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Kreisliga Nord: Wer bleibt weiterhin verlustpunktfrei in der Saison?

Nordoberpfalz. Neben Spitzenreiter TSV Eslarn sind auch der FC Weiden-Ost und der SV Grafenwöhr noch ohne Punktverlust unterwegs. Am kommenden Spieltag wollen alle drei Teams nachlegen.

Kreisliga Nord: Wer bleibt weiterhin verlustpunktfrei in der Saison?

Grafenwöhrs Rückkehrer Johannes Renner will mit seinem Team den nächsten Sieg einfahren. Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, 3. Spieltag

Freitag, 07.08.2026

18:30 Uhr SpVgg Trabitz – SV Altenstadt/WN.

Der Topfavorit auf die Meisterschaft hat am letzten Spieltag erstmals Punkte abgeben müssen. Nach dem Auswärtsspiel in Pleystein steht für die SpVgg Trabitz am kommenden Freitag bereits das nächste Heimspiel an, gegen den Aufsteiger SV Altenstadt. Vor heimischer Kulisse will die Mannschaft an ihre Leistungen anknüpfen und den nächsten Sieg einfahren. Christian Recht: „Wir freuen uns auf das nächste Heimspiel und hoffen erneut auf eine stattliche Kulisse in Trabitz. Die Unterstützung unserer Zuschauer ist ein wichtiger Faktor, und wir wollen alles daransetzen, die drei Punkte zu Hause zu behalten. Mit dem SV Altenstadt erwartet uns eine Mannschaft, die vor allem über ihre offensive Qualität verfügt. Darauf haben wir uns unter der Woche intensiv vorbereitet, gleichzeitig wollen wir unser eigenes Spiel durchsetzen und gerade zuhause unangenehm zu bespielen sein. Die Trainingswoche verlief insgesamt gut, personell müssen wir allerdings einen Rückschlag hinnehmen: Die Verletzung von Daniel Tesar hat sich bestätigt, er wird uns länger fehlen. Zudem sind weitere Spieler verletzungs- und urlaubsbedingt nicht einsetzbar. Nichtsdestotrotz sind wir überzeugt, dass wir genügend Qualität im Kader haben, um die Ausfälle zu kompensieren. Unser Ziel ist klar: Wir wollen vor unseren Fans eine starke Leistung zeigen und die drei Punkte in Trabitz behalten.“

Beim Aufsteiger aus Altenstadt ist man hochzufrieden mit den ersten beiden Spielen – verloren hat man noch nicht. Dennoch weiß man, dass in Trabitz die Trauben hoch hängen. Trainer Marvin Häffner muss zudem auf viele Verletzte und Urlauber verzichten, darunter auch seinen Stammtorwart. Kampflos ergeben will er sich trotzdem nicht: „Mir fällt schon etwas ein, auch wenn wir nicht so spielen können, wie wir es gerne wollten.“

18:30 Uhr ASV Haidenaab – TSV Eslarn

Der ASV Haidenaab empfängt den TSV Eslarn, der mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen als Tabellenführer die weiteste Auswärtsfahrt der Saison nach Oberfranken antreten muss. Haidenaabs Trainer Michael Kaufmann zieht Mut aus der zweiten Halbzeit in Altenstadt: „Sie hat gezeigt, dass wir schon können, wenn wir bereit sind, die Zweikämpfe anzunehmen und Fehler abzustellen. Es war zu erwarten, dass der Start nach den vielen Veränderungen und neuen Umständen etwas holprig verlaufen könnte. Trotzdem waren es nahezu ausschließlich absolut vermeidbare Gegentore, die uns bisher die Punkte gekostet haben – das muss aufhören, dann kann man sich auch belohnen. Leider werden wir durch Urlauber und Verletzte einige Spieler ersetzen müssen, was gerade in unserer neuen Konstellation nicht zuträglich ist. Dennoch erwarte ich, dass wir dem stark gestarteten Tabellenführer ordentlich Paroli bieten, und das auch mal über die vollen 90 Minuten. Der Gegner besteht nicht nur aus Striegl, das machen fünf verschiedene Torschützen nach zwei Spielen deutlich. Daher wird es eine Steigerung brauchen, um etwas Zählbares zu Hause zu behalten – trotzdem können auch wir jedem Gegner wehtun, wenn wir unsere Stärken ausspielen.“ Bitter: Konstantin Rieß zog sich im Spiel gegen Pleystein einen Kreuzbandriss zu.

