Kreisklasse West: Wer darf oder muss in die Relegation?
Kreisklasse West: Wer darf oder muss in die Relegation?
Kreisklasse West, 25. Spieltag
Freitag, 01.05.2026
SV Immenreuth (9) – FC Dießfurt (1)
Für den SV Immenreuth wird die Lage im Abstiegskampf immer brenzliger. Die Formkurve zeigt zuletzt nach unten – und ausgerechnet jetzt wartet mit dem FC Dießfurt der frischgebackene Meister der Kreisklasse. Entsprechend groß ist die Herausforderung für die Mannschaft von Trainer Matthias Müller. „Das wird natürlich verdammt schwierig, da wir momentan nicht in bester Verfassung sind“, so Müller vor der Partie. Dennoch will sich sein Team keinesfalls kampflos ergeben: „Wir geben nicht vorher auf und werden versuchen, Dießfurt zumindest einen Punkt abzunehmen.“ Gerade im Kampf um den Klassenerhalt zählt für Immenreuth jeder Zähler.
Ganz anders ist die Ausgangslage beim Gegner. Dießfurt konnte am vergangenen Spieltag die Meisterschaft und den Aufstieg perfekt machen und geht nun mit breiter Brust in die letzten beiden Spiele. Ein Ziel hat die Mannschaft von Trainer Martin Ruda aber weiterhin: Die Saison ungeschlagen beenden. „Wir wollen zumindest ungeschlagen bleiben“, betonte Henry Schraml, der allerdings auch auf einige angeschlagene Spieler im Kader hinwies. Damit treffen zwei Teams mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander: Während Immenreuth dringend Punkte im Abstiegskampf benötigt, will Dießfurt seine überragende Saison ohne Niederlage krönen. (Hinspiel 1:3)
Sonntag, 03.05.2026
SV 08 Auerbach II (11) – SVSW Kemnath (4)
Die zweite Mannschaft des SV 08 Auerbach steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf und benötigt dringend Punkte, um die Relegation zu vermeiden. Am Sonntag wartet jedoch mit dem SVSW Kemnath eine echte Herausforderung – ein Gegner, den Trainer Andreas Trenz als klaren Favoriten sieht: „Wir sind gegen eine der spielstärksten Mannschaften der Liga Außenseiter und müssen auf ein kleines Fußballwunder hoffen.“ Dennoch erinnert er daran, dass seine Elf auch gegen stärkere Teams bereits mithalten konnte und setzt auf den Heimvorteil als möglichen Faktor.
Kemnath reist allerdings mit viel Selbstvertrauen an. Die Mannschaft von Trainer Tobias Gradl hat zuletzt drei Siege in Folge ohne Gegentor eingefahren und schielt weiterhin auf Tabellenplatz drei. Dennoch wird der Gegner keinesfalls unterschätzt: „Mit neun Punkten aus den letzten vier Spielen ist die Form von Auerbach klar erkennbar. Wir sind absolut gewarnt“, so Gradl. Bereits im Hinspiel habe man gesehen, dass Auerbach II spielerisch stärker sei, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. Die Zielsetzung der Gäste ist dennoch eindeutig: Der positive Trend soll fortgesetzt werden. „Entscheidend wird sein, dass wir defensiv kompakt stehen und gleichzeitig mit Spielfreude auftreten“, betont Gradl. Damit treffen zwei Teams mit unterschiedlichen Ausgangslagen aufeinander: Auerbach kämpft ums sportliche Überleben, während Kemnath den Blick weiter nach oben richtet. (Hinspiel 1:4)
SV Riglasreuth (6) – SV Hahnbach II (3)
Der SV Riglasreuth kann im Saisonendspurt nicht nur für sich selbst, sondern auch für den Nachbarn aus Kemnath eine wichtige Rolle spielen. Mit einem Erfolg gegen die zweite Mannschaft des SV Hahnbach könnte man direkten Einfluss auf das Rennen um den Relegationsplatz nehmen. Die Rollen sind dabei jedoch klar verteilt: Die Elf von Trainer Rainer Wegmann geht als Außenseiter in die Partie. Dennoch hat Riglasreuth in dieser Saison bereits bewiesen, dass man gerade auf heimischem, eher kleinen Platz auch stärkere Gegner vor Probleme stellen kann.
