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Helle Nachtarbeiten am Ostbayernring bei Weiden an A93

Windischeschenbach. Am Ostbayernring stehen in den Nächten vom 23. März bis 26. März Spezialseilzüge an. Die Masten nahe der Autobahn A93 werden hell ausgeleuchtet. Grund ist die sichere Querung von Waldnaab und Bahn.

Windischeschenbach. Am Ostbayernring stehen in den Nächten vom 23. März bis 26. März Spezialseilzüge an. Die Masten nahe der Autobahn A93 werden hell ausgeleuchtet. Grund ist die sichere Querung von Waldnaab und Bahn.
Ostbayernring: Der Mast 170 wird nachts beleuchtet. Foto: TenneT Germany

Helle Nachtarbeiten am Ostbayernring bei Weiden an A93

Ein sicherer Spezial-Seilzug erfordert in den Nächten vom 23. März bis zum 26. März hell ausgeleuchtete Masten parallel zur Waldnaabtalbrücke der Autobahn A93.

Nächtlicher Seilzug am Ostbayernring bei der Autobahn A93

Für den Bau des neuen Ostbayernrings führt der Bayreuther Netzbetreiber TenneT Germany in der zweiten Märzhälfte besondere Arbeiten zur Querung der Waldnaab und der Bahnstrecke Weiden–Windischeschenbach durch. Um das Tal der Waldnaab sowie die parallel verlaufende Bahnstrecke sicher zu queren, muss ein besonderes Schutznetz gezogen werden. Da für diese Bahnstrecke im März keine Sperrpause zur Verfügung steht, werden wesentliche Schritte des Seilzugs in die Nachtstunden von Montag, 23. März, bis Donnerstag, 26. März, verlegt. Für diese Arbeiten werden die Masten 166 (südlich der Anschlussstelle Windischeschenbach) bis 173 (südlich von Scherreuth), die in rund 120 Metern Entfernung zur Autobahn A93 stehen, hell ausgeleuchtet.

Beleuchtung in den Nachtstunden

Der Seilzug auf der unteren Traverse kann nur in den zugfreien Zeitfenstern und deshalb ausschließlich nachts zwischen etwa 23 Uhr und 5.30 Uhr erfolgen. Während dieser Arbeiten werden die betroffenen Masten intensiv und redundant ausgeleuchtet. Unter anderem kommen sogenannte Lichtgiraffen und Leuchtballons zum Einsatz. Die helle Beleuchtung wird von der nahegelegenen Autobahn A93 deutlich sichtbar sein.

TenneT ist sich der erhöhten Wahrnehmung bewusst und betont, dass die Sicherheit aller Beteiligten oberste Priorität hat. Sämtliche Maßnahmen werden frühzeitig, eng und fortlaufend mit der Deutschen Bahn sowie mit der Autobahn GmbH abgestimmt. Ziel ist es, sowohl den Bahn- als auch den Autobahnverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Schutznetz und Zeitplan der Bauarbeiten

Die Nachtarbeiten sind erforderlich, da der neue Ostbayernrings an dieser Stelle eine nicht elektrifizierte Bahnstrecke unter besonders anspruchsvollen topografischen und naturschutzfachlichen Bedingungen quert. Anstelle eines Schutzgerüsts kommt nach dem nächtlichen Seilzug ein geprüftes Schutznetz zum Einsatz, das später tagsüber installiert wird und den Kreuzungsbereich sowie das weitere Waldnaabtal vollständig sichert. Erst nach Einbau dieses Netzes auf den Leiterseilen der untersten Traverse können die weiteren Seilzüge auf den oberen Traversen wieder regulär am Tag erfolgen. Die Nachtarbeiten sollen Ende der Kalenderwoche 13 abgeschlossen sein. Ein erster Testlauf wurde in der Nacht vom 18. auf den 19. März absolviert, um mögliche Blendwirkungen für Verkehrsteilnehmende der Autobahn A93 auszuschließen.

Technik und Sicherheit beim Seilzug

Für den speziellen Ablauf nutzt TenneT moderne und erprobte Technik: Das Vorseil wurde bereits in der Kalenderwoche 11 tagsüber in zugfreien Pausen mittels Drohne eingezogen und anschließend durch ein stärkeres Vorseil ersetzt. Die eigentlichen Leiterseile werden im nächsten Schritt unter definierten Zugkräften durch spezielle Winden eingezogen, sodass sie weder den Boden noch Zwischenhindernisse berühren. Redundante mechanische Sicherungen, darunter spezielle Klemmen, verhindern zudem ein unbeabsichtigtes Nachrollen der Seile in den Bahnraum. Alle am Einsatz beteiligten Monteursteams erhalten eine gesonderte Unterweisung für Nachtarbeiten sowie für den Einsatz zum Ziehen des Schutznetzes.

Grammer Solar
Grammer Solar

Mit den jetzt anstehenden Arbeiten setzt TenneT einen weiteren Meilenstein zur termingerechten Fertigstellung des Ostbayernrings. Die Gesamtinbetriebnahme soll planmäßig im Sommer 2026 erfolgen.

Nachtarbeiten am Ostbayernring. Foto: TenneT Germany Foto: TenneT Germany

Hintergrund Ostbayernring

Der Ostbayernrings ist eine rund 185 Kilometer lange Höchstspannungsleitung zwischen Redwitz und Schwandorf. TenneT ersetzt die bestehende 220-kV-Leitung durch eine leistungsstarke 380-kV-Verbindung, um die Netzstabilität in Bayern zu erhöhen und die Integration erneuerbarer Energien sicherzustellen. Der Ersatzneubau erfolgt in mehreren Abschnitten und im laufenden Betrieb. Nach Fertigstellung wird der Ostbayernrings wesentlich mehr Strom übertragen können und so einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Süddeutschland leisten.

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