Strom, Wasser, Freizeitspaß: Die Stadtwerke Weiden sorgen dafür, dass alles läuft
Strom, Wasser, Freizeitspaß: Die Stadtwerke Weiden sorgen dafür, dass alles läuft
Ein Griff zum Lichtschalter, Wasser aufdrehen, die Heizung einschalten – vieles im Alltag funktioniert so selbstverständlich, dass kaum jemand darüber nachdenkt, was eigentlich dahintersteckt. Damit in Weiden Strom fließt, Wasser aus dem Hahn kommt, Erdgas sicher ankommt und Abwasser wieder verschwindet, ist im Hintergrund ein komplexes Netz aus Leitungen, Anlagen, Technik und Menschen im Dauereinsatz.
Schwimmen, Eislaufen, relaxen
Genau hier liegt die Aufgabe der Stadtwerke Weiden. Das Kommunalunternehmen sorgt nach eigenen Angaben tagtäglich für die Versorgung der Stadt mit den grundlegenden Ressourcen Wasser, Wärme und Energie. Hinzu kommen Aufgaben rund um Abwasser, Netze, Infrastruktur und das Freizeitzentrum an der Raiffeisenstraße.
Doch die Stadtwerke Weiden liefern weit mehr als Strom, Wasser und Energie. Zu ihren sichtbarsten und zugleich aufwendigsten Aufgaben gehört das Freizeitzentrum mit Thermenwelt, Schwimmbad und Eisstadion. Was für die Besucher nach Erholung, Sport und Freizeit aussieht, bedeutet hinter den Kulissen einen erheblichen organisatorischen und technischen Aufwand: Tausende Gäste kommen jedes Jahr, Anlagen müssen zuverlässig funktionieren und laufend gewartet werden. Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigen die vielen Stammgäste aus Weiden und der gesamten Region, die den Einrichtungen teilweise seit Jahren die Treue halten.
Energie muss jederzeit verfügbar sein
Strom gehört zu den Bereichen, bei denen die meisten Menschen erst merken, wie wichtig eine funktionierende Infrastruktur ist, wenn sie einmal ausfällt. Die Stadtwerke beliefern Haushalte und Gewerbekunden mit Strom und bieten neben Standardstrom auch den Naturstromtarif „ZENO“ an, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Gleichzeitig kümmern sie sich gemeinsam mit dem Netzbetrieb um die notwendige Infrastruktur für eine sichere Versorgung.
Auch Erdgas gehört weiterhin zum Versorgungsangebot. Dabei geht es nicht allein um den Verkauf von Energie. Als Netzbetreiber und Grundversorger steht für die Stadtwerke insbesondere die Sicherheit des Leitungsnetzes im Mittelpunkt. Selbst Hausanschlüsse, die derzeit nicht mehr genutzt werden, müssen regelmäßig überprüft werden.
800 Kilometer Leitungen unter der Stadt
Besonders eindrucksvoll wird die Dimension der täglichen Arbeit beim Blick unter die Straßen. Rund 800 Kilometer Versorgungsleitungen für Wasser und Abwasser verlaufen nach Angaben der Stadtwerke unter Weiden. Das Netz muss kontrolliert, gewartet, repariert und Schritt für Schritt erneuert werden. Allein in die Erneuerung investieren die Stadtwerke jährlich zwischen acht und zehn Millionen Euro; für Instandhaltung und Überwachung der Betriebsanlagen kommen weitere rund 16 Millionen Euro hinzu.
Beim Trinkwasser geht es dabei um eine der sensibelsten Aufgaben überhaupt: Qualität und Versorgungssicherheit müssen rund um die Uhr gewährleistet sein. Das Wasser stammt aus Schutzgebieten im Stadtgebiet und im Landkreis, deren Waldflächen eine natürliche Filterwirkung besitzen. Die Stadtwerke kümmern sich außerdem um Hausanschlüsse – sowohl bei bestehenden Gebäuden als auch bei Bauvorhaben.
Informationen über die Stadtwerke Weiden unter: https://www.stadtwerke-weiden.de/
Beschäftigte der Stadtwerke Weiden
Freizeitzentrum: 32
davon Thermenwelt: 26
davon Eisstadion: 6
Verwaltung: 78
Betriebshof mit Wasserwerk, Kläranlage und Kanal: 57
In diesen Zahlen sind derzeit 5 Auszubildende enthalten.
Elf Brunnen liefern sauberes Trinkwasser
Das Trinkwasser für Weiden kommt aus insgesamt elf Brunnen im Brunnenschutzgebiet im Norden der Stadt. Täglich fördern die Stadtwerke dort zwischen acht und zehn Millionen Liter Wasser. Seine erste Reinigung übernimmt dabei die Natur: Auf dem Weg durch verschiedene Bodenschichten wird das Wasser gefiltert und gelangt als Grundwasser in die tieferen Schichten. Das Ergebnis ist ein meist klares, kühles und weitgehend unbelastetes Wasser, das nur vergleichsweise wenig technische Aufbereitung benötigt. Ein weiterer Vorteil des Grundwassers: Die Brunnen reagieren deutlich weniger unmittelbar auf kurzfristige Wetterlagen als Oberflächengewässer. Auch längere Trockenperioden oder hohe Temperaturen wirken sich nicht sofort auf die Wasserversorgung aus.
