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Wasserballer mit zwei Niederlagen vor Weihnachten

Weiden. Mit dem Abstiegskampf wollten die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden vor der Saison eigentlich nichts zu tun haben. Doch nach den beiden Niederlagen am Wochenende gegen Krefeld und Düsseldorf macht sich das Abstiegsgespenst in Weiden langsam aber sicher gemütlich.

Wasserballer mit zwei Niederlagen vor Weihnachten

Robert Reichert erzielte ein spektakuläres Tor gegen Frankfurt. Foto: Dagmar Nachtigall

Samstag: SV Weiden – SV Krefeld 10:16 (3:3, 3:4, 2:5, 2:4)

Am Samstagsabend gastierten die noch ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Krefeld in der Weidener Thermenwelt und bewiesen mit einem starken Auftritt eindrucksvoll ihre Ambitionen auf den Aufstieg in die A-Gruppe. Die Weidener konnten zwar in der ersten Spielhälfte ganz passabel mithalten, mussten aber in den Vierteln 3 und 4 die Ausgeglichenheit des Gegners anerkennen und sich am Ende mit 10:16 geschlagen geben.

Die Gäste wechselten blockweise durch, ohne einen erkennbaren Leistungsabfall und profitierten davon mit zunehmender Spieldauer. Die Hausherren, die auf drei Leistungsträger verzichten mussten und den angeschlagenen Sean Ryder nur sporadisch einsetzen konnten, konnten das hohe Tempo der Gäste einfach nicht mehr halten. Die Niederlage ging somit, auch in dieser Höhe in Ordnung, die Krefelder waren an diesem Abend für die geschwächten SV-ler zu stark.

Sonntag: SV Weiden – Düsseldorfer SC 10:12 (1:4, 5:2, 2:3, 2:3)

Das letzte Spiel des Jahres in einer vorweihnachtlichen Atmosphäre wollte man mit einem Erfolg abzuschließen. Es blieb jedoch nur bei einem Wunsch. Das Spiel begann mit viel Nervosität und unerklärbaren Unsicherheiten auf Seite der Aigner-Schützlinge. Sie gerieten schnell in 0:3 Rückstand und wussten nicht, die seltenen Chancen zu nutzen, um noch vor der ersten Viertelpause ins Spiel zurückzufinden.

Robert Reichert erzielte mit seinem ersten Treffer den 1:3 Zwischenstand, doch die Gäste konterten postwendend und stellten den 1:4 Pausenstand auf. Im zweiten Viertel erwachten die Oberpfälzer ein wenig aus ihrem Winterschlaf und schafften es noch, einen 6:6 Gleichstand vor dem Seitenwechsel zu erzielen.

Spiel zunehmend unruhig und aggressiv

Leider gelang es den Mannen um Kapitän Thomas Kick nicht, die guten Phasen aus dem zweiten Viertel mitzunehmen und das Spiel kontrolliert zu sichern. Ganz im Gegenteil, sie wurden unruhig, vergaben unzählige Chancen, machten reihenweise Passfehler und ließen sich schließlich auf ein unschönes, aggressives Spiel des Gegners ein. Die Weidener verloren das dritte Viertel schließlich mit 2:3.

Eskalation im Schlussviertel endet mit einem Fiasko

Trainer Thomas Aigner versuchte seine Truppe zu beruhigen und sich auf die wesentlichen Dinge des Spiels zu konzentrieren, doch es gelang ihm nur für eine kurze Zeit. Seine Schützlinge nutzten noch ihre erste Überzahl zu einem zwischenzeitigen 9:9 Ausgleich. Doch dann entstanden hektische Szenen, die zuerst mit zwei disziplinarischen Spieldauerstrafen auf beiden Seiten geahndet wurden, ehe es zu einem tätlichen Angriff eines Düsseldorfer kam.

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Weiden wurde dafür ein Strafwurf und eine 4-minutige Überzahl zugesprochen und damit die Chance, das Spiel und die ersehnten Punkte in dieser Zeit zu sichern. Doch den Strafwurf hielt der gegnerische Torwart. Die Weidener schienen komplett von der Rolle, machten einen gelähmten Eindruck und schafften kein einziges Tor in den vier Minuten in Überzahl. Und noch schlimmer, sie kassierten zwei Gegentreffer in dieser Zeit und verloren damit sang- und klanglos die gesamte Partie.

Verantwortliche sind geschockt – Nun im Abstiegskampf

„Ich kann es einfach nicht glauben, so etwas habe ich in meiner Laufbahn noch nicht erlebt. Ich weiß nicht, ob wir es überhaupt schaffen, herauszufinden, was hier gerade passiert ist. Unfassbar!“ fasste der Mannschaftsleiter Irek Luczak kopfschüttelnd zusammen. „Ich hoffe, die Jungs erkennen es schnell, dass sie es selbst vergeigt haben und fangen nicht an, nach äußeren Umständen zu suchen, um die Niederlage zu erklären“ ergänzte er.

Mit fünf Niederlagen in acht Spielen beginnt für die Max-Reger-Städter jetzt unverhofft der Abstiegskampf. Schon am 14. Januar erwartet die SV-ler die erste schwere Auswärtsaufgabe beim SV Würzburg, eine Woche später gastiert Neukölln zum Pokal-Achtelfinale in Weiden. Es bleibt zu hoffen, dass es in Weiden gelingt, die Wunden über die Weihnachtszeit zu lecken und mit neuer Qualität ins neue Jahr zu starten.

SV Weiden spielte mit:

Matthias Kreiner, Florian Modl (Samstag) und Christopher Klein (Sonntag) im Tor,

Nikolaj Neumann (nur Sonntag -/1 Tor), Denis Underberg, Louis Brunner, Thomas Kick (2/1), Denis Reichert, Cedrik Zupfer, Robert Reichert (3/3), Marek Janecek (3/-), Dimitri Leichter, Sean Ryder (-/2), Stepan Rezek (2/3), Maximilian Strauch (Samstag) und Kyrylo Olkhovsky (Sonntag)