Der Mittelstand zeigt der Berliner Regierungskoalition die Gelbe Karte
Der Mittelstand zeigt der Berliner Regierungskoalition die Gelbe Karte
Insbesondere mit der 1000-Euro-Entlastungsprämie hätten die Regierungsparteien den Unmut der kleinen und mittleren Unternehmer sowie Selbstständigen auf sich gezogen. Viele Branchen und Betriebe können diese zusätzlichen Kosten nicht mehr stemmen und müssen ihre Beschäftigten enttäuschen. Gerade die Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen, die besonders auf diese Unterstützung angewiesen seien, würden durch diese Symbolpolitik leer ausgehen. Diese Beschlüsse reihten sich ein in eine mut- und wirkungslose Reformpolitik. Statt Zukunftslösungen gebe es Rezepte aus der vergangenen Zeit.
Die SPD hat die Arbeiter verloren, die CSU/CDU wird den Mittelstand verlieren.
Harald Gollwitzer, MU-Kreisvorstandschaft
Maßlos enttäuscht sind die Unternehmer von Bundeskanzler Friedrich Merz. „Die Stimmung ist noch schlechter als zum Ende der Ampel“, weiß Dr. Alexander Herzner, MU-Kreisvorsitzender. In einer aktuellen Umfrage im CDU-nahen Wirtschaftsbeirat kritisierten 96 Prozent der Unternehmer das Reformtempo. „Ein verheerender Wert, der die Sorge der Unternehmer vor der Zukunft zum Ausdruck bringt.“ Auch der Nordoberpfälzer Kreisverband der Mittelstandsunion, eine Arbeitsgemeinschaft der CSU mit bayernweit rund 4.000 Mitgliedern, habe kaum noch Zutrauen in diese Koalition, auch nicht in die eigene Partei.
„Notfallplan“ für den Mittelstand
Der MU-Landesvorstand hat dem CSU-Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Markus Söder einen „Notfallplan für den Mittelstand“ überreicht und ihn aufgefordert, diesen umgehend bei der Bundesregierung vorzulegen.
„Sind mit dieser Koalition die dringend erforderlichen Maßnahmen und Reformen nicht realisierbar, sollten die Union und Bundeskanzler Friedrich Merz eine andere Regierungsbildung prüfen,“ ist die Einschätzung des MU-Kreisvorstands.
Deshalb zeigt die MU den Regierungsparteien symbolträchtig die „gelbe Karte“. Sie hätten jetzt die letzte Chance, das Ruder herumzureißen. Siegfried Janner, stellvertretender Kreisvorsitzender MU: „Nicht nur in Fußball gilt: Nach Gelb kommt Rot. Und der Schiri pfeift schneller, als man glaubt. Dann stünden womöglich andere Mannschaften auf dem Feld, die mit extremer und rückwärtsgewandter Politik das Land an die Wand fahren.“
Wir geben dem Mittelstand eine Stimme
An alle Unternehmer, Firmenleitungen und Unterstützer: Schreiben Sie uns, wenn Sie die Aktion der Mittelstandsunion unterstützen wollen und der Regierung die „gelbe Karte“ zeigen.
Gerne kommen wir auch bei Ihnen vorbei und Sie können Ihre Meinung und Vorschläge beim OberpfalzEcho formulieren.
Kontakt per E-Mail an redaktion@oberpfalzecho.de oder telefonisch unter 0961/200969-60.


