Kreisliga Nord: Grafenwöhr siegt und ist nun an der Spitze
Kreisliga Nord: Grafenwöhr siegt und ist nun an der Spitze
Kreisliga Nord, 20. Spieltag
Sonntag, 29.03.2026
TSV Erbendorf – ASV Haidenaab 2:2 (1:1)
In einer intensiven und kampfbetonten Partie auf schwierig zu bespielendem Untergrund trennten sich der TSV Erbendorf und der ASV Haidenaab mit einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden. Beide Mannschaften hatten über die 90 Minuten hinweg ihre Chancen auf den Sieg, sodass am Ende auch beide Trainer mit der Punkteteilung leben konnten. Die Gastgeber aus Erbendorf starteten deutlich besser in die Begegnung und setzten früh die Akzente. Folgerichtig gingen sie in der 15. Spielminute durch Josef Schönberger mit 1:0 in Führung. In dieser Phase kontrollierte der TSV das Spielgeschehen, während die Gäste aus Haidenaab zunächst kaum gefährlich vor das Tor kamen. Dennoch fand der ASV mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie. Trainer Michael Kaufmann reagierte noch vor dem Rückstand mit einer Umstellung, die sich auszahlen sollte. Trotz einer Zeitstrafe gegen Lucas Walter gelang Haidenaab in Unterzahl kurz vor der Pause der Ausgleich durch Christian Scherm.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste dann deutlich verbessert und konnten das Spiel sogar drehen. Der eingewechselte Julian Veigl traf zur 2:1-Führung für den ASV. In der Folge hatte Haidenaab die große Chance, den Vorsprung weiter auszubauen, verpasste jedoch das mögliche 3:1. „Das ärgert mich etwas“, so Kaufmann nach der Partie. Diese Nachlässigkeit nutzte Erbendorf eiskalt aus: Torjäger Sandro Hösl erzielte mit einem sehenswerten Treffer den 2:2-Ausgleich und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen.
TSV-Trainer Andreas Häupl haderte vor allem mit der Chancenverwertung und der Defensive in Überzahl: „Das Spiel können beide Mannschaften gewinnen. Aber wir dürfen in Überzahl nie im Leben zwei Gegentore kassieren.“ Sein Gegenüber Kaufmann zeigte sich hingegen zufrieden: „Den Punkt nehmen wir gerne mit.“
SC Kirchenthumbach – FC Tremmersdorf-Speinshart 0:0
Rund 200 Zuschauer sahen im Nachbarschaftsduell zwischen dem SC Kirchenthumbach und dem FC Tremmersdorf-Speinshart keine Tore. In einer insgesamt fair geführten Partie standen vor allem die Defensivreihen im Mittelpunkt – allen voran die der Gastgeber. Kirchenthumbach agierte über die gesamte Spielzeit hinweg sehr tief und konzentrierte sich in erster Linie auf die Absicherung. Dabei konnte sich die Mannschaft einmal mehr auf ihren starken Rückhalt im Tor verlassen: Lukas Held erwischte einen Sahnetag und hielt mit mehreren Paraden das torlose Remis fest. „Diesen Punkt nehmen wir natürlich gerne mit“, erklärte Marcel Lohner vom SCK nach dem Spiel. Gegen die spielerisch überlegenen Gäste sei eine geschlossene Defensivleistung nötig gewesen. Offensiv konnte Kirchenthumbach hingegen kaum Akzente setzen und verpasste es damit, den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen zu verkürzen.
Auf der anderen Seite zeigte sich Tremmersdorf enttäuscht über das Ergebnis. Vorstand Wolfgang Seitz sprach von zwei verlorenen Punkten: „Wir waren zwar bemüht, aber es hat oft an Tempo und der letzten Konsequenz gefehlt.“ Zwar erspielten sich die Gäste einige Möglichkeiten, doch fehlte im Abschluss die nötige Präzision. Zudem verhinderte Held, der Pfosten und die Latte einen Treffer für den FCT. So blieb es am Ende bei einem torlosen Unentschieden, das den Gastgebern im Abstiegskampf etwas mehr hilft als den Gästen, die sich nun im Tabellenmittelfeld wiederfinden.
SC Eschenbach – SV Kumain 1:2 (1:0)
Der SC Eschenbach hat im Abstiegskampf einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Trotz einer 1:0-Führung unterlag man dem SV Kulmain am Ende mit 1:2 und steht nun wohl vor dem Gang in die Relegation. Die Gastgeber begannen stark und gingen durch Kapitän Julius Richter verdient in Führung. In dieser Phase war Eschenbach die klar bessere Mannschaft, verpasste es jedoch, den Vorsprung weiter auszubauen. Kurz vor der Pause folgte dann der Knackpunkt der Partie: Richter sah die Ampelkarte und ließ sein Team in Unterzahl zurück.
Trotzdem zeigte der SCE große Moral und verteidigte über weite Strecken leidenschaftlich. Die Gäste kamen kaum zu klaren Chancen, während sich für Eschenbach sogar noch Möglichkeiten zum Kontern boten. Erst in der Schlussphase kippte das Spiel: In der 83. Minute verwandelte Julian Lautner einen umstrittenen Foulelfmeter zum Ausgleich. Nur wenige Minuten später nutzte Maximilian Kuhbandner eine unzureichende Klärung nach einem harmlosen Ball in den Strafraum und traf zum 2:1 für Kulmain. „Bis zum Platzverweis waren wir die klar bessere Mannschaft“, haderte SCE-Trainer Muhammet Dal nach der Partie, während sein Gegenüber Oliver Drechsler von einem glücklichen Sieg sprach. Für Kulmain bedeutet der Erfolg wohl den gesicherten Klassenerhalt, während Eschenbach vor schwierigen Wochen steht.
