Remis in Etzenricht: Pfreimd trotzt Unterzahl
Remis in Etzenricht: Pfreimd trotzt Unterzahl
Bezirksliga Nord: SV Etzenricht gegen SpVgg Pfreimd endet 1:1
Spiel auf ein Tor nach der Halbzeit bringt nur den Ausgleich / Pfreimd verteidigt den Teilerfolg auch nach Unterzahl mit Kampfstärke und einer Portion Glück / Rot für Notbremse und Führung für die SpVgg vor dem Wechsel / Hartlich-Elf übersteht Druck und zahlreiche Standardsituationen, nimmt daher einen Punkt im letzten Auswärtsspiel mit / Sebald vollendet für Pfreimd im Nachschuss die tolle Vorarbeit von Julian Kiener zur Halbzeitführung
SV Etzenricht – SpVgg Pfreimd 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 (45.) Sebastian Sebald, 1:1 (75.) Mirko Griesbeck – SR: Jürgern Roßmann (Arnschwang) – Rote Karte: (35.) Bastian Schreier (SpVgg) – Zuschauer: 110
Erste Halbzeit: Rote Karte gegen Pfreimd und Führung zur Pause
Trist und grau wie der komplette frühe Samstagnachmittag verlief die erste Halbzeit des letzten Heimspiels des SV Etzenricht vor der Unterbrechung des Spieljahres durch die Winterpause. Entsprechend spärlich war auch die Kulisse auf dem Siegfried-Merkel-Platz und die Wendl-Elf musste im Nebeneffekt Rang zwei an die siegreiche Konkurrenz abgeben.
Vor dem 0:1 kreuzte der Gästesturm nur einmal in der Gefahrenzone vor dem Etzenrichter Gehäuse auf. Andy Wendl klärte die Situation gekonnt mit einer Grätsche.
Aber auch die Heimelf lieferte jede Menge Leerlauf, lediglich Jannik Herrmann verarbeitete einen genau getimten Diagonalpass von Kapitän Andy Koppmann bei der Annahme technisch perfekt, verfehlte aber das Tor um Zentimeter. Als Schlüsselszene schien sich die Rote Karte für SpVgg-Stammkeeper Bastian Schreier zu entwickeln. Der Torhüter war nach einem schlampigen Rückpass zu einem Foul an SVE-Angreifer Johannes Janker gezwungen. Schiri Roßmann zog die Konsequenz per Roter Karte, Vinzenz Schenk musste Platz für Ersatzmann Benjamin Schote als Schlussmann machen. Und Schote erledigte seine rund einstündige Arbeit mit Bravour, vereitelte einige gute Gelegenheiten der Platzherren bis in die Nachspielzeit.
Erheblichen Anteil am Führungstreffer der SpVgg hatte Stürmer Julian Kiener. Er startete sein Dribbling in der eigenen Hälfte, wurde vor dem Strafraum gedoppelt, aber nicht entscheidend ausgebremst. Seinen scharf ausgeführten Drehschuss parierte SVE-TW Dominik Pautsch mit einem Reflex, den abgewehrten Ball hämmerte Sebastian Sebald im Nachschuss unter die Querlatte. Sebald hatte die Situation erkannt, war zusammen mit Schote, Kiener und Kapitän Nicolas Schmid auch auffälligster Pfreimder. Der Spielführer organisierte seine Abwehrformation bei diversen Ecken und Freistößen im Pfreimder Halbfeld ausgezeichnet. Nur einmal wirkte sich der vom SV entfachte Druck zählbar aus. Ben Kippes, der einmal mehr Aktivposten im Mittelfeld war, flankte von rechts, Michael Wexlberger verlängerte die Bogenlampe und Mirko Griesbeck vollendete mit einem straffen Kopfball zum überfälligen 1:1. Mit Glück, Geschick und kleinen taktischen Unterbrechungen überstand Pfreimd die restliche Spielzeit.
Stimmen zum Spiel und Ausblick
Pfreimds Cheftrainer Michael Hartlich fühlte sich im Pressegespräch im Sportheim zunächst an das Spiel in der Vorwoche erinnert. Auch die Heimaufgabe hatte seine SpVgg nach Gelb-Rot in Unterzahl beendet und mit einer Energieleistung gegen Hahnbach ein 3:0 erreicht. Der Coach sprach auch von einer in dieser Saison brutal ausgeglichenen Konstellation in der Bezirksligastaffel Nord mit ausnahmslos „Fifty-Fifty-Spielen“, bei denen jeder jeden schlagen kann. Für seinen Klub steht am letzten Spieltag das publikumswirksamste Match der Serie an. Es geht vor der Pause noch zum geografischen und zudem in der Tabelle benachbarten FC Wernberg, bei dem der Pfreimder Bastian Lobinger die Regie führt. Etzenricht muss noch in das schmucke Stadion in Schwarzenfeld und kann sich für die Heimniederlage in der Vorrunde revanchieren.
Mit Blick auf die Roten Karte gegen den Pfreimder Torwart wäre es mir lieber gewesen, wenn wir das Tor gemacht und 11 gegen 11 weitergespielt hätten
Andy Wendl, Trainer SV Etzenricht
Zum Samstagsspiel äußerte sich Spielertrainer Andy Wendl in seiner Nachbetrachtung so: „Aufgrund des Spielverlaufs war das heute ein bitteres Unentschieden für uns. Die erste Halbzeit verlief relativ ausgeglichen mit sehr vielen Fehlern beiderseits. Mit Blick auf die Roten Karte gegen den Pfreimder Torwart wäre es mir lieber gewesen, wenn wir das Tor gemacht und 11 gegen 11 weitergespielt hätten. Es ist nicht immer so leicht, gegen zehn zu spielen. Entscheidend war, dass wir nach einer eigenen Standardsituation den Konter zuließen und dann lange diesem Tor hinterherlaufen mussten. In der zweiten Halbzeit ließen wir den Ball gut zirkulieren, wir erarbeiteten uns auch zahlreiche Chancen. Das 1:1 war folgerichtig und musste im Endeffekt irgendwann fallen. Schade natürlich, dass wir nicht noch den Sieg landen konnten, weil es dann ein Spiel in einer Hälfte war. Pfreimd hat hier richtig gut dagegen gearbeitet. Somit müssen wir leider mit diesem Punkt leben.“
Kreisliga: Zweite Mannschaft des SVE ohne Spiel
Das für 12 Uhr angekündigte Kreisliga-Match der Etzenrichter Zweiten gegen die SpVgg Vohenstrauß fiel wegen Personalengpässen beim Gästeteam leider aus. Drei Punkte werden in der Tabelle für den SVE gebucht.
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