Beutnerhof in Etzenricht: Ein Schlaraffenland für alle Liebhaber regionaler Genüsse
Beutnerhof in Etzenricht: Ein Schlaraffenland für alle Liebhaber regionaler Genüsse
Dass auf dem Beutnerhof alles reibungslos funktioniert, ist hauptsächlich Teamarbeit. Thomas Beutner kann sich dabei auf die Unterstützung seiner Familie verlassen. Ehefrau Cathrin packt ebenso selbstverständlich mit an wie Vater Hans, Mutter Irene und Bruder Mathias. Selbst Seniorchefin Frieda ist trotz ihres hohen Alters noch immer fester Bestandteil des Hofalltags. Gemeinsam sorgt die Familie dafür, dass Anbau, Ernte und Direktvermarktung Hand in Hand gehen – eine gelebte Tradition, die den Familienbetrieb seit sieben Jahrzehnten prägt.
Hofeigener Bauernmarkt ein beliebter Treff
Thomas Beutner führt diese Tradition fort und verbindet dabei jahrzehntelange Erfahrung mit dem Anspruch, den Menschen in der Region hochwertige Lebensmittel aus heimischem Anbau anzubieten. Der Beutnerhof ist damit weit mehr als ein Gemüsebetrieb. Er steht für eine Form der Landwirtschaft, bei der Erzeuger und Verbraucher noch unmittelbar miteinander in Kontakt stehen – und bei der Vertrauen genauso wichtig ist wie eine gute Ernte. Deutlich wird das beim hofeigenen Bauernmarkt (immer freitags von 15 bis 17 Uhr) oder beim alljährlichen Hoffest der Familie Beutner im Herzen von Etzenricht. Herzlich willkommen auf dem wöchentlichen Bauernmarkt sind neue Anbieter. „Wer Interesse hat, seine Erzeugnisse anzubieten, kann sich gerne bei mir melden“, erklärt Thomas Beutner.
Weshalb dieses Fest Jahr für Jahr zahlreiche Besucher anzieht, lässt sich kaum auf einen einzigen Grund reduzieren. Es ist vielmehr die besondere Mischung, die den Reiz ausmacht. Der historische Beutnerhof präsentiert sich an diesem Tag nicht nur als landwirtschaftlicher Familienbetrieb, sondern als Treffpunkt für Genießer, Familien und Menschen aus der ganzen Region. Im Mittelpunkt stehen die hochwertigen Beutnerhoferzeugnisse aus eigenem Anbau – ergänzt durch praktische Tipps zur Zubereitung und viele Gespräche mit der Kundschaft. Gleichzeitig herrscht eine Atmosphäre, die an ein Erntedank- oder Oktoberfest erinnert: Im Festzelt wird gefeiert, draußen laden Biergartenplätze rund um den Beutnerhof zum Verweilen ein.
Frische, regional erzeugte Ware für die Gastronomie
Dass dieses Konzept aufgeht, davon ist Thomas Beutner überzeugt. „Unsere Kundschaft schätzt das gut sortierte Angebot aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus eigenem Anbau. Dazu geben wir Tipps für die Zubereitung“, sagt er. Für den Gemüsebaubetrieb ist die Direktvermarktung seit Jahrzehnten weit mehr als ein Vertriebsweg – sie lebt vom persönlichen Kontakt zu den Kunden und vom Vertrauen in die Qualität der Produkte. Der Beutnerhof beliefert auch Einkaufsmärkte (EDEKA Grünbauer in Weiden) und Gaststätten in der Region mit saisonalem und erntefrischem Gemüse. „Wer seine Küche durch regionale und hochwertige Ware verfeinern will, kann jederzeit bei mir anfragen“, wirbt Beutner bei interessierten Gastronomiebetrieben.
Im Hofverkauf steht auch noch Frieda Beutner hinter der Verkaufstheke. Mit ihren über 92 Lenzen ist die Seniorchefin noch immer fester Bestandteil des Familienbetriebs – und für viele Stammkunden längst ebenso ein Markenzeichen des Beutnerhofs wie das schmackhafte Gemüse. Eine süße Leckerei gibt es ebenfalls bei den Beutners: Bruder Mathias kümmert sich um 30 Bienenvölker, die Honig in vielen Variationen liefern.
Termine von und mit dem Beutnerhof
Hofverkauf
Dienstag, 16-18 Uhr
Samstag, 9-12 Uhr
Vom 6.- 31. Oktober gehobeltes Weißkraut
Öffnungszeiten in diesem Zeitraum:
Dienstag bis Freitag: 9 -12 Uhr und 14.30 – 17 Uhr
Samstag: 9–12 Uhr
Bauernmarkt am Beutnerhof
Freitag, 15–17 Uhr
Folgende Anbieter sind unter anderem beim Bauernmarkt vertreten:
- Bäckerei Zach, Luhe-Wildenau
- Metzgerei Schneider, Tännesberg (Rotes Höhenvieh)
- Fischzucht Kleber, Guteneck (heimische Fische, frisch und geräuchert)
- Käserei Wohlfahrt, Edelsfeld (regionale und überregionale Käsespezialitäten)
- Scharrer, Pirk (Zitrusbäume und Zitrusfrüchte)
- Ehenfelder Wildspezialitäten (nach Saison)
Märkte von Juli bis Dezember
Weidener Bauernmarkt: Mittwoch, Samstagvormittag
Tirschenreuther Wochenmarkt: Donnerstagvormittag
23. Hoffest am Beutnerhof in Etzenricht
Wann? Sonntag, 27. September 2026, 11.30 Uhr – 18 Uhr
Beheiztes Festzelt, leckere Überraschungen aus dem historischen Backofen, frisches Gemüse direkt vom Hof, Zier- und Halloweenkürbisse, Kuchenbuffet, Bratwürste, Kürbissuppe, musikalische Unterhaltung, Hüpfburg.