Eslarns Spielertrainer Peter Rackl will nicht punktlos abreisen: „Nach den beiden Siegen zum Saisonauftakt wollen wir den positiven Schwung mitnehmen. Uns erwartet die längste Auswärtsfahrt der Saison und ein anspruchsvoller Gegner, aber wir fahren mit dem klaren Ziel dorthin, etwas Zählbares mitzunehmen. Dafür brauchen wir erneut eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung. Wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, können wir auch auswärts punkten.“ Es fehlen Dierl, Rupp und Beigler.

19 Uhr FC Weiden-Ost – TSV Reuth

Um 19 Uhr empfängt der FC Weiden-Ost den TSV Reuth. Der Aufsteiger aus Weiden steht aktuell mit zwei Siegen im Vorderfeld der Kreisligatabelle – dass das nach erst zwei Spielen noch nicht viel aussagt, weiß man bei den Ostlern aber auch. Trainer Tim Schlesinger will dennoch gegen Reuth punkten: „Über Reuth weiß ich tatsächlich relativ wenig, es hat sich zeitlich nie ergeben, dass ich mal ein Spiel von ihnen schauen konnte. Das bedeutet, dass wir komplett auf unser eigenes Spiel schauen werden, ohne jegliche Anpassung im Vorfeld.“ Weiden-Ost geht damit unbelastet und ohne konkreten Matchplan gegen den Gegner in die Partie, verlässt sich stattdessen ganz auf die eigenen Stärken, die zuletzt für zwei Siege in Folge gereicht haben und dem Aufsteiger einen gelungenen Saisonstart beschert haben.

Auch in Reuth, wo man mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, kennt man den Gegner eher weniger. Dennoch will Spielertrainer Martin Bächer die ersten Punkte holen: „Mit Weiden-Ost erwartet uns eine junge, hungrige Truppe, die mit zwei beachtlichen Siegen in die Saison gestartet ist. Wir bereiten uns in einer kurzen Trainingswoche bestmöglich darauf vor.“ Nach dem verpatzten Saisonstart ist Reuth entsprechend heiß darauf, in Weiden endlich den ersten Dreier der Spielzeit einzufahren und den Rückstand auf das Tabellenfeld zu verkürzen. Beide Trainer treffen damit auf einen Gegner, über den sie nur wenig wissen – Kreisliga-Fußball mit vielen offenen Fragen.

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19 Uhr SC Eschenbach – TSV Erbendorf

Am Freitagabend empfängt der SC Eschenbach den TSV Erbendorf. Die von vielen vorhergesagte schwere Saison für Eschenbach ist nach zwei Niederlagen zum Saisonstart bereits eingetroffen, und Spielertrainer Benjamin Scheidler sieht auch gegen Erbendorf keine leichte Aufgabe: „Vor unserem Heimspiel wollen wir mutig auftreten und unseren Fußball auf den Platz bringen. Wir wissen, dass uns ein starker Gegner erwartet, trotzdem werden wir uns nicht verstecken. Wir müssen geduldig bleiben, auf unsere Chancen warten und den Gegner mit einer konzentrierten Leistung zu Fehlern zwingen. Vor dem Tor wünsche ich mir, dass wir die sich bietenden Möglichkeiten konsequenter und kaltschnäuziger nutzen als zuletzt. Wir gehen ohne großen Druck in die Partie, denn wir haben nach dem bisherigen Saisonverlauf ohnehin nichts zu verlieren. Die Mannschaft kann befreit aufspielen und sich hoffentlich am Ende auch belohnen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, ist einiges möglich. Unser Ziel ist klar: Wir wollen zuhause punkten und im besten Fall die drei Punkte in Eschenbach behalten.“