Das Weidener Wasserwerk ist 2022 in Betrieb gegangen und wurde nach den aktuellen Regeln der Technik geplant und gebaut. „Wir versuchen ständig, den Betrieb in Bezug auf Energieverbrauch zu optimieren, aber gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu garantieren“, betont Betriebsleiter und Wassermeister Norbert Weiß. Das Weidener Trinkwasser profitiere von seinen geschützten Quellen. Die Brunnen liegen ausschließlich in Waldgebieten und seien damit vergleichsweise wenig Einflüssen aus Industrie und Landwirtschaft ausgesetzt. Das schafft gute Voraussetzungen für eine hohe und gleichbleibende Wasserqualität.
Gutes Trinkwasser beginnt nicht erst am Wasserhahn – sein Schutz beginnt dort, wo es gewonnen wird.
Norbert Weiß, Betriebsleiter und Wassermeister der Stadtwerke
Regelmäßige Untersuchungen nach strengen Vorgaben
Doch Qualität ist kein Selbstläufer. Laut Weiß werde das Trinkwasser regelmäßig und nach den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung untersucht. Zusätzlich überwachen die Stadtwerke laufend wichtige Parameter wie Temperatur, Trübung, Sauerstoffgehalt, pH-Wert und Leitfähigkeit. So können Veränderungen frühzeitig erkannt und die Qualität des Trinkwassers zuverlässig kontrolliert werden.
Auch bei der Versorgungssicherheit sieht sich Weiden derzeit gut aufgestellt. Weiß: „Die Stadt kann mit Trinkwasser in hervorragender Qualität und ausreichender Menge versorgt werden.“ Gleichzeitig bleibe der Schutz der Ressource eine gemeinsame Aufgabe. Jeder könne dazu beitragen – durch einen bewussten Umgang mit Wasser, aber auch durch den Schutz der Wasservorkommen. Dazu gehört insbesondere, die Vorgaben in den Wasserschutzgebieten zu beachten und Verunreinigungen der Umwelt möglichst zu vermeiden. „Denn gutes Trinkwasser beginnt nicht erst am Wasserhahn – sein Schutz beginnt dort, wo es gewonnen wird.“
Was passiert mit dem Abwasser?
Während sauberes Wasser ins Haus hineinfließt, muss verschmutztes Wasser zuverlässig wieder hinaus. Auch das gehört zu den Aufgaben der Stadtwerke. Rund vier Millionen Kubikmeter Schmutzwasser werden jährlich in der städtischen Kläranlage aufbereitet. Dafür stehen rund 285 Kilometer Rohrleitungen zur Verfügung.
In der Kläranlage endet die Arbeit allerdings nicht mit der Reinigung. Die Stadtwerke setzen dort auch auf Energiegewinnung: Bei der Schlammfaulung entstehen täglich rund 2500 Kubikmeter Biogas. In Blockheizkraftwerken werden daraus Strom und Wärme erzeugt. Die Eigenerzeugung kann laut Stadtwerken mehr als die Hälfte des elektrischen Leistungsbedarfs der Kläranlage abdecken. Damit wird aus einem vermeintlichen Abfallprodukt ein Teil des Energiekreislaufs.
Energieversorgung verändert sich
Die Aufgaben der Stadtwerke beschränken sich längst nicht mehr auf die klassischen Versorgungsbereiche. Unter dem Stichwort „Energiezukunft“ beschäftigen sie sich unter anderem mit Sonnenenergie, Wärme, Elektromobilität und dem Energiesparen. Auch private Ladestationen für Elektrofahrzeuge gehören zum Angebot.
Das zeigt, wie sehr sich die Arbeit eines kommunalen Versorgers verändert. Neben der zuverlässigen Versorgung mit bestehenden Energieträgern geht es zunehmend darum, Infrastruktur für neue Formen der Energieversorgung aufzubauen und Kunden bei diesem Wandel zu begleiten.
Viele Menschen, viele Aufgaben
Hinter all diesen Leistungen stehen rund 150 feste Mitarbeiter und fünf Auszubildende. Sie arbeiten nicht nur im technischen Bereich, sondern ebenso im Kundenservice, Vertrieb, in Werkstätten, Wasserwerk und Kläranlage sowie im Freizeitzentrum. Viele Beschäftigte kommen aus Weiden und der Region und sind seit Jahren im Unternehmen. Ein Teil der Arbeit bleibt für die Öffentlichkeit unsichtbar. Andere Aufgaben werden erst sichtbar, wenn irgendwo gebaut, eine Leitung erneuert oder eine Störung behoben werden muss. Die Stadtwerke informieren deshalb beispielsweise über aktuelle Baustellen und stellen für bestimmte Nutzergruppen auch digitale Planauskünfte für Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen bereit.
Und natürlich gehört auch der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern dazu. Über das Serviceportal lassen sich Kundenkonten verwalten, Rechnungen einsehen, Abschlagspläne ändern oder Zählerstände übermitteln. Bei Störungen gibt es einen eigenen Bereitschaftsdienst.
Erfolg ist, wenn alles reibungslos funktioniert
So gesehen sind die Stadtwerke Weiden weit mehr als ein Energieanbieter. Sie sind ein Stück städtischer Infrastruktur – und damit eine jener Einrichtungen, deren Arbeit im Idealfall kaum auffällt. Denn wenn morgens das Licht angeht, Wasser aus dem Hahn läuft und die Abwasserleitung funktioniert, zeigt sich der Erfolg ihrer Arbeit gerade darin, dass alles selbstverständlich wirkt.






