AKU Neustadt informiert sich über Radwegebau in Windischeschenbach

AKU Neustadt informiert sich über Radwegebau in Windischeschenbach
Gastbeitrag von: Thomas Wilhelm
Auf Einladung des AKU-Kreisvorsitzenden Thomas Wilhelm besichtigten die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt (AKU) Neustadt einen Radweg bei Windischeschenbach, bei dessen Bau ein innovatives Verfahren zur Bodenstabilisierung eingesetzt wurde. Der Bauleiter der ausführenden Firma erläuterte den Teilnehmern die technischen Besonderheiten sowie die Vorteile der gewählten Bauweise.
Innovative Bodenstabilisierung im Radwegebau
Im Mittelpunkt stand eine neuartige Technologie, die von STRABAG gemeinsam mit WACKER Chemie AG entwickelt wurde. Dabei werden vorhandene Böden und Baustoffe vor Ort aufbereitet und mit speziellen Polymerdispersionen sowie Zement verfestigt. Die Polymere wirken dabei wie ein elastischer Kleber zwischen den Bodenpartikeln und sorgen für eine hohe Tragfähigkeit sowie eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Wasser, Frost und Rissbildung. Gleichzeitig kann auf einen Großteil der sonst erforderlichen Materialtransporte verzichtet werden.
Ressourcenschonende Bauweise mit weniger Transporten
Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Möglichkeit, vorhandene Materialien wiederzuverwenden. Dadurch werden nicht nur natürliche Ressourcen geschont, sondern auch CO₂-Emissionen und Baukosten reduziert. Zudem können Bauzeiten verkürzt werden, da die verfestigten Schichten bereits nach kurzer Zeit weiterbearbeitet werden können.
Thomas Wilhelm betonte, dass gerade im ländlichen Raum wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur notwendig seien. Die Besichtigung habe eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial moderne Baustofftechnologien für den kommunalen Wege- und Radwegebau besitzen.
Kommunale Infrastruktur: Potenzial und lokale Unterstützung
Ein besonderer Dank galt Bürgermeister Karlheinz Budnik sowie dem städtischen Projektleiter Johann Würschinger, die die Besichtigung des Projekts ermöglicht hatten. Die Exkursion bot den Teilnehmern die Gelegenheit, sich aus erster Hand über innovative und ressourcenschonende Bauverfahren zu informieren und deren Einsatzmöglichkeiten für die regionale Infrastruktur zu diskutieren.
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