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NEW Perspektiven: Wo aus Streuobst eine Familiengeschichte wird

[Advertorial] Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Zwischen Apfelbäumen, Mosterei und Brennkessel zeigt sich, wie lebendig Tradition sein kann. Auf dem Streuobsthof Bernhard bei Leuchtenberg verarbeitet Familie Bernhard die Früchte ihrer eigenen Wiesen zu Säften, Aufstrichen, Sirupen, Likören und Destillaten. Mittendrin: Monika Hirtreiter. Sie ist mit dem Betrieb aufgewachsen, hat ihr Handwerk von Grund auf gelernt und ist nach Jahren außerhalb der Region bewusst nach Hause zurückgekehrt.

[Advertorial] Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Zwischen Apfelbäumen, Mosterei und Brennkessel zeigt sich, wie lebendig Tradition sein kann. Auf dem Streuobsthof Bernhard bei Leuchtenberg verarbeitet Familie Bernhard die Früchte ihrer eigenen Wiesen zu Säften, Aufstrichen, Sirupen, Likören und Destillaten. Mittendrin: Monika Hirtreiter. Sie ist mit dem Betrieb aufgewachsen, hat ihr Handwerk von Grund auf gelernt und ist nach Jahren außerhalb der Region bewusst nach Hause zurückgekehrt.
Foto: Landratsamt Neustadt an der Waldnaab

NEW Perspektiven: Wo aus Streuobst eine Familiengeschichte wird

Die Geschichte beginnt lange bevor es den heutigen Streuobsthof gab. 1986 schaffte Josef Bernhard auf Initiative seines Großvaters eine kleine Packpresse an. Die Äpfel und Birnen aus dem eigenen Obstgarten sollten nicht einfach liegen bleiben, sondern zu eigenem Saft werden.

Vier Jahre später baute er gemeinsam mit seinen Brüdern einen Durchlauferhitzer. Damit konnte der Saft pasteurisiert und direkt in Flaschen abgefüllt werden. 2001 entstanden in Steinach mehrere Streuobstwiesen mit alten Obstsorten, 2002 zog auch die Mosterei dorthin. Schließlich gründete Maria Bernhard 2012 den Streuobsthof Bernhard.

Aus einer Idee für den Eigenbedarf war Schritt für Schritt ein regionaler Familienbetrieb entstanden.

Alte Sorten bekommen eine neue Zukunft

Rund um den Hof wachsen heute zahlreiche Obstsorten. Neben Äpfeln und Birnen finden sich auch weniger alltägliche Früchte wie Mispeln, Aroniabeeren oder Kornelkirschen. Nach Angaben eines aktuellen Oberpfälzer Einkaufsführers umfasst der Bestand rund 500 gepflegte Obstbäume.

Aus den Früchten entstehen naturreine Säfte, Fruchtaufstriche, Sirupe, Liköre, Apfelchips und verschiedene Destillate. Dabei bestimmt nicht allein ein Produktionsplan das Sortiment. Gerade bei den Bränden arbeitet der Hof nach dem, was die eigenen Wiesen hergeben. Wetter, Reife und Ertrag entscheiden deshalb mit darüber, welche Spezialitäten in einem Jahr verfügbar sind.

Genau darin steckt ein Stück Streuobstkultur: Früchte werden nicht auf Einheitlichkeit getrimmt. Verarbeitet wird, was vor Ort wächst.

Vom Streuobstkind zur Fruchtsaftexpertin

Für Monika Hirtreiter war diese Welt schon als Kind Alltag. Sie half bei der Obsternte und beim Keltern. Nach der Realschule und einem Praktikum stand für sie fest, dass sie beruflich in diese Richtung gehen wollte.

In Weihenstephan absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik. Anschließend sammelte sie Berufserfahrung in Keltereien und Brennereien in Oberbayern. Später bildete sie sich in München zur Getränkebetriebsmeisterin weiter. 2018 kehrte sie dauerhaft nach Steinach zurück.

