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Professor Dr. Raphael Lechner über: Exergie und Anergie

Grafenwöhr. Neben Dank und Anerkennung der Ehrenamtlichen und vielen engagierten Leuten gab es beim Neujahrsempfang der Stadt auch Wissenswertes über Erneuerbare Energien.

Professor Dr. Raphael Lechner über: Exergie und Anergie

Professor Dr. Raphael Lechner beleuchtete beim Neujahrsempfang der Stadt Grafenwöhr die Zukunft zum Thema: „Energie“. Foto: Renate Gradl

Bürgermeister Edgar Knobloch stellte Dr. Raphael Lechner vor, den diesjährigen Redner beim Neujahrsempfang. Er ist Professor für digitale Energiesysteme und Sektorkopplung an der OTH Amberg-Weiden, am Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik.

Schlimme Erinnerungen bei den Blackouts

Der Gastredner stellte die Fragen: „Was ist Energie und wie erfahren wir sie überhaupt?“ – Es gebe eine nützliche Energie, die Exergie genannt wird, und eine Anergie, die wir nicht nutzen können. Als Beispiel wurde der Raum in der Stadthalle genannt, der zwar voller Energie ist. Trotzdem könne damit kein Licht angemacht oder etwas gekocht werden. Exergie dagegen ist zu 100 Prozent nutzbare Energie, wie beispielsweise Brennstoffe oder Elektrizität. Der Redner erinnerte an die Blackouts in Berlin, Spanien und Portugal sowie an die Energiekrise von 2021 bis 2023.

Klimaneutral im Jahr 2045 ?

Aber er machte auch Mut, da die Exergie in Form von Strom aus Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft hier bei uns vor Ort bereitgestellt werden kann. Über die sogenannte Sektorkopplung könnten wir aus Strom auch andere Energieformen bereitstellen. Mit Wärmepumpen könne aus Strom Wärme gemacht werden. Eine Schlüsselrolle für die Energiewende spielen außerdem Netze und Speicher. Angesprochen wurde zudem eine Nutzung von Wasserstoff. „Die erneuerbaren Energien sollen intelligent ausgebaut werden und bis 2045 oder 2050 soll das Energiesystem komplett klimaneutral umgestellt sein“, so das Ziel.

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