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Kreisliga Nord: Auerbach und Trabitz gewinnen, Grafenwöhr lässt Federn

Nordoberpfalz. Während im Meisterschaftsrennen der SV TuS/DJK Grafenwöhr nur ein Unentschieden holt, wird es im Abstiegskampf immer spannender.

Kreisliga Nord: Auerbach und Trabitz gewinnen, Grafenwöhr lässt Federn

Rothenstadts Siegtorschütze Tomas Kotva (schwarz) beträngt Yannick Gutte. Foto Dagmar Nachtigall

Kreisliga, 23. Spieltag

Freitag, 17.04.2026

ASV Haidenaab – SpVgg Trabitz 0:2 /0:0)

Die Gastgeber gingen mit viel Selbstvertrauen in das Duell mit dem Tabellenzweiten, nachdem man in den beiden vorherigen Spielen gleich zehn Treffer erzielt hatte. Doch ausgerechnet vor der Partie am Freitagabend musste Trainer Michael Kaufmann mehrere wichtige Ausfälle verkraften, die sich im Spielverlauf bemerkbar machten und nur schwer zu kompensieren waren. In einer zunächst ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten beide Teams keine Tore erzielen, auch wenn die Gäste bereits erste gute Möglichkeiten ungenutzt ließen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch: Andre Bertelshofer brachte seine Mannschaft in Führung und legte in der 67. Minute mit seinem zweiten Treffer nach. Damit sorgte er letztlich für die Entscheidung zugunsten der Gäste.

ASV-Trainer Michael Kaufmann sprach nach dem Spiel von einer verdienten Niederlage, die jedoch auf unglückliche Weise zustande gekommen sei. Dennoch zeigte er sich mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden, da jeder Spieler alles gegeben habe. Sein Gegenüber Thomas Baier sah den Erfolg seines Teams als verdient an. Man habe sich auf eine schwierige Aufgabe in Haidenaab eingestellt und sei nach zunächst vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit mit Beginn der zweiten Hälfte für den Aufwand belohnt worden. Eine Überraschung aus Sicht der Gastgeber blieb somit aus, auch wenn man sich diese im Vorfeld erhofft hatte.

Samstag, 18.04.2026

FC Tremmersdorf-Speinshart – SV Kulmain 5:0 (1:0)

In Tremmersdorf bekamen die rund 150 Zuschauer eine Partie zu sehen, in der die Gastgeber über weite Strecken den Ton angaben. Sowohl bei den Spielanteilen als auch bei den Torchancen hatte der FC die Nase vorn, auch wenn die Gäste immer wieder gefährliche Nadelstiche setzten – insbesondere durch den agilen Julian Lautner, der mehrfach für Torgefahr sorgte. Die verdiente 1:0-Halbzeitführung erzielte Michael Diepold in der 35. Spielminute. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann richtig Fahrt auf: In der 59. Minute erhöhte Peter Dollhopf auf 2:0 und brachte seine Farben damit weiter auf die Siegerstraße. Kulmains Trainer Oliver Drechsler zog nach der Partie ein gemischtes Fazit: Bis zur 70. Minute habe man gut mithalten können, doch zahlreiche personelle Wechsel hätten es zunehmend schwer gemacht, das Niveau zu halten.

Die Situation verschärfte sich zusätzlich, als sich Torhüter Jannik Netzel verletzte und ausgewechselt werden musste. Die Gastgeber nutzten die Unordnung in der Defensive der Gäste konsequent aus. Innerhalb weniger Minuten schraubten Fabian Diepold, Christofer Neukam und Jonas Frank das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe und sorgten damit für klare Verhältnisse. Am Ende stand ein deutlicher Heimsieg, der zugleich den vierten Erfolg in Serie für den FC Tremmersdorf bedeutete. Trotz der Niederlage richtet sich der Blick bei den Gästen nach vorne: Drei Spiele stehen noch aus, in denen dringend Punkte gesammelt werden müssen, um die Saison erfolgreich abzuschließen.

Sonntag, 19.04.2026

SV 08 Auerbach – TSV Eslarn 2:0 (2:0)

