Kreisliga Nord: 13 Spiele und ein Derby vor über 1.000 Zuschauern am Ostermontag
Kreisliga Nord: 13 Spiele und ein Derby vor über 1.000 Zuschauern am Ostermontag
Kreisliga Nord, Nachholspiele
SpVgg Trabitz – SV Kohlberg/Röthenbach 3:0 (1:0)
Die SpVgg Trabitz hat ihre Hausaufgaben im Nachholspiel gegen den SV Kohlberg/Röthenbach erledigt und sich mit einem souveränen 3:0-Erfolg wichtige Punkte gesichert. Vor dem anstehenden Spitzenspiel am Ostermontag in Grafenwöhr ließ der Favorit gegen das Tabellenschlusslicht nichts anbrennen, auch wenn spielerisch noch Luft nach oben blieb. „Es war heute natürlich ausbaufähig, aber unterm Strich zählt der Sieg und die drei Zähler“, resümierte Trabitz-Trainer Thomas Baier nach der Partie.
Die Gastgeber gingen in der 30. Minute durch Christopher Fleischmann in Führung. Nach dem Seitenwechsel baute Daniel Tarchila den Vorsprung in der 52. Minute weiter aus, ehe Dominik Zawal in der 63. Minute mit dem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung sorgte. Trotz der Niederlage zeigte sich Kohlbergs Trainer Eugenio Wild zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben voll dagegengehalten. Und wir geben nicht auf, solange es rechnerisch noch möglich ist, den Relegationsplatz zu erreichen.“
SC Eschenbach – ASV Haidenaab 0:0
Im direkten Duell um die Relegationsplätze im Abstiegskampf der Kreisliga trennten sich der SC Eschenbach und die Gäste aus Haidenaab am Samstag mit einem torlosen 0:0-Unentschieden. Für die Gastgeber war die Ausgangslage klar: Ein Sieg war Pflicht, um den Rückstand auf die Oberfranken zu verkürzen. Haidenaab hingegen ging mit einer defensiven Marschroute in die Partie und hatte sich vorgenommen, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Eine entscheidende Szene ereignete sich in der 32. Spielminute, als Eschenbachs Nick Dötsch nach einem Platzverweis frühzeitig vom Feld musste. In Unterzahl wurde die Aufgabe für die Hausherren damit deutlich schwieriger. Nach einer Ampelkarte gegen Tobias Eigler war personell dann aber wieder Gleichstand hergestellt.
Es gelang aber beiden Teams nicht, Treffer zu erzielen. Torchancen blieben insgesamt Mangelware, und auch in der Schlussphase fehlte die nötige Durchschlagskraft. Die größte Gelegenheit vergab ausgerechnet ASV-Trainer Michael Kaufmann, der sich selbst eingewechselt hatte und Sekunden vor dem Abpfiff am möglichen Siegtreffer scheiterte. Kaufmann fand nach der Partie deutliche Worte: „Das Spiel hat keinen Sieger verdient. Es war einfach nur schlecht. Sorry, dass ich das Ding nicht gemacht habe.“
TSV Eslarn – FC Tremmersdorf-Speinshart 1:3 (0:3)
Der TSV Eslarn kommt nach der Winterpause weiterhin nicht richtig in Tritt. Gegen den FC Tremmersdorf-Speinshart setzte es am Samstag eine verdiente 1:3-Heimniederlage – bereits zur Pause lagen die Gastgeber deutlich mit 0:3 zurück. Dabei galt die „Grenzelf“ vor der Winterpause noch als hartnäckiger Verfolger des Spitzentrios, doch aktuell fehlt es der Mannschaft an Konstanz. „Am Samstag ging nichts, da war Tremmersdorf in allen Belangen besser“, brachte es Eslarns Trainer Peter Rackl auf den Punkt. Die Gäste stellten früh die Weichen auf Sieg: Lukas Neukam traf in der 26. Minute zur Führung, Jonas Frank erhöhte in der 41. Minute, ehe Michael Diepold kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.) den dritten Treffer nachlegte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Eslarn zumindest eine Reaktion. „In der zweiten Halbzeit war nochmal ein Aufbäumen erkennbar. Trotzdem eine verdiente 1:3-Niederlage“, so Rackl weiter. Den Ehrentreffer für die Hausherren erzielte Torjäger Sebastian Striegl. Tremmersdorfs Vorstand Wolfgang Seitz zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Nach einer Anfangsphase, in der die Gastgeber mehrfach in Führung hätten gehen können, übernahmen wir Mitte der ersten Halbzeit zunehmend die Spielkontrolle und münzten die sich ergebenden Torchancen konsequent in drei Tore um. Nach der Halbzeit verwalteten wir das Spiel weitgehend und brachten den Sieg auch nach dem sehr zweifelhaften Elfmeter zum 1:3 souverän nach Hause.“
TSV Reuth – SV Kulmain 1:0 (1:0)
Im Nachholspiel zweier Teams aus dem gesicherten Mittelfeld entwickelte sich am Samstag eine unterhaltsame Begegnung, in der sich der TSV Reuth knapp mit 1:0 gegen den SV Kulmain durchsetzen konnte. „Zunächst gab es keine Großchancen, aber beide Teams waren bemüht, sich nicht nur aufs Verteidigen zu beschränken“, erklärte Reuths Trainer Martin Bächer nach der Partie. So sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Der entscheidende Treffer fiel dann zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt kurz vor der Halbzeitpause: Nach einem schön vorgetragenen Angriff über die Außenbahn vollendete Marvin Mohr zur 1:0-Führung für Reuth.
Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Hausherren jedoch, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „In der zweiten Hälfte mussten wir unnötig lange zittern, da wir gute Einschussmöglichkeiten ausgelassen haben. Das lag auch an der Kulmainer Abwehr, die mit vollem Einsatz verteidigt hat. Insgesamt trotzdem ein verdienter Sieg“, so Bächer weiter. Kulmains Trainer Oliver Drechsler zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, in der auch viele junge Spieler zum Einsatz kamen: „Unser Altersdurchschnitt liegt sehr tief, aber sie haben es toll gemacht.“
SC Kirchenthumbach – TSV Erbendorf 0:1 (0:1)
Der SC Kirchenthumbach hat im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen den TSV Erbendorf unterlagen die Gastgeber am Samstag knapp mit 0:1 und verpassten es damit, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Die Partie bot insgesamt nur wenige Höhepunkte. „Kein besonders anschauliches Spiel mit wenig Torchancen auf beiden Seiten. Beide Teams waren sehr auf die Defensive fokussiert“, erklärte Kirchenthumbachs Trainer Andreas Freiberger nach der Begegnung. Über weite Strecken gestaltete sich das Spiel ausgeglichen, doch im entscheidenden Moment zeigten sich die Gäste effektiver.
Der einzige Treffer des Tages fiel in der 39. Spielminute: Nach einer Standardsituation für Kirchenthumbach schaltete Erbendorf schnell um und nutzte einen Konter eiskalt aus – Bastian Wiesnet traf zur Führung für die Gäste. In der Folge verteidigte der TSV Erbendorf den Vorsprung konsequent und ließ kaum noch Möglichkeiten zu. „In Kirchenthumbach sind wir durch einen schön herausgespielten Konter in Führung gegangen und haben dann super verteidigt. Aber es war ein schweres Auswärtsspiel für uns“, resümierte Erbendorfs Trainer Andreas Häupl.
SV 08 Auerbach – FC Vorbach 3:1 (2:1)
Der SV 08 Auerbach hat sich mit einem 3:1-Heimerfolg am Samstag vorübergehend die Tabellenführung in der Kreisliga Nord zurückgesichert – zumindest bis zum Ostermontag. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle taten sich die Gastgeber jedoch lange schwer. Die Partie begann denkbar ungünstig für die Hausherren: Bereits in der 4. Spielminute brachte Eric Fastenmaier die Gäste früh in Führung. Dennoch zeigte sich Auerbach unbeeindruckt. „Gerade in Halbzeit eins haben wir trotz der Ausfälle Fußball gespielt. Auch wenn wir mit 0:1 in Rückstand geraten sind, haben wir uns nicht von unserem Weg abbringen lassen“, erklärte Trainer Daniel Maier nach dem Spiel. Die Antwort folgte noch vor der Pause: Jannik Freiberger glich in der 29. Minute aus, ehe ein Eigentor von Julian Schmid die Partie zugunsten der Gastgeber drehte und zur 2:1-Halbzeitführung führte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Auerbach die aktivere Mannschaft. „Defensiv waren wir sehr sicher gestanden und offensiv konnten wir immer wieder Nadelstiche setzen“, so Maier. Die Vorentscheidung fiel in der 53. Minute, als Matthias Förster einen gut herausgespielten Angriff zum 3:1 abschloss. In der Folge verflachte die Begegnung, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten aus. Auerbach verwaltete den Vorsprung souverän und brachte den Sieg über die Zeit. „Am Ende war es dann eine kämpferische Leistung meines Teams“, resümierte Maier.
