Sturz kostet Ben Haberkorn aus Kemnath Bronze bei U16-DM

Sturz kostet Ben Haberkorn aus Kemnath Bronze bei U16-DM
Dramatik bis zum Schluss: Ben Haberkorn verpasst DM-Bronze denkbar knapp. Wenige Meter trennten Ben Haberkorn bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der U16 in Bochum-Wattenscheid von der Bronzemedaille. Dann der Schock: Kurz vor der Ziellinie stürzte der Nachwuchssprinter des SVSW Kemnath und verlor den bereits greifbar nahen Podestplatz. Trotz dieser bitteren Szene überwogen am Ende die starken Leistungen des jungen Athleten, der sowohl über 100 als auch über 300 Meter zu überzeugen wusste.
Finale als realistisches Ziel
Am vergangenen Wochenende fanden im neu erbauten Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der U16 und U20 statt. Ben Haberkorn hatte sich sowohl über 100 als auch über 300 Meter für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert.
Bereits die Qualifikation über beide Sprintstrecken war ein großer Erfolg. Im Vorfeld hatte sich Ben das Ziel gesetzt, zumindest ein Finale zu erreichen. Angesichts der starken Konkurrenz und der Meldezeiten war dies zwar nicht unmöglich, aber alles andere als selbstverständlich.
Gemeinsam mit seinem Trainer Oliver Sitzmann reiste der Kemnather nach Bochum, um sich mit den besten Nachwuchsathleten Deutschlands zu messen.
Am Freitagabend stand zunächst das Halbfinale über 300 Meter auf dem Programm. Vor der beeindruckenden Kulisse des Lohrheidestadions zeigte Ben ein beherztes Rennen und steigerte seine bisherige persönliche Bestleistung um fast eine Sekunde auf starke 36,86 Sekunden. Damit qualifizierte er sich souverän für das Finale am folgenden Tag und hatte sein sportliches Ziel bereits mehr als erfüllt.
Dramatik im 300-Meter-Finale
Das Finale über 300 Meter stand am frühen Samstagnachmittag auf dem Programm. Ben bekam dabei Bahn 1 zugelost, die über diese Distanz als alles andere als optimal gilt. Davon ließ sich der Kemnather jedoch nicht aus der Ruhe bringen.
Er ging das Rennen mutig an und lag beim Einbiegen auf die Zielgerade sensationell auf dem zweiten Platz. Bis wenige Meter vor dem Ziel kämpfte Ben um eine Medaille und befand sich klar auf Bronzekurs.
Dann folgte der Schock: Unmittelbar vor der Ziellinie stürzte Ben und verlor dadurch die bereits greifbar nahe Bronzemedaille. Innerhalb von Sekundenbruchteilen zerplatzte der Traum vom Podest. Entsprechend groß war die Enttäuschung über dieses unglückliche Ende eines bis dahin nahezu perfekten Rennens.
Trotz Enttäuschung starke 100 Meter
Viel Zeit zum Verarbeiten blieb Ben allerdings nicht, denn kurze Zeit später standen bereits die Vorläufe über 100 Meter auf dem Programm. Während die meisten seiner Konkurrenten mit frischen Beinen an den Start gingen, hatte Ben bereits zwei kräftezehrende 300-Meter-Rennen absolviert.
Nach der körperlichen Vorbelastung und der großen Enttäuschung über den Sturz waren die Erwartungen entsprechend gering. Umso bemerkenswerter war seine Leistung: In 11,60 Sekunden lief Ben erneut nahe an seine persönliche Bestzeit heran und qualifizierte sich für das B-Finale.
Dort mobilisierte er noch einmal seine letzten Reserven, steigerte sich auf 11,56 Sekunden und belegte einen hervorragenden vierten Platz.
Stolz auf ein außergewöhnliches Wochenende
Vor den Deutschen Meisterschaften wären diese Ergebnisse für Ben ein voller Erfolg gewesen. Nach dem unglücklichen Ausgang des 300-Meter-Finales überwog zunächst verständlicherweise die Enttäuschung über die verpasste Medaille.
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