Die Rückkehr war dabei kein Schritt zurück. Im eigenen Familienbetrieb eröffneten sich Möglichkeiten, selbst Produkte zu entwickeln, Neues auszuprobieren und das über Jahrzehnte gewachsene Wissen mit eigenen Ideen zu verbinden.

Wenn aus Obst nicht einfach nur „Schnaps“ wird

Ein Bereich liegt Monika Hirtreiter besonders: die Brennerei. 2016 wurde auf dem Hof eine eigene Brennanlage angeschafft und die Edel-Destillat-Manufaktur Bernhard entstand. Die Früchte für die Destillate stammen aus eigenem Anbau. Nach der Verarbeitung zur Maische folgt eine vier- bis sechswöchige Gärung. Anschließend wird traditionell mit Holzfeuer destilliert. Langsames Brennen soll möglichst viel vom ursprünglichen Aroma der Früchte erhalten.

Dass hinter dem Brennkessel einiges an Fachwissen steckt, zeigen auch die Prämierungen. Bei einer Teilnahme an der Bayern-Brand-Prämierung erhielten sowohl der A6 Gin als auch das Kirschwasser des Betriebs Silber.

Monika Hirtreiters Weg und ihre Arbeit brachten den kleinen Betrieb aus Steinach zudem schon über die Region hinaus ins Rampenlicht. 2020 stellte der Bayerische Rundfunk sie in der Sendung „Landfrauenküche“ vor.

Eigenes Obst rein, eigener Saft raus

Der Streuobsthof verarbeitet nicht ausschließlich die eigene Ernte. Auch Besitzer privater Obstbäume können Äpfel, Birnen und Quitten in die Mosterei bringen. Der ursprüngliche Gedanke des Betriebs ist bis heute erhalten geblieben: Aus dem angelieferten Obst soll der eigene Saft entstehen. Kunden können die Verarbeitung vor Ort verfolgen.

Damit bekommt auch der Obstbaum im eigenen Garten wieder einen Wert. Was sonst möglicherweise als Fallobst enden würde, kann als Saft zurück nach Hause kommen.

Ein Hof wird zum Erlebnisort

Gleichzeitig ist der Streuobsthof längst mehr als eine Produktionsstätte. Auf Anfrage gibt es Führungen durch Streuobstwiesen, Mosterei und Schaubrennerei. Dazu können Verkostungen sowie Brotzeiten oder Kuchen angeboten werden. Die Produkte werden im eigenen Hofladen, online und über zahlreiche regionale Verkaufsstellen vertrieben.

Wie groß das Interesse am Thema Streuobst ist, zeigte sich beim Streuobsttag 2024: Rund 3.000 Besucher kamen nach Steinach. Mehr als 20 Aussteller beteiligten sich an dem Regionalmarkt rund um Landwirtschaft, Natur und regionale Produkte.

Damit wird aus den Wiesen rund um den Hof auch ein Ort der Begegnung.

Tradition erhalten heißt nicht stehen bleiben

Genau diese Verbindung aus Herkunft und neuen Ideen passt zur Reihe „Landleben neu denken“ von NEW Perspektiven. Sabrina Winderl und Christian Pfaffinger sprechen darin mit Menschen aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab über ihre Ideen, ihren Alltag und darüber, wie sie ihr Leben auf dem Land gestalten.

Streuobstwiesen stehen für alte Sorten und traditionelle Kulturlandschaft. Auf dem Streuobsthof Bernhard treffen sie gleichzeitig auf Direktvermarktung, Onlineshop, Produktentwicklung und professionelles Lebensmittelhandwerk.

Vielleicht ist genau das eine moderne Form des Landlebens: nicht zwischen Tradition und Zukunft entscheiden zu müssen, sondern beides miteinander zu verbinden. In Steinach beginnt diese Geschichte jedes Jahr wieder am selben Ort – draußen zwischen den Obstbäumen.

Streuobsthof Bernhard

Streuobsthof Bernhard
Steinach 3
92705 Leuchtenberg

Angebot: Streuobstsäfte, Fruchtaufstriche, Sirupe, Liköre, Edel-Destillate, Mosterei, Hofladen sowie Führungen und Verkostungen.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage vom Streuobsthof.