Kreisliga Nord, 21. Spieltag
FC Tremmersdorf-Speinshart – SC Eschenbach 4:1 (2:0)
Vor rund 130 Zuschauern entwickelte sich das Derby am Ostermontag zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit. Die Gastgeber setzten sich früh ab und feierten nach dem Erfolg am Wochenende bereits den zweiten Sieg binnen weniger Tage. Michael Diepold eröffnete in der 11. Spielminute den Torreigen, ehe Konstantin Reiß noch vor dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhte. „Das Spiel gegen den SCE hielt leider nicht das, was sich die Zuschauer erhofft hatten“, resümierte FC-Vorstand Wolfgang Seitz. „Daher kam vor stattlicher Kulisse und bestem Fußballwetter kaum Derbystimmung auf.“ Trotz der Führung war die erste Hälfte insgesamt chancenarm, wobei vor allem Fehler der Gäste aus Eschenbach die Treffer begünstigten. „Dass wir mit einer klaren Führung in die Halbzeit gehen konnten, verstand wohl niemand der Zuschauer so richtig“, so Seitz weiter.
Kurz nach dem Seitenwechsel fiel bereits das 3:0, was jedoch nicht zu einer deutlichen Steigerung im Spiel der Gastgeber führte. Die Eschenbacher gaben sich zwar nie auf, hatten jedoch auch Pech: Einen Foulelfmeter parierte FC-Keeper Nikolas Wiesnet stark, zudem landete ein weiterer Abschluss nur an der Unterkante der Latte. Valentin Schieder gelang zwar noch der Anschlusstreffer zum 1:3, doch nachdem der FC mehrere Chancen liegen ließ, sorgte Jonas Frank mit seinem zweiten Treffer schließlich für die Entscheidung und machte den Derbysieg endgültig perfekt.
VfB Rothenstadt – TSV Eslarn 0:2 (0:0)
Der VfB Rothenstadt hat im Kampf um den Relegationsplatz eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den favorisierten TSV Eslarn hielt die Heimelf lange gut dagegen, musste sich am Ende jedoch mit 0:2 geschlagen geben. Dabei konnten die Gastgeber die Partie in der ersten Halbzeit offen gestalten und ein torloses Unentschieden halten. „Es war ein hartes Stück Arbeit heute. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge waren wir in der ersten Hälfte sehr nervös – unbegründet, da wir das Spiel im Griff hatten. Aufgrund einiger ungenutzter Chancen geht es mit 0:0 in die Halbzeit“, erklärte Eslarns Trainer Peter Rackl nach dem Spiel.
Kurz nach dem Seitenwechsel fiel dann die Führung für die Gäste: Adam Like traf in der 48. Spielminute zum 1:0. Während Rackl den Treffer nicht als entscheidenden Wendepunkt sah, hatte Rothenstadts Trainer und Geburtstagskind Roland Lang eine andere Sicht: „Der Ball war beim 0:1 nicht über der Linie.“ In der Folge verpasste es Rothenstadt, zurückzuschlagen – auch, weil ein Strafstoß ungenutzt blieb. Eslarns Keeper Elias Werner parierte stark und hielt seine Mannschaft damit auf Kurs. „Das hat uns dann auf die Siegesstraße gebracht. Hintenraus wurde es noch eng, weil Rothenstadt alles nach vorne geworfen hat. Für uns ein ‚dreckiger‘ Sieg“, so Rackl weiter. In der Nachspielzeit sorgte schließlich Top-Torjäger Sebastian Striegl für die Entscheidung und stellte den 2:0-Endstand her. Rothenstadts Trainer Lang zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „Es war ein enges Spiel. Ein verschossener Elfmeter – einfach eine unnötige Niederlage. Ein Punkt wäre verdient gewesen.“
ASV Haidenaab – SV 08 Auerbach 6:0 (1:0)
Am Samstag noch die Tabellenführung zurückerobert, musste der SV 08 Auerbach diese am Ostermontag nach einer deutlichen Niederlage beim ASV Haidenaab direkt wieder abgeben. Beim abstiegsbedrohten Gastgeber gerieten die Oberpfälzer gehörig unter die Räder. Dabei hatte Auerbach das Hinspiel noch klar mit 9:0 für sich entschieden – diesmal präsentierte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Die Mannschaft von ASV-Trainer Michael Kaufmann zeigte von Beginn an eine engagierte Leistung und wurde dafür belohnt. „Wir wollten den direkten Vergleich gewinnen“, so Kaufmann nach der Partie, der sich sichtlich erfreut über den unerwarteten, aber umso wichtigeren Sieg zeigte.
