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Ohne Zuwanderung keine Zukunft - Wie das Fachkräftezentrum die Region stärkt

[Advertorial] Tirschenreuth/Weiden. Der Fachkräftemangel ist längst in der Nordoberpfalz angekommen und betrifft nahezu alle Branchen. Während Betriebe händeringend Nachwuchs suchen, baut das Fachkräftezentrum in Tirschenreuth Brücken in alle Welt. Projektleiter David Runschke erklärt im Interview, wie Betriebe und Auszubildende unterstützt werden.

[Advertorial] Tirschenreuth/Weiden. Der Fachkräftemangel ist längst in der Nordoberpfalz angekommen und betrifft nahezu alle Branchen. Während Betriebe händeringend Nachwuchs suchen, baut das Fachkräftezentrum in Tirschenreuth Brücken in alle Welt. Projektleiter David Runschke erklärt im Interview, wie Betriebe und Auszubildende unterstützt werden.
Projektleiter David Runschke, Fachkräftezentrum. Foto: Bernd Stengl, Kreisentwicklung Neustadt/WN

Ohne Zuwanderung keine Zukunft - Wie das Fachkräftezentrum die Region stärkt

Wer trägt das Fachkräftezentrum und wie ist es organisatorisch angebunden?

David Runschke: Wir sind von den drei Gebietskörperschaften Neustadt, Tirschenreuth und Weiden getragen und an das Landratsamt Tirschenreuth angegliedert.

Wie wird die Arbeit des Fachkräftezentrums finanziert?

Runschke: Die Förderung erfolgt durch den Migrationsfonds der Europäischen Union (AMIF) und die Bundesagentur für Arbeit. Ziel ist dabei die Integration von Drittstaatlern, also Menschen von außerhalb der EU.

Warum ist die Arbeit des Fachkräftezentrums überhaupt notwendig?

Runschke: Unser Handlungsauftrag ergibt sich ganz klar aus der demografischen Entwicklung: Jedes Jahr gehen in der Nordoberpfalz rund 1.000 Menschen mehr in Rente, als junge Menschen die Schule verlassen. Aus der eigenen Bevölkerung heraus können wir den Bedarf an Arbeitskräften nicht mehr decken – damit leidet die Wirtschaft extrem.

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Welche Maßnahmen ergreifen die Landkreise bereits gegen diese Entwicklung?

Runschke: Die Landkreise haben einige Programme, um Abwanderung zu vermeiden oder Menschen zur Rückkehr zu bewegen. Das Fachkräftezentrum soll einen Beitrag leisten und Menschen aus aller Welt für unsere Region begeistern.

In welchen Bereichen werden besonders Fachkräfte benötigt?

Runschke: Ausbildung ist der beste Weg, weil wir dann genau die Fachkräfte bekommen, die wir brauchen. Der Schwerpunkt liegt aktuell – neben der Pflege – vor allem im gewerblich-technischen Bereich, Metallbau und in der Elektrotechnik. Gerade in diesen Branchen fällt es kleinen und mittleren Unternehmen schwer, Auszubildende zu gewinnen. Das Handwerk kommt nächstes Jahr dazu.

Wie läuft die eigentliche Anwerbung der Fachkräfte ab?

Runschke: Die Anwerbung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit und deren Fachstellen. Ein ganz wichtiger Punkt dabei ist die Faire Migration, die sicherstellt, dass die Verfahren transparent, gerecht und menschenwürdig ablaufen.

Welche Rolle übernimmt das Fachkräftezentrum dabei konkret?

Runschke: Unsere Aufgabe ist vor allem die Beratung und das Kümmern. Wir betreuen die neuen Auszubildenden direkt ab ihrer Ankunft. Wir erledigen mit ihnen bürokratische Schritte, versuchen, passende Vereine am Wohnort zu suchen und betreuen die Auszubildenden auch als Gruppe. Eine Gemeinschaft aus Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation schafft ein stabiles soziales Umfeld – und genau diese Stabilität ist die Grundlage für eine erfolgreiche Integration in Betrieb und lokale Gesellschaft. Zudem vermitteln wir geeignete Sprachkurse – wie aktuell bei den Volkshochschulen oder dem Kolping Bildungswerk.

Unterstützen Sie auch die Unternehmen vor Ort?

Runschke: Ja, wir beraten auch die Betriebe, die Fachkräfte aus Drittstaaten anwerben möchten. Große Unternehmen können viele Prozesse über ihre Personalabteilungen selbst abwickeln. Kleine(re), oft inhabergeführte Betriebe brauchen dabei Hilfe, die wir geben.