Erbendorfs Trainer Roland Lang war nach dem Spiel in Weiden am ersten Spieltag sehr unzufrieden, was sich im Derby gegen den TSV Reuth aber schnell wieder gelegt hatte: „Freitag geht’s nach Eschenbach, eine schwierige Aufgabe ohne Frage. Jedes Spiel ist für uns schwierig, weil wir gegen jede Mannschaft verlieren, aber im Gegenzug auch jede Mannschaft schlagen können. Wir müssen fokussiert sein. Wir wollen an das gute Spiel zuletzt anknüpfen und auch in Eschenbach punkten. Personell schaut’s bei uns aktuell ordentlich aus.“ Nach dem Derbysieg gegen Reuth reist Erbendorf entsprechend selbstbewusst zum jungen SC Eschenbach. „Auch wenn wir wegen Urlaub und Verletzungen nicht ganz vollzählig sind. Aber diese Probleme haben alle Mannschaft im August.“

Samstag, 08.08.2026

14 Uhr SV TuS/DJK Grafenwöhr – SV Kulmain

Um 14 Uhr am Samstag empfängt der SV TuS/DJK Grafenwöhr den SV Kulmain. Nach dem Sieg in Dießfurt war Trainer Turan Bafra sehr zufrieden: „Im Großen und Ganzen war es ein souveräner Auswärtssieg, wir haben das ganze Spiel dominiert und folgerichtig auch die drei Punkte mitgenommen. Leider hatten wir danach ein paar angeschlagene Spieler. Ein Spieler fällt möglicherweise mehrere Wochen aus, zudem weilt Anthony Brown im Militärdienst – uns fehlen also definitiv zwei Leute für das wichtige Spiel gegen Kulmain. Wir haben dosiert trainiert und etwas Regeneration reingebracht, am Donnerstag haben wir wieder voll angegriffen, sodass wir am Samstag eine ordentliche Mannschaft stellen können. Grundsätzlich sind wir gewillt, auch dieses Spiel zu gewinnen. Kulmain hat für viele überraschend nach der Auftaktniederlage gegen Trabitz das 1:0 gegen Tremmersdorf geholt, das ist eine echte Wundertüte, manchmal fehlen ihnen Leute, manchmal nicht. Ich kenne mich mit dem Gegner wenig aus, aber sie werden sicher eine gute Mannschaft stellen und uns die Punkte nicht wehrlos schenken. Deshalb erwarte ich ein intensives Match, in dem wir als Favorit ins Spiel gehen. Wir spielen zuhause, wollen unseren Stempel aufdrücken, viel Ballbesitz haben und natürlich gewinnen.“

Kulmains Trainer Oliver Drechsler sieht sein Team nicht chancenlos, wenn es so auftritt wie gegen Tremmersdorf: „Samstag wartet die nächste Mammutaufgabe, wahrscheinlich die spielstärkste Mannschaft der Liga, neben Trabitz einer der beiden Top-Favoriten der Saison. Trotzdem wollen wir jeden Gegner zweimal fordern. Wenn wir es mit der Leidenschaft und dem Kampfgeist vom Wochenende hinbringen, ist auch in Grafenwöhr etwas möglich. Unser Ziel ist es, dort zumindest einen Punkt mitzunehmen.“

