Randkommune in der Metropolregion (3): Mobilität ohne Ideologie
Randkommune in der Metropolregion (3): Mobilität ohne Ideologie
Im dritten Teil der Podiumsdiskussion „Chancen einer Zusammenarbeit der Unternehmen in der Region mit der Metropolregion Nürnberg“ des „Arbeitskreises Wirtschaft und Arbeit“ der CSU Sulzbach-Rosenberg stehen Forschung, IHK und Wirtschaftsförderung im Fokus:
- Jörg Bruckner, IHK Amberg-Sulzbach
- Karlheinz Brandelik, Wirtschaftsförderung Amberg
- Hans-Jürgen Strehl, Stadt Sulzbach-Rosenberg
- Prof. Dr. Matthias Franke, Fraunhofer Institut
Elektromobilität sei wichtig, sagt Franke, „aber nicht die Antwort auf alles“. Gerade für Verkehrsträger wie Schiff und Flugzeug brauche es andere Lösungen. Für Regionen gehe es um funktionierende Systeme, nicht um Symbolpolitik.
Busse, Batterien und Brücken
Jörg Bruckner schildert konkrete Erfahrungen aus dem ÖPNV. 18 Elektrobusse seien bereits im Einsatz, ein ganzer Betriebstag mit einer Akkuladung sei möglich. Doch die Batterien auf den Dächern führten an manchen Brücken zu Problemen. Wasserstoff sieht Bruckner vor allem im Fernverkehr – mit entsprechender Infrastruktur.
Karlheinz Brandelik weist auf einen weiteren Effekt hin: Kaufkraft fließe schnell in die Metropole ab. Gleichzeitig seien viele Fachkräfte auf Pendelverbindungen angewiesen. Die Metropolregion sei damit Chance und Risiko zugleich.
Der nächste Schritt vor Ort
Hans-Jürgen Strehl verweist auf konkrete Ansatzpunkte: Schnellladesäulen, Pilotprojekte, Quartierslösungen. Im bevölkerungsreichsten Stadtteil Loderhof könne sich zeigen, wie Mobilität, Energie und Digitalisierung zusammengedacht werden. „Das dauert noch – aber wir sind gut aufgestellt.“
Ausblick Teil 4: Doch Mobilität und Energie sind nur ein Teil der Gleichung. Im finalen Teil geht es um geopolitische Krisen, Resilienz – und die Frage, was Sicherheitspolitik mit regionaler Wirtschaft zu tun hat.













