Oberpfälzer Schützen tagen in Waldthurn
Oberpfälzer Schützen tagen in Waldthurn
Der Schützenbezirk Oberpfalz zählt derzeit 25.373 Mitglieder und gehört zu den acht Bezirken im Bayerischen Sportschützenbund (BSSB). Die Oberpfalz zählt 271 Schützenvereine, die durch sechs Schützengaue vertreten werden. Wie man die perfekten äußeren Voraussetzungen für eine Schützen-Delegiertenversammlung schafft, zeigte der gastgebende Schützenverein Waldthurn, mit Schützenmeister Roland Fichtl an der Spitze.
Flexibilität, Anpassungsvermögen und Durchhaltewillen
Beim Delegiertentag der Bezirksschützen im Waldthurner Schützenhaus musste der erste Bezirksschützenmeister Harald Frischholz coronabedingt kurzfristig seine Teilnahme absagen, er sprach im Rahmen einer Videobotschaft zu den Delegierten.
COVID-19, dieser Begriff und die Folgen der weltweiten Pandemie, die seit 2020 den Schießsport und das Schützenwesen beeinflussen, war auch 2021 präsent. Flexibilität, Anpassungsvermögen und Durchhaltewillen waren gefragt, ob auf Landesebene, Bezirksebene, Gauebene, wie auch in den Vereinen selbst. Die Versammlung leiteten seine Stellvertreter Dieter Beer und Bernhard Auburger.
Coronabedingter Gewinn
Bezirksjugendleiter Valentin Kellner aus Oberlind stellte den kürzlich gewählten Bezirksverband der Schützenjugend vor und zeigte die Aktivitäten auf. “Jugend macht Zukunft” unter diesem Motto wies er auf den Jugendförderpreis des Schützenbezirks Oberpfalz 2022, der mit 3.500 Euro dotiert ist, hin. Bezirkssportleiter Sebastian Humbs referierte über die Meisterschaften und Rundenwettkämpfe 2021.
Bezirksschatzmeister Stefan Brandmiller aus Moosbach stellte die Jahresrechnung 2021 vor. “Leider haben wir coronabedingt einen Gewinn von 14.600 Euro anstatt der veranschlagten Ausgaben für Wettkämpfe und Veranstaltungen von 16.000 Euro gemacht, was sich etwas komisch anhört”, kommentierte er.
2022 ein Jahr des Neustarts
Christian Kühn wies darauf hin, dass derzeit im Bayerischen Schützenbund knapp 500.000 Sportschützen in 4500 Vereinen vereinigt sind. 2022 sei für die Sportschützen ein Jahr des Neustart: Der Sport und Großveranstaltungen laufen wieder an. Der Livestream erzeuge dabei Bilder aus erster Hand, zeige spannende Wettkämpfe, wie man sie bisher nur vom Biathlon kannte. Dies fesselt Jung und Alt und weckt Begeisterung für die Schießsportjugend weit über die Schützenkreise hinaus.
Verbot der bleihaltigen Munition
Kühn betonte: “Bei einer Evaluierung des Waffenrechts machen wir gerne mit, denn wir haben nichts zu verbergen.” Die Vielfalt der schießsportlichen Disziplinen müsse bewahrt und gefördert werden. Auch der Verbot der bleihaltigen Munition stehe im Fokus und müsse beobachtet werden.
Man fordere von der Politik ein Waffenrecht mit Augenmaß, eine konkrete Ehrenamtsförderung ohne Bürokratie, ein gutes Miteinander von Umweltschutz und Sportbetrieb sowie die Sportförderung, die sowohl den Spitzen als auch den Breitensport im Auge hat.
Junge Leute in Vorstandschaft
Erfolgreich aufgegriffen haben man die verstärkte Nachfrage nach Online-Schulungen und Videokonferenzen, junge Leute wolle man in die Vorstandschaften bringen. Mehr Digitalisierung und mehr Offenheit für mehr Schießsportdisziplinen wie Blasrohr oder Lichtgewehr, ohne dabei die klassischen Schießsportdisziplinen zu vernachlässigen. Der Schützenbezirk Oberpfalz gehe mit guten Beispiel voran, Harald Frischholz aus Luhe- Wildenau sei ein Mann des Ausgleich und gehe konstruktiv auf die Leute zu.








