SC Luhe-Wildenau zeigt starke Reaktion und lässt gegen Tegernheim nichts anbrennen
SC Luhe-Wildenau zeigt starke Reaktion und lässt gegen Tegernheim nichts anbrennen
Stürmische Anfangsphase und Führung vom Punkt
Von Beginn an war den Zuschauern klar: Der SC Luhe-Wildenau wollte das schwache Mittwochsspiel gegen Bogen vergessen machen. Die Hausherren starteten druckvoll und erspielten sich früh hochkarätige Möglichkeiten. Einen Kopfball von Maximilian Hiltl kratzte Tegernheims Louis Junge gerade noch von der Linie, den anschließenden Nachschuss setzte Felix Diermeier knapp am Gehäuse vorbei. Doch auch die Gäste versteckten sich nicht: Gentrit Isufi prüfte SC-Schlussmann Daniel Hartnegg, der jedoch per Fußabwehr klärte.
Die Erlösung für den SC folgte in der 18. Minute: Der umtriebige Torsten Hofbauer schlug eine präzise Flanke in den Strafraum, wo Felix Diermeier den Ball annehmen wollte, aber von Raphael Lang regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Julian Schäff entschied sofort auf Strafstoß. Kapitän Nico Argauer verwandelte souverän zu seinem 17. Saisontreffer. Tegernheim drängte auf eine Antwort, hauptsächlich durch den agilen Lang, der seinen Fehler wiedergutmachen wollte. Doch erneut war es Hartnegg, der mit einer weiteren starken Fußabwehr den Ausgleich verhinderte und so die knappe Führung bis in die Kabine festhielt.
Bezdickas Willensleistung bricht den Widerstand
Nach dem Seitenwechsel kam der SC mit frischem Elan aus der Kabine. Zunächst scheiterte Julian Kiener noch am starken Tegernheimer Keeper Stefan Walter, doch in der 53. Minute war auch er machtlos. Nach einem weiten Ball von Hiltl lieferten sich SC-Torjäger David Bezdicka und FC-Kapitän Maximilian Wasmeier ein packendes Duell an der Strafraumgrenze. Mit purem Willen behauptete Bezdicka das Leder und ließ auch den herauseilenden Schlussmann alt aussehen, als er ihm den Ball eiskalt durch die Beine zum 2:0 schob – sein 18. Streich in dieser Spielzeit.
Dieser Treffer war ein Wirkungstreffer bei den Gästen, die in der Folge offensiv kaum noch Akzente setzen konnten. Der SC wirkte nun zunehmend souverän sowie abgeklärt und hatte sichtlich Lust auf ein drittes Tor. Weitere Chancen durch Kiener und Bezdicka blieben zunächst ungenutzt, da Walter im Tegernheimer Kasten mehrfach sehenswert reagierte.
Daniel Ettl macht den Deckel drauf
Die endgültige Entscheidung fiel in der 74. Minute: Nach einem präzisen Freistoß von Bezdicka schraubte sich Daniel Ettl am höchsten und köpfte unhaltbar zum 3:0-Endstand ein. Auch in der Schlussphase ließen Lautner und Bezdicka nicht locker und prüften den Gästekeeper mit gefährlichen Abschlüssen. Es blieb beim hochverdienten Heimsieg, der den SC vorläufig auf den vierten Tabellenplatz klettern lässt.
Michael Fischer (Trainer FC Tegernheim): „Für uns war es kein einfacher Tag. Die erste Halbzeit war absolut in Ordnung, wir waren gut in den Zweikämpfen und haben ordentlich mitgespielt. In der zweiten Hälfte hat sich das Spielglück leider gedreht. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für den SC.“
Benjamin Urban (Trainer SC Luhe-Wildenau): „In der Summe geht der 3:0-Sieg völlig in Ordnung. Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen als am Mittwoch gegen Bogen – das war heute ein deutlicher Schritt nach vorne. Wir hätten bereits in der ersten Halbzeit das zweite Tor nachlegen müssen.“
wfds – youtube
Der FC Tegernheim bleibt mit 20 Punkten auf Rang 14 und damit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz der Landesliga Mitte. Bereits am Donnerstag wartet mit dem Nachholspiel gegen den Tabellenfünften ASV Burglengenfeld eine schwierige Aufgabe.
Der SC Luhe-Wildenau hingegen reist am kommenden Spieltag zum FC Dingolfing, aktuell Neunter der Liga. Mit 44 Punkten stehen die Oberpfälzer derzeit auf Rang vier, könnten allerdings noch von Burglengenfeld und Lam verdrängt werden, die jeweils weniger Spiele absolviert haben.

























