Landesliga: SC Luhe-Wildenau hadert mit strittigen Szenen und eigener Offensivschwäche
Landesliga: SC Luhe-Wildenau hadert mit strittigen Szenen und eigener Offensivschwäche
Der TSV 1883 Bogen gewann ein über weite Strecken zerfahrenes und umkämpftes Spiel beim SC Luhe-Wildenau mit 3:0, obwohl die Partie nur wenige Höhepunkte bot. Während die Gäste ihre wenigen Chancen konsequent nutzten, blieb der SC offensiv harmlos und haderte zudem mit zwei umstrittenen Spielsituationen bei den ersten beiden Treffern.
Ein zerfahrener Auftakt und der Aufreger des Abends
Nach zwei Siegen zum Auftakt der Rückrunde hatte sich die Elf von Trainer Benjamin Urban für das Flutlicht-Heimspiel gegen den TSV 1883 Bogen viel vorgenommen. Doch vor 182 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine zähe Angelegenheit. Die Partie war geprägt von zahlreichen Fehlpässen, technischen Unzulänglichkeiten und individuellen Fehlern auf beiden Seiten, sodass spielerische Höhepunkte Seltenheit blieben. In der 40. Spielminute folgte dann der erste folgenschwere Aufreger: Nach einem Pass von Michael Faber im Mittelfeld brachte Bogens Kapitän Patrick Fuchs seinen Gegenspieler Johannes Gradl, der den Ball wegköpfen wollte, mit einem heftigen Körpereinsatz zu Fall. Während die SC-Fans und Spieler ein klares Foulspiel sahen, ließ Schiedsrichterin Marie-Theres Mühlbauer die Partie weiterlaufen. Fuchs nutzte die entstandene Freiheit, brachte den Ball nach innen und vollendete schließlich selbst mit einem trockenen Schuss durch „Freund und Feind“ hindurch zum 0:1-Halbzeitstand – für viele Zuschauer ein irregulärer Treffer.
Clevere Gäste und eine harmlose SC-Offensive
Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild kaum. Die Begegnung blieb zerfahren und von intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld bestimmt. Der TSV 1883 Bogen agierte äußerst clever, ließ defensiv so gut wie nichts anbrennen und verstand es geschickt, durch zunehmendes Zeitspiel den Rhythmus der Hausherren zu brechen. Der SC Luhe-Wildenau bemühte sich zwar um Struktur, fand aber kein Mittel gegen die kompakt stehende Hintermannschaft der Gäste. Wirkliche Großchancen für den Ausgleich blieben über die gesamte zweite Hälfte Mangelware, da die letzte Präzision im Angriffsspiel der Oberpfälzer an diesem „gebrauchten Abend“ gänzlich fehlte.
Abseits-Proteste und der bittere Schlusspunkt
In der Schlussphase machten die Niederbayern schließlich den Sack zu. Nach einem präzisen Steckpass durch die aufgerückte SC-Abwehr tauchte Alexander Knipf in der 88. Minute frei vor Torwart Daniel Hartnegg auf und verwandelte sicher zum 0:2. Auch beim zweiten Gegentreffer haderten die SC-Anhänger mit dem Schiedsrichtergespann, da aus Sicht vieler Zuschauer ein Abseitsverdacht im Raum stand. Der endgültige Knockout folgte in der Nachspielzeit (90.⁺³): Ein direkter Freistoß von Florian Knauer segelte Richtung Tor; SC-Keeper Hartnegg verschätzte sich beim Versuch, den Ball über die Querbalken zu lenken, unglücklich, sodass das Leder zum 0:3-Endstand einschlug. Ein bitteres Ende einer Partie, die sich der SC nach dem starken Rückrundenstart ganz anders vorgestellt hatte.
Trainerstimmen und Ausblick
Max Bachl-Staudinger (TSV 1883 Bogen): „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, das war heute eine richtig gute Leistung. Es war ein Kampfspiel auf Augenhöhe, in dem wir sehr aggressiv zu Werke gegangen sind. Jeder ist an sein Limit gegangen.“
Benjamin Urban (SC Luhe-Wildenau): „Das Ergebnis ist extrem ärgerlich. Der Gegner schießt dreimal aufs Tor und macht drei Treffer. Wir hingegen haben über 90 Minuten keinen einzigen gefährlichen Ball direkt auf das Gehäuse gebracht, weshalb die Niederlage am Ende irgendwie auch berechtigt ist. Besonders bitter ist das 0:1, da meiner Meinung nach ein klares Foulspiel vorausging.“
wfds – youtube
Der TSV Bogen feiert damit den dritten Sieg im dritten Spiel der Rückrunde und klettert mit 31 Punkten auf Platz 10. Am nächsten Wochenende empfangen die Niederbayern im ersten Heimspiel des Jahres die SpVgg Lam. Der SC Luhe-Wildenau rangiert trotz der Niederlage weiterhin auf Platz 5 (41 Punkte). Die Urban-Elf strebt nun am kommenden Wochenende im nächsten Heimspiel gegen den FC Tegernheim eine sofortige Wiedergutmachung vor eigenem Publikum an.
Landesliga Mitte
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.