SV 08 Auerbach – SV TuS/DJK Grafenwöhr 1:3 (0:0)
Über 200 Zuschauer sahen das Topspiel des 20. Spieltags, in dem Tabellenführer Auerbach den Verfolger aus Grafenwöhr empfing. Die Gastgeber mussten dabei unter schwierigen personellen Voraussetzungen antreten – mehrere Spieler waren angeschlagen oder fehlten ganz. Bereits nach drei Minuten musste Trainer Daniel Maier zudem verletzungsbedingt wechseln. Trotz dieser Rückschläge war Auerbach in der ersten Halbzeit die klar spielbestimmende Mannschaft und hätte zur Pause bereits deutlich führen können. Mehrere gute Chancen blieben jedoch ungenutzt, während Grafenwöhr mit großem Einsatz dagegenhielt und das 0:0 in die Kabine rettete.
Nach dem Seitenwechsel schlugen die Gäste dann eiskalt zu: Alexander Dobmann brachte Grafenwöhr in der 47. Minute in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Luca Reiß auf 2:0. Auerbach zeigte Moral und kam durch einen sehenswerten Treffer von Lukas Grüner noch einmal heran. In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles nach vorne, wurden jedoch in der Nachspielzeit ausgekontert – Joel Albers sorgte für den 3:1-Endstand. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie trotz der schwierigen Voraussetzungen aufgetreten ist“, so Auerbachs Trainer Maier. Sein Gegenüber Turan Bafra sprach von einem „glücklichen 0:0 zur Halbzeit“, sah den Sieg am Ende aber als verdient an. Durch den Erfolg übernimmt Grafenwöhr die Tabellenführung.
TSV Eslarn – FC Vorbach 2:4 (2:0)
Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten bekamen die Zuschauer am Sonntag in Eslarn zu sehen. Während die Gastgeber die Partie zunächst klar bestimmten, drehte der FC Vorbach nach der Pause eindrucksvoll auf und sicherte sich noch einen 4:2-Auswärtssieg. Eslarn startete stark und ging durch Treffer von Ondrej Kral und Rene Gall verdient mit 2:0 in Führung. Die Hausherren hatten das Spiel im Griff und schienen auf einem guten Weg, die Partie frühzeitig zu entscheiden. „Wir haben in der ersten Halbzeit konsequent unser Spiel durchgezogen“, so Trainer Peter Rackl. Doch genau danach ließ die Konzentration nach – ein entscheidender Knackpunkt.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Vorbach wie ausgewechselt. Innerhalb kurzer Zeit gelang durch Lukas Barthelmann und Leon Reiß der Ausgleich. Mit wachsendem Selbstvertrauen übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle, ehe Nico Lautner in der 63. Minute die Partie komplett drehte. In der Folge vergab Haroun Kahouli sogar noch einen Foulelfmeter, ehe Jonas Heindl den Schlusspunkt zum 4:2 setzte. „In der ersten Halbzeit waren wir gedanklich nicht auf dem Platz“, analysierte Vorbachs Trainer Markus Tusek. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause: „Der schnelle Ausgleich hat uns Sicherheit gegeben. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient.“ Für Eslarn bleibt nach der bitteren Niederlage nur ein Fazit von Trainer Rackl: „Mund abwischen und voller Fokus auf den Doppelspieltag an Ostern.“
TSV Reuth – SV Kohlberg/Röthenbach 2:0 (1:0)
Der TSV Reuth bleibt nach der Winterpause weiter in der Erfolgsspur und feierte gegen Schlusslicht Kohlberg/Röthenbach den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Auch wenn die Partie kein fußballerischer Leckerbissen war, stand am Ende ein verdienter 2:0-Erfolg für die Gastgeber. Reuth zeigte von Beginn an die nötige Präsenz und ging in der 30. Minute durch Torjäger Fabian Höcht in Führung. In einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit waren klare Torchancen auf beiden Seiten eher Mangelware, doch die Hausherren nutzten eine ihrer Möglichkeiten konsequent.
Nach dem Seitenwechsel sorgte Marvin Mohr per verwandeltem Foulelfmeter in der 50. Minute für die Vorentscheidung. In der Folge kontrollierte Reuth das Spiel, ohne jedoch weiter nachzulegen. „Man hätte das Spiel früher entscheiden können, wenn wir unsere Chancen besser nutzen“, so Spielertrainer Thomas Wildenauer, der sich dennoch zufrieden mit dem Start ins Jahr zeigte. Auf Seiten der Gäste herrschte hingegen Frust. Trainer Eugenio Wild haderte vor allem mit den eigenen Fehlern: „Wir haben wieder durch zwei individuelle Fehler verloren.“ Defensiv ließ man wenig zu, offensiv fehlte jedoch die Durchschlagskraft. So blieb es beim verdienten Heimsieg für Reuth, während Kohlberg/Röthenbach weiterhin auf ein Erfolgserlebnis warten muss.
SpVgg Trabitz – VfB Rothenstadt
abgesagt
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