Sonntag, 09.08.2026

15 Uhr FC Vorbach – FC Dießfurt

Um 15 Uhr treffen mit dem FC Vorbach und dem FC Dießfurt zwei bisher punktlose Mannschaften aufeinander. Die Gastgeber haben in der noch jungen Saison zudem noch keinen eigenen Treffer erzielen können und wollen das nun endlich ändern. Trainer Manuel Lautner dazu: „Für uns gilt es, die 0:4-Heimniederlage abzuschütteln, nach vorne zu schauen und uns auf den nächsten Gegner zu konzentrieren. Sonntag haben wir ein weiteres Heimspiel gegen den FC Dießfurt. Vorbach gegen Dießfurt war immer ein enges, kampfbetontes Spiel. Da gilt es, eine hundertprozentige Einstellung an den Tag zu legen, den Kampf anzunehmen und alles reinzuhauen, um die drei Punkte in Vorbach zu lassen. Es wird aktuell aber schwer werden, dennoch gehen wir positiv ins Spiel.“ Für Vorbach wäre es der erste Punktgewinn der Saison, entsprechend groß ist der Handlungsdruck vor heimischem Publikum.

Dießfurts Henry Schraml sieht sein Team als Aufsteiger naturgemäß in der Außenseiterrolle: „Nach zwei Niederlagen gegen starke Gegner ist der FC Dießfurt nun gefordert. Es hat sich phasenweise gezeigt, dass man in der Kreisliga mithalten kann, das muss nur über die gesamte Spielzeit passieren. Vor allem muss wieder daran gearbeitet werden, dass wir die vielen Gegentore vermeiden. Das Spiel in Vorbach wird richtungsweisend sein. Der Gegner hat ebenfalls schon zwei Niederlagen einstecken müssen, dennoch muss uns klar sein, dass wir auf eine kampfstarke Mannschaft treffen. Chancen, Punkte mitzunehmen, haben wir auf jeden Fall – vor allem haben wir in jedem bisherigen Spiel Chancen herausgespielt, die aber noch besser genutzt werden müssen.“ Beide Teams eint damit die Hoffnung, in diesem direkten Duell endlich den ersten Punkt der Saison einzufahren.

15:15 Uhr FC Tremmersdorf-Speinshart – TSV Pleystein

Am Sonntagnachmittag empfängt der FC Tremmersdorf-Speinshart den TSV Pleystein. Nach dem Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Dießfurt ging man am letzten Spieltag in Kulmain leer aus – das soll sich nun am Sonntag gegen den nächsten Aufsteiger ändern. Trainer Robert Schäffler dazu: „Grundsätzlich waren wir mit der gezeigten Leistung im letzten Spiel zufrieden, auch wenn wir unsere Chancen konsequenter hätten nutzen müssen. Mit dem TSV Pleystein erwartet uns nun ein motivierter Gegner, der vor allem offensiv über viel Qualität verfügt. Die zuletzt gezeigten Ergebnisse sprechen für sich und zeigen, dass uns eine anspruchsvolle Aufgabe bevorsteht. Wir wissen, was auf uns zukommt, und müssen über die gesamte Spielzeit konzentriert, diszipliniert und mit der nötigen Intensität auftreten, um etwas Zählbares mitzunehmen.“ Für den FCT geht es damit auch darum, den kleinen Dämpfer aus Kulmain wieder auszubügeln und vor heimischem Publikum die nächsten drei Punkte einzufahren.

In Pleystein ist man mit den bisherigen vier Zählern aus zwei Spielen naturgemäß zufrieden. Trainer Alexander Schön: „Wir fahren zu unserem nächsten Auswärtsspiel nach Tremmersdorf. Wir wissen über den Gegner sehr wenig, aber ich erwarte von der letzten Saison her einen starken Gegner. Wir fahren hin und wollen einfach ein gutes Spiel machen, mit Spaß und viel Engagement, so wie in den ersten beiden Spielen auch. Meine Mannschaft freut sich auf die Spiele, und so spielen wir auch Fußball. Wir werden gut trainieren und uns auf den Gegner vorbereiten.“ Beide Trainer setzen damit vor allem auf die eigene Spielphilosophie statt auf eine umfangreiche Analyse des jeweils anderen Teams und blicken der Partie entsprechend selbstbewusst entgegen.

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.