Zur Halbzeit stand es gegen die stark ersatzgeschwächten Gäste aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach noch „nur“ 1:0 – Pascal Steeger hatte für die Führung gesorgt. Doch im zweiten Durchgang spielte sich Haidenaab in einen regelrechten Rausch. „So ab der 20. Spielminute hätte sich die Partie drehen können, doch wir hielten dagegen“, erklärte Kaufmann. Nach dem Seitenwechsel sorgte dann vor allem Patrick Winde für die Vorentscheidung: Mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von zehn Minuten (54. bis 64.) baute er die Führung auf 4:0 aus. Spätestens danach war die Begegnung entschieden. Steeger setzte mit zwei weiteren Treffern den Schlusspunkt und machte das halbe Dutzend voll. „Besonders für Patrick Winde freut es mich, dass er seine Leistungen in Tore umgemünzt hat. Und es war heute unser bestes Saisonspiel“, resümierte Kaufmann nach einer eindrucksvollen Vorstellung seiner Mannschaft.
SV Kulmain – TSV Erbendorf 1:1 (1:1)
Im Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Kulmain und dem TSV Erbendorf trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden. Kulmains Trainer Oliver Drechsler setzte erneut auf viele junge Spieler – und diesmal wurde der Mut zumindest mit einem Punkt belohnt. Die Partie begann kampfbetont, mit leichten Vorteilen für die Gäste. Dennoch ging Kulmain in Führung: In der 24. Spielminute unterlief Erbendorfs Tolga Kargi ein Eigentor, das die Gastgeber mit 1:0 in Front brachte. Erbendorf zeigte sich jedoch unbeeindruckt und kam noch vor der Pause zurück. „In Kulmain liegen wir durch ein Eigentor zurück, machen aber weiter und erzielen kurz vor der Halbzeit nach einem Freistoß das 1:1“, erklärte TSV-Trainer Andreas Häupl. Torschütze war Christoph Müller in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zunehmend die Initiative und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten zur Führung. Doch entweder fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss oder die Kulmainer Defensive war zur Stelle. „In der zweiten Halbzeit hätten wir noch die Chancen aufs 2:1, bekommen den Ball aber nicht rein“, so Häupl weiter. Kulmain stemmte sich mit viel Einsatz gegen die drohende Niederlage und brachte den Punktgewinn letztlich über die Zeit. So konnten beide Trainer mit dem Remis leben, das ihre Teams weiterhin im gesicherten Mittelfeld der Tabelle hält.
SV Kohlberg/Röthenbach – SC Kirchenthumbach 1:2 (1:0)
Für Kohlberg wird die Lage im Abstiegskampf damit immer prekärer: Rein rechnerisch besteht zwar noch die Chance auf den Relegationsplatz 13, doch der Rückstand beträgt nach fünf verbleibenden Spielen bereits sieben Punkte. Die Partie begann mit Vorteilen für Kohlberg, die früh Druck aufbauten. „Es soll einfach nicht sein“, kommentierte Kohlbergs Trainer Eugenio Wild nach der Begegnung. „Wir beginnen sehr konsequent, erarbeiten uns einige Chancen – bis zum 1:0 kann es schon 2:0 für uns stehen.“ Den Führungstreffer für die Hausherren erzielte Nico Kaube in der 15. Spielminute. Kirchenthumbachs Trainer Andreas Freiberger sah die Anfangsphase ähnlich: „Die ersten 20 Minuten des Spiels waren klar auf der Seite von Kohlberg.“ Zudem kritisierte er die Leistung der Unparteiischen: „Sie hatten heute einen rabenschwarzen Tag. Viele Entscheidungen wurden falsch getroffen, sowohl auf Seite von Kohlberg als auch auf unserer Seite.“ Besonders ärgerlich sei eine Szene in der 25. Minute gewesen, als der Kohlberger Keeper seiner Ansicht nach den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte. Zunächst zeigte der Schiedsrichter rot, nahm die Karte nach Rücksprache mit der Assistentin jedoch zurück – für Spieler und Zuschauer unverständlich.
Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 68. Minute erzielte Nico Schart den Ausgleich für Kirchenthumbach und sorgte kurz vor dem Abpfiff auch für den entscheidenden Siegtreffer. „Am Ende war es die Entschlossenheit, dieses Spiel gewinnen zu wollen, die den Unterschied ausmachte. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die nach so vielen Rückschlägen Stärke bewiesen hat und die drei Punkte mitgenommen hat“, freute sich Freiberger. Kohlbergs Trainer Wild zeigte sich enttäuscht: „Zum Ende der ersten Hälfte haben wir Dumba stark gemacht. In der zweiten Hälfte wollte Dumba es am Ende mehr als wir und hat alles investiert. Am Ende war es ein verdienter Sieg für Dumba, weil sie alles reingeworfen haben. Ich bin enttäuscht über die Vorstellung meiner Mannschaft in der zweiten Hälfte.“
FC Vorbach – TSV Reuth 0:0
Im Kampf um den Abstiegsrelegationsplatz in der Kreisliga endete die Begegnung zwischen dem TSV Reuth und der SG Vorbach am Samstag mit einem 0:0-Unentschieden. Für die Vorbacher war es ein wichtiger, aber womöglich zu wenig wertvoller Punkt. „Unterm Strich ein gerechtes Remis, wobei Reuth aufgrund der zweiten Hälfte näher am Sieg war“, bilanzierte Vorbachs Trainer Markus Tusek. „Zu Beginn hatten wir mit einem Lattenschuss Pech. Danach waren wir zu harmlos im Spiel mit Ball. Zu viele Fehler im Aufbau machten es dem Gegner leicht. Es fehlte die Sicherheit und Durchsetzungsvermögen.“
Reuths Spielertrainer Thomas Wildenauer sah seine Mannschaft in der ersten Halbzeit noch nicht auf gewohntem Niveau: „Man hat unserer Mannschaft das Spiel vom Samstag angemerkt. Wir waren gedanklich nicht 100 Prozent frisch und haben uns Fehler im Aufbauspiel geleistet. Aufgrund dessen hatte Vorbach einen Lattentreffer und wir hatten Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Die zweite Halbzeit ging klar an uns, leider konnten wir uns trotz guter Chancen nicht mit einem Siegtreffer belohnen. Der Platz war heute sehr schwer bespielbar, aber mit dem Punkt können wir leben.“ Für Vorbach steht nächste Woche ein richtungsweisendes Derby an: Beim VG-Derby in Kirchenthumbach geht es für Tuseks Mannschaft um wichtige Zähler im Abstiegskampf. „Gefühlt ein Endspiel. Jeder einzelne muss sich für den Verein zerreißen, ohne Wenn und Aber“, betonte der Trainer.
SV TuS/DJK Grafenwöhr – SpVgg Trabitz 1:0 (1:0)
Das Spitzenspiel am Ostermontag zwischen dem FC Grafenwöhr und der SpVgg Trabitz lockte über 1.000 Zuschauer zum Derby – für viele war es neben der Kulisse das Highlight des Wochenendes. „Was will man mehr“, freute sich Trabitz-Trainer Thomas Baier. „Schönes Wetter, beste Kulisse und ein Topspiel.“ Auf dem Platz boten die Teams ein kämpferisches, aber kaum hochklassiges Spiel, in dem es vor allem um die Führungsposition in der Kreisliga Nord ging. „Wir haben in den ersten Minuten gut gespielt, jedoch hat Trabitz ab der 20. Spielminute das Heft in die Hand genommen“, berichtete Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra nach der Partie. Mehrfach scheiterten die Gäste jedoch am stark aufgelegten SV-Keeper Dominik Hofmann. Die Entscheidung fiel in der 29. Spielminute: Für den verletzten Johannes Wächter kam Jenan Kesetovic ins Spiel und erzielte nur wenige Momente später, aus leicht abseitsverdächtiger Position, den einzigen Treffer des Tages – eine Situation, die beide Trainer im Nachhinein als „glückliches Händchen“ bezeichneten.
Nach dem Seitenwechsel hatte Grafenwöhr durch schnelle Konter die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch auch hier zeigte Trabitz-Keeper René Wächter seine Klasse. Ab der 65. Minute starteten die Gäste ihre Schlussoffensive, fanden jedoch kaum Mittel gegen die kompakte Abwehr der Hausherren. Am Ende blieb es beim knappen 1:0 für Grafenwöhr. „Vielleicht wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, aber aufgrund unseres kämpferischen Einsatzes ist der Sieg nicht ganz unverdient“, resümierte Bafra. Mit dem Derbyerfolg übernahm der FC Grafenwöhr die Tabellenführung in der Kreisliga Nord.
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




