Unterkunft. Für weitere Betroffene sucht die Stadt Regensburg nach Wohnmöglichkeiten.

Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW sind mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Wegen der Schäden und der anhaltenden Sicherungsarbeiten bleibt die Lage vor Ort angespannt. Neben der Klärung der Explosionsursache steht hauptsächlich die Frage im Mittelpunkt, ob sich noch Menschen in den Trümmern befinden.