Ortsversammlungen in Neustadt beleuchten Holzmarkt 2025 und EUDR

Ortsversammlungen in Neustadt beleuchten Holzmarkt 2025 und EUDR
Begrüßung und Rückblick der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt Nord
Im Rahmen der diesjährigen Ortsversammlungen der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt Nord w. V. begrüßte der erste Vorstand Mathias Sperber zahlreiche Mitglieder, Vorstandsmitglieder sowie Ehrengäste. In seiner Eröffnung blickte er auf das vergangene Jahr 2025 zurück und dankte den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern ausdrücklich für ihre gute Zusammenarbeit und die kontinuierliche Holzbereitstellung. Besonders hob er die große Unterstützung der Mitglieder hervor, die trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen zuverlässig Holz lieferten.
Ein weiterer Programmpunkt war der kurze Jahresrückblick, in dem unter anderem die Infofahrt in den Frankenwald angesprochen wurde. Diese bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle forstliche Entwicklungen und Herausforderungen.
Im Anschluss übernahm Geschäftsführer Bastian Träger, teilweise vertreten durch Alois Röckl, den fachlichen Teil der Versammlung mit einem umfassenden Überblick über die Holzmarktsituation 2025.
Rückblick auf das Holzjahr 2025
Der Winter 2024/2025 verlief ungewöhnlich mild, ohne nennenswerten Frost, Schneebruch oder Windwurf. Die Holzpreise zeigten sich zu Jahresbeginn leicht steigend, jedoch gestaltete sich die Abfuhr stellenweise zögerlich.
Das Frühjahr war geprägt von ausgeprägter Trockenheit, was zu Ausfällen bei Pflanzungen führte. Zusätzlich wirkten sich Nachwirkungen von Marktereignissen sowie große Waldlager auf eine verhaltene Holzabfuhr aus. Positiv hervorzuheben war das nahezu vollständige Ausbleiben von Borkenkäferschäden.
Der Sommer wurde als kühl und niederschlagsreich wahrgenommen. Auch in dieser Phase blieb der Wald weitgehend von Schädlingsbefall verschont, allerdings ging der Einschlag insgesamt zurück. Der Absatz von Sägeholz schwächte sich ab, und die Preise gaben im Spätsommer leicht nach. Im Herbst und Winter hingegen stiegen die Holzpreise wieder deutlich an. Gleichzeitig war zu wenig Rundholz am Markt verfügbar, was teilweise zu Kurzarbeit bei Sägewerken führte. Die Nachfrage nach Frisch- und Käferholz nahm wieder zu.
Aktuelle Marktsituation
Aktuell ist die Rundholzversorgung angespannt. Während die Rundholzpreise auf einem hohen Niveau liegen, bleibt die Nachfrage nach Schnittholz verhalten. Dennoch kann Holz derzeit gut vermarktet werden, insbesondere im Zusammenhang mit Waldumbau und Pflegemaßnahmen. Fichte und Kiefer sind weiterhin stark nachgefragt, wobei Fixlängen und Langholz zu gleichen Preisen gehandelt werden. Geschäftsführer Träger betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig eine frühzeitige Rücksprache mit der FBG vor Hiebsbeginn ist, insbesondere zur Abstimmung von Sortimenten und Aushaltung.
Neue rechtliche Rahmenbedingungen
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte (EUDR) sowie der EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO). Die Teilnehmenden wurden über den aktuellen Stand, mögliche Verschiebungen und die voraussichtlichen Auswirkungen auf Waldbesitzer informiert. Für die meisten privaten Waldbesitzer gelten verlängerte Übergangsfristen, dennoch wurde empfohlen, sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinanderzusetzen.
Hinweise für die Praxis
Abschließend gab die Geschäftsführung praktische Hinweise für die Holzbereitstellung, unter anderem zu Mindestmengen, sauberer Sortierung, getrenntem Lagern der Baumarten sowie zur Vorbereitung von Rückegassen, Lagerplätzen und Zufahrten.
Mit einem Dank an alle Anwesenden für ihr Interesse und ihre Mitarbeit endeten die Ortsversammlungen der FBG Neustadt Nord w. V.