Tabellenführer Auerbach ließ sich auch vom starken Gegner aus Eslarn nicht aus der Spur bringen und sicherte sich am Ende einen 2:0-Erfolg. Von Beginn an übernahmen die Gastgeber die Kontrolle über das Spielgeschehen und setzten Eslarn früh unter Druck. „Wir haben von Anfang an die Kontrolle übernommen und das Spiel im Griff gehabt – mehr Ballbesitz und den Gegner früh attackiert“, so Co-Trainer Manuel Trenz nach der Partie. Ein früher Treffer wurde zunächst noch wegen Abseits aberkannt, doch wenig später machte es Cengiz Izmire besser und brachte seine Farben in der 20. Minute verdient in Führung. Kurz darauf erhöhte Trenz selbst per Freistoß auf 2:0. Auch Eslarns Trainer Peter Rackl erkannte die Überlegenheit in der ersten Halbzeit an, ordnete die Gegentore jedoch als etwas glücklich ein.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich seine Mannschaft deutlich verbessert. Durch eine taktische Umstellung gelang es den Gästen aus der Grenzstadt, mehr Druck aufzubauen und die Spielanteile auf ihre Seite zu ziehen. Dennoch fehlte es im letzten Drittel an Durchschlagskraft. Auerbach hingegen verteidigte konzentriert und ließ kaum zwingende Chancen zu. „In der zweiten Halbzeit war es eine sehr disziplinierte Defensivleistung“, betonte Trenz, der den Sieg seiner Mannschaft als verdient ansah. Rackl hingegen hätte sich für sein Team zumindest einen Punkt gewünscht: Aufgrund der starken zweiten Hälfte wäre ein Unentschieden aus seiner Sicht gerecht gewesen.

Spedition Wagner
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SV Kohlberg/Röthenbach – TSV Erbendorf 0:2 (0:1)

Nun ist es Gewissheit: Der erste Absteiger aus der Kreisliga Nord steht fest. Nach der Niederlage gegen den TSV Erbendorf ist der SV Kohlberg/Röthenbach sportlich nicht mehr zu retten und muss den Gang in die Kreisklasse antreten. Trotz des bitteren Ergebnisses fand Trainer Eugenio Wild nach der Partie auch positive Worte für den Auftritt seiner Mannschaft. Über weite Strecken zeigte Kohlberg eine engagierte und disziplinierte Leistung und machte es den Gästen alles andere als leicht. „Wir haben es Erbendorf über die 90 Minuten sehr schwer gemacht. Es war ein disziplinierter Auftritt meiner Mannschaft“, so Wild. Dennoch fehlte einmal mehr die Konsequenz im letzten Drittel, um die eigenen Chancen in Tore umzumünzen. Die Gäste aus Erbendorf gingen in der 23. Spielminute in Führung, als Michael Dörfler nach einer sehenswerten Kombination nur noch einschieben musste.

Doch auch TSV-Trainer Andreas Häupl stellte klar, dass es kein Selbstläufer war: Kohlberg habe gut dagegengehalten, und sein Team habe alles investieren müssen, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Kohlberg kam zu Möglichkeiten, konnte diese jedoch nicht nutzen. Stattdessen sorgte Bastian Wiesent mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung, als er alleine vor dem Torwart die Nerven behielt. Für Kohlberg ist der Abstieg damit besiegelt. Wild zog ein ehrliches Fazit: Man habe in vielen Spielen gezeigt, dass man mithalten könne, doch die mangelnde Torausbeute und zu einfache Gegentore hätten letztlich den Ausschlag gegeben. In der starken Kreisliga habe das am Ende nicht gereicht. Trotz des feststehenden Abstiegs will sich die Mannschaft in den verbleibenden drei Spielen ordentlich verabschieden und noch einmal alles geben, um die Saison zumindest mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen.

FC Vorbach – SC Eschenbach 1:3 (0:2)

Des einen Freud, des anderen Leid – im Fußball zeigt sich diese alte Weisheit immer wieder, so auch im direkten Abstiegsderby der Kreisliga zwischen dem FC Vorbach und den Gästen aus Eschenbach. Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg für die Rot-Weißen, die damit ihre Chancen auf den direkten Klassenerhalt eindrucksvoll wahrten. Von Beginn an präsentierte sich Eschenbach konzentriert und zielstrebig. Bereits in der 20. Spielminute brachte Benedikt Schieder seine Farben in Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Arthur Quast nach und sorgte mit dem 2:0 für eine komfortable Ausgangslage zur Halbzeit. Vor rund 200 Zuschauern zeigte sich die Mannschaft von Trainer Benjamin Scheidler in starker Verfassung und überzeugte vor allem durch Einsatz, Geschlossenheit und klare Spielstruktur.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Eschenbach tonangebend. Die Gäste kontrollierten das Geschehen und ließen dem FC Vorbach kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. In der 75. Minute machte erneut Quast mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 endgültig den Deckel auf die Partie. Der eingewechselte Felix Kaufmann konnte für die Gastgeber zwar noch den Ehrentreffer erzielen, doch am verdienten Erfolg der Gäste änderte das nichts mehr. Trainer Benjamin Scheidler zeigte sich nach dem Spiel entsprechend stolz auf seine Mannschaft. Besonders hob er den Teamgeist und die Einsatzbereitschaft hervor – jeder habe für den anderen gekämpft und die Vorgaben konsequent umgesetzt. Für ihn war dieser Sieg ein Ausdruck von Leidenschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit. Ganz anders die Stimmung bei den Gastgebern: Trainer Markus Tusek fand klare Worte und sprach von einer enttäuschenden Leistung sowie einer verdienten Niederlage. Die Situation im Tabellenkeller bleibt damit angespannt. Während Eschenbach neue Hoffnung im Kampf um den direkten Klassenerhalt schöpfen kann, rutscht Vorbach weiter in Bedrängnis und hat bei noch drei ausstehenden Spielen nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Relegationsplätze.

