Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Taxi-Zentrale Weiden
Taxi-Zentrale Weiden

Radiologie und Onkologie: Komplettlösungen aus Pressath helfen Menschen europaweit

Pressath. Wer an ein Bauunternehmen denkt, hat meist Wohnhäuser, Gewerbebauten oder Industriehallen vor Augen. Die Pravida Bau GmbH aus Pressath bewegt sich dagegen in einem Bereich, den nur wenige Firmen beherrschen: Sie plant und errichtet Strahlenschutzräume für Kliniken und radiologische Praxen – von der ersten Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe.

Radiologie und Onkologie: Komplettlösungen aus Pressath helfen Menschen europaweit

Blick in die Radiologie im Klnikum Weiden. Foto: Pravida Bau GmbH
Blick in die Radiologie im Klnikum Weiden. Foto: Pravida Bau GmbH
Eröffnung des Pravida-Strahlenschutzbunkers im Klinikum Villingen-Schwenningen. Foto: Pravida Bau GmbH
Linearbeschleuniger im Klinikum Villingen-Schwenningen. Foto: Pravida Bau GmbH
Der Pravida-Bunker im Klinikum Villingen-Schwenningen von außen und beleuchet. Foto: Pravida Bau GmbH
Blick in die Radiologie im Klnikum Weiden. Foto: Pravida Bau GmbH

Das Klinikum Weiden und das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen haben eines gemeinsam: Beide setzten bei anspruchsvollen Bauprojekten im Bereich Strahlenschutz auf die Pravida Bau GmbH aus Pressath. Das Unternehmen hat sich auf die Planung und schlüsselfertige Errichtung solcher Spezialbauten spezialisiert – ein Nischengebiet, das in Deutschland nur wenige Firmen beherrschen.

„Von der Planung über die Grundsteinlegung bis zum Dach und zur schlüsselfertigen Leistung laufen alle technischen Entscheidungen über mich“, sagt Oberbauleiter und Prokurist Eugen Keck. Gemeinsam mit einem eingespielten Netzwerk aus Statikern sowie Fachplanern für Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen für jede Klinik.

Eröffnung des Pravida-Strahlenschutzbunkers im Klinikum Villingen-Schwenningen. Foto: Pravida Bau GmbH
Eröffnung des Pravida-Strahlenschutzbunkers im Klinikum Villingen-Schwenningen. Foto: Pravida Bau GmbH

Jeder Strahlenschutzraum mit angebundener Praxis ist ein Unikat

Standardlösungen gibt es in diesem Bereich kaum. Bevor überhaupt gebaut wird, spricht Pravida mit den späteren Nutzern, Ärzten und Medizinphysikern. Denn moderne Strahlengeräte entwickeln sich ständig weiter. Was heute eingebaut wird, wird oft nach zehn bis zwölf Jahren ersetzt.

„Wir haben keine Glaskugel“, sagt Keck. „Aber wir können vorausschauend so bauen, dass spätere Generationen von Geräten berücksichtigt werden können.“

Dafür setzt Pravida auf eine spezielle Sandwichbauweise. Sie ermöglicht es, die Abschirmmaterialien bei Bedarf auszutauschen, ohne den kompletten Raum zurückbauen zu müssen. Sogar das Dach kann geöffnet werden, um die Verfüllung anzupassen und zu modifizieren, während der Innenausbau weitgehend erhalten bleibt.

Linearbeschleuniger im Klinikum Villingen-Schwenningen. Foto: Pravida Bau GmbH
Linearbeschleuniger im Klinikum Villingen-Schwenningen. Foto: Pravida Bau GmbH

Mehr Sicherheit als vorgeschrieben

Beim Strahlenschutz geht das Unternehmen bewusst einen Schritt weiter als gesetzlich gefordert. Die verwendeten Materialien wurden umfangreich geprüft und zusätzlich in eigenen Verfahren getestet. Hintergrund waren Erfahrungen aus früheren Projekten.

Pflege Oberpfalz
Pflege Oberpfalz

„Wir wollen genau wissen, welche Eigenschaften unsere Materialien haben und nicht nur auf Herstellerangaben vertrauen“, erklärt Keck.

Die exakten Berechnungen sorgen dafür, dass die späteren Sachverständigen-Abnahmen zuverlässig bestanden werden und gleichzeitig ausreichend Reserven für den jahrzehntelangen Betrieb vorhanden sind. „In allem 10 Prozent mehr zu leisten, als gefordert, sorgt für Puffer.“

Blick in die Radiologie im Klnikum Weiden. Foto: Pravida Bau GmbH
Blick in die Radiologie im Klnikum Weiden. Foto: Pravida Bau GmbH

Aus Erfahrung gelernt

Die ersten Strahlenschutzräume errichtete Pravida lediglich als Rohbau. Schnell zeigte sich jedoch, dass nachfolgende Gewerke häufig Schwierigkeiten mit den besonderen Anforderungen hatten.

Die Konsequenz: Seit rund 15 Jahren übernimmt das Unternehmen sämtliche Leistungen aus einer Hand – von der Planung über die Koordination aller Gewerke bis zur schlüsselfertigen Fertigstellung, für den Radiologen in der Münchner Innenstadt genauso wie für Kliniken.

Diese Erfahrung zahlt sich aus. Mehrere vergleichbare Projekte pro Jahr liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie sich Arbeitsabläufe in radiologischen Praxen und Strahlentherapien verbessern lassen.

„Wir bringen viele Vorschläge mit. Von der Anmeldung über den Wartebereich bis zur Behandlung kennen wir die Abläufe inzwischen sehr genau.“

Bauen, während Patienten behandelt werden

Eine besondere Herausforderung ist das Arbeiten im laufenden Klinikbetrieb. Untersuchungen und Behandlungen dürfen möglichst wenig beeinträchtigt werden. Gleichzeitig müssen Termine eingehalten und höchste Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

Nicht immer macht dabei die Materialversorgung mit. Lieferengpässe beschäftigen auch Pravida. „Man kann es nicht jedem zu hundert Prozent recht machen“, sagt Keck. „Bei einem Projekt haben wir statt der üblichen drei Wochen mehr als 16 Wochen auf Fliesen aus Italien warten müssen – weil für deren Herstellung Materialien aus der Ukraine nicht geliefert werden konnten.“

Spezialwissen aus der Oberpfalz

Dass ein vergleichsweise kleines Unternehmen aus Pressath europaweit Projekte dieser Größenordnung realisiert, zeigt, wie viel Spezialwissen in der Region vorhanden ist. Während andere Baufirmen den klassischen Hochbau bedienen, hat sich Pravida bewusst auf eine anspruchsvolle Nische konzentriert.

Für Eugen Keck ist dabei vor allem eines entscheidend: „Man braucht ein gutes Allgemeinwissen – von der Entwässerung bis zum Dachziegel. Nur wenn man das ganze Gebäude versteht, kann man Bauherren wirklich beraten.“

Genau dieses Verständnis macht Pravida heute zu einem gefragten Partner für Kliniken und radiologische Einrichtungen weit über die Oberpfalz hinaus und zu einem Arbeitgeber, der regional geerdet, aber durch Spezialwissen überregional gefragt ist.