Einkaufen und Plaudern in besonderer Stimmung
Trotz der anhaltenden Trockenheit, die den Feldern schwer zusetzt und vielen Gemüsebauern zu schaffen macht, ist Beutner zuversichtlich, dass er seine Kundinnen und Kunden auch in diesem Jahr nicht enttäuschen muss. Wer den Beutnerhof besucht, erledigt selten nur seinen Einkauf. Viele Kunden bleiben auf ein Gespräch, tauschen Rezepte aus oder erkundigen sich nach der Ernte. Über Jahrzehnte ist solch eine außergewöhnliche Verbundenheit zwischen der Familie Beutner und ihren Kunden entstanden – oft über mehrere Generationen hinweg. Thomas Beutner sieht darin weit mehr als bloße Kundentreue. „Es ist die ganz besondere Stimmung auf unserem Bauernmarkt, den Wochenmärkten und in unserem Hofladen, die die einfachen Dinge zu etwas Wertvollem macht.
Man kennt sich beim Beutnerhof-Bauernmarkt, der immer freitags von 15 bis 17 Uhr zahlreiche Kundinnen und Kunden anzieht. Sowohl für die Anbieter als auch für die Besucher ist der Markt ein willkommener Anlass, etwas zu plaudern, einen Kaffee zu trinken und sich dann mit frischer, regionaler Ware einzudecken. Selbst an diesem Freitag, bei brütend heißen 36 Grad, ließen es sich viele Stammkundinnen nicht nehmen, von Bude zu Bude zu schlendern und sich mit Ware einzudecken. Währenddessen wird mit Hans, Thomas, Mathias oder einem der Standbetreiber auch das eine oder andere Pläuschchen gewagt, ehe man sich die Taschen mit all den gesunden Leckereien füllt.
Ehrlichkeit, Qualität, Respekt vor der Natur
Diese Nähe spiegelt sich auch in der Philosophie des Familienbetriebs wider. Thomas Beutner bewirtschaftet seine Flächen so naturnah und handwerklich wie möglich. Schädlinge bekämpft er mit natürlichen Mitteln. So hat er auf seinem Salatfeld Schafwolle ausgebracht, um so den Rehen den Geschmack an den kleinen Pflänzchen zu verderben. Im Gewächshaus schrecken Schlupfwespen, Kresse oder Lavendel unerwünschte Gäste ab.
Im Mittelpunkt der Beutners stehen Ehrlichkeit, Qualität und der respektvolle Umgang mit der Natur. „Wir schauen unseren Kunden jeden Tag direkt in die Augen. Von vielen kennen wir nicht nur den Namen, sondern oft auch ihre Familiengeschichte. Daraus ist ein echtes Vertrauensverhältnis entstanden“, erzählt Thomas Beutner. Dieses Vertrauen wolle der Betrieb mit einem konsequenten Qualitätsversprechen rechtfertigen. „Unser Gemüse darf auch einmal krumm sein oder unterschiedlich groß ausfallen. Dafür greifen wir so wenig wie möglich in die Natur ein und nehmen Rücksicht auf die Umwelt.“
Sauerkraut und Kürbisse
Ein Pflichttermin: Im Oktober können sich Fans, die ihr Sauerkraut selbst einstampfen wollen, auf dem Beutnerhof mit frisch gehobeltem Weißkraut versorgen. Wer sich die Arbeit daheim sparen möchte, kann natürlich bereits eingemachtes Sauerkraut im Hofladen kaufen. Dort findet man auch selbst Eingekochtes und Honig. Tja, und dann steht schon wieder Halloween vor der Tür. Was braucht man dazu? Richtig, einen Schnitz-Kürbis, auch den kann man sich in Etzenricht holen. Der Beutnerhof ist ab Ende September ein wahres Kürbisparadies. Die verschiedensten Sorten werden angebaut, darunter der Hokkaido, einer der beliebtesten Speisekürbisse. „Wir haben Kürbisse von zwei bis 25 Kilo“, sagt Thomas Beutner. „Da kommt jeder auf seine Kosten, ob zum Kochen oder für die Halloween-Party.“
Gleichzeitig scheut der Gemüsebauer nicht den Blick über den Tellerrand. Neben klassischen Kulturen wie Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln oder Sellerie wachsen auf seinen Feldern inzwischen auch Süßkartoffeln, Süßmais und sogar Wassermelonen. Mit neuen Ideen und dem Mut zum Experiment entwickelt Thomas Beutner den traditionsreichen Familienbetrieb behutsam weiter – ohne dabei seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
