VfB Rothenstadt – SC Kirchenthumbach 1:0 (1:0)

Im zweiten Duell zweier direkter Abstiegskontrahenten konnte der VfB Rothenstadt endlich den ersehnten Befreiungsschlag landen und den ersten Sieg nach der Winterpause einfahren. In einer Partie, die wie erwartet vor allem vom Kampf lebte und spielerisch nur wenige Höhepunkte bot, avancierte Tomas Kotva zum entscheidenden Akteur. Er erzielte in der 41. Spielminute das Tor des Tages und sicherte seiner Mannschaft damit drei enorm wichtige Punkte. Die Begegnung war geprägt von intensiven Zweikämpfen, vielen langen Bällen und wenigen klar herausgespielten Torchancen. Vor allem die Gäste konnten dabei nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und blieben offensiv weitgehend harmlos. Rothenstadts Trainer Roland Lang zeigte sich nach dem Spiel pragmatisch: Es sei genau die Partie gewesen, die man erwartet habe – kein Spiel für Fußballästheten, aber am Ende zähle nur das Ergebnis. Und dieses fiel zugunsten seiner Mannschaft aus, nicht unverdient, wie er betonte.

Durch den Sieg verschafft sich Rothenstadt etwas Luft im engen Tabellenkeller und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Ganz anders ist die Stimmung hingegen bei den Gästen aus Kirchenthumbach. Dort hatte man sich deutlich mehr erhofft, konnte aber kaum an die positiven Ansätze der vergangenen Wochen anknüpfen. Trainer Andreas Freiberger sprach von einem zerfahrenen Spiel mit vielen Fehlern und kaum strukturierten Angriffen. Besonders bitter: Aus Sicht der Gäste sei Rothenstadt keineswegs die bessere Mannschaft gewesen, habe jedoch die einzige echte Chance konsequent genutzt. Für Kirchenthumbach wird die Lage damit zunehmend brenzlig. In den verbleibenden Spielen warten mit Grafenwöhr, Auerbach und Trabitz echte Schwergewichte der Liga – eine schwierige Aufgabe im Kampf um den Klassenerhalt, bei der nun dringend Punkte benötigt werden, um die Relegation noch zu vermeiden.

SV TuS/DJK Grafenwöhr – TSV Reuth 1:1 (1:0)

„Ein gerechtes Unentschieden in einem wilden Spiel mit vielen Torraumszenen“ – so fasste Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra die Partie treffend zusammen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gastgeber tonangebend und erspielten sich ein Übergewicht. Der verdiente Lohn folgte in der 38. Spielminute, als Luca Reiß zur 1:0-Pausenführung traf. Dennoch blieb ein kleiner Makel: Trotz guter Möglichkeiten gelang es nicht, frühzeitig nachzulegen. „Wir haben es versäumt, nach dem 1:0 das zweite Tor zu machen“, so Bafra, der auf die aktuell fehlende Effizienz hinwies.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Gäste aus Reuth kamen deutlich engagierter aus der Kabine, agierten bissiger in den Zweikämpfen und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Der Ausgleich war schließlich die logische Konsequenz: Spielertrainer Martin Bächer traf in der 78. Minute zum 1:1. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wobei sowohl Grafenwöhr als auch Reuth die Möglichkeit auf den entscheidenden Treffer hatten. Bafra sprach im Anschluss von einem guten Kreisligaspiel, in dem beide Mannschaften ihre Stärken zeigten. Während Grafenwöhr durch Ordnung und Disziplin überzeugte, habe Reuth vor allem spielerisch Qualität bewiesen. Trotz des Punktverlusts bleibt für die Gastgeber im Kampf um die Spitzenplätze noch alles offen, auch wenn man etwas Boden auf Tabellenführer Auerbach eingebüßt hat. In Reuth zeigte man sich mit dem Ergebnis zufrieden. Thomas Wildenauer betonte, dass das Remis über die gesamte Spielzeit hinweg gerecht gewesen sei – mit einer stärkeren ersten Hälfte für Grafenwöhr und einer besseren zweiten für sein Team.

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.