Für Hahnbach II steht hingegen viel auf dem Spiel. Nach dem Abstieg in der Vorsaison hat sich die Mannschaft stabilisiert und mischt nun wieder oben mit. Ziel ist es, als bester Tabellendritter die Aufstiegsrelegation zu erreichen. Doch der Vorsprung auf Verfolger Kemnath ist knapp, sodass sich das Team von Trainer Christian Gäck keinen Ausrutscher erlauben darf. Entsprechend konzentriert dürfte Hahnbach in die Partie gehen, um die eigenen Ambitionen zu untermauern. Riglasreuth hingegen wird versuchen, mit Einsatz, Heimstärke und mannschaftlicher Geschlossenheit für eine Überraschung zu sorgen – und damit das Aufstiegsrennen noch einmal spannend zu machen. (Hinspiel 0:2)
SV Neusorg (2) – SC Schwarzenbach(14)
Der SV Neusorg geht mit Rückenwind in sein letztes Heimspiel der Saison. Nach der bereits gesicherten Vizemeisterschaft empfängt die Mannschaft den Tabellenletzten aus Schwarzenbach – doch trotz der klaren Rollenverteilung warnt Trainer Patrick Müller vor Nachlässigkeiten. „Gerade zuhause wollen wir einen überzeugenden Auftritt zeigen“, betont Müller. Es gehe darum, die positive Stimmung der vergangenen Wochen mitzunehmen und weiter Selbstvertrauen zu tanken – auch mit Blick auf die anstehende Relegation. Denn trotz der starken Saison ist das Ziel noch nicht vollständig erreicht: „Die Saison ist noch nicht vorbei.“
Ganz anders ist die Ausgangslage beim SC Schwarzenbach. Für die Gäste zählt im Abstiegskampf jeder Punkt, eine weitere Niederlage würde die Situation erheblich verschärfen. Spielertrainer Sebastian Urban spricht offen über die schwierige Lage: „Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand und mit Neusorg einen harten Brocken vor der Brust.“ Dennoch gibt sich seine Mannschaft kämpferisch: „Wir geben nicht auf und versuchen, etwas mitzunehmen.“ Damit treffen zwei Teams mit unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander: Neusorg will den Heimabschluss erfolgreich gestalten und sich für die kommenden Aufgaben ein gutes Gefühl holen, während Schwarzenbach um die letzte Chance kämpft, den Tabellenkeller noch zu verlassen. (Hinspiel 2:1)
SG DJK Seugast (5) – TSV Pressath (12)
Für die DJK Seugast steht im Saisonendspurt ein versöhnlicher Abschluss im Fokus. Als Tabellenfünfter kann die Mannschaft auf eine insgesamt ordentliche Spielzeit mit Höhen und Tiefen zurückblicken. Im letzten Heimspiel will das Team von Spielertrainer Florian Weiß noch einmal überzeugen: „Wir wollen das letzte Heimspiel positiv gestalten. Uns ist aber bewusst, dass es für Pressath um viel geht – es wird keine leichte Aufgabe.“ Auch personell bleibt abzuwarten, wer am Wochenende zur Verfügung steht.
Ganz anders ist die Ausgangslage beim TSV Pressath. Trotz ansprechender Leistungen nach der Winterpause spiegelt sich dies nicht im Punktekonto wider. Vor allem die Chancenverwertung bleibt das große Problem. Trainer Daniel Käß bringt es klar auf den Punkt: „Bis Saisonende werde ich mich wohl wiederholen – wir müssen gewinnen und über den Strich kommen. Alles andere zählt nicht.“ Für Pressath ist die Marschroute eindeutig: Nur ein Sieg hilft im Kampf um den Klassenerhalt wirklich weiter. „Es ist noch alles offen, aber wir müssen diesmal unsere Chancen nutzen“, so Käß weiter. Damit treffen zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Zielsetzungen aufeinander: Seugast will sich mit einem Heimsieg von den eigenen Fans verabschieden, während Pressath im Abstiegskampf dringend Punkte benötigt und entsprechend alles investieren wird. (Hinspiel 2:1)
VfB Mantel (8) – DJK Ebnath (7)
Der VfB Mantel möchte eine insgesamt ordentliche Saison mit einem positiven Heimabschluss krönen. Im Jubiläumsjahr gelang frühzeitig der Klassenerhalt, nun soll im letzten Heimspiel gegen die DJK Ebnath noch einmal ein Sieg her. Die Mannschaft von Trainer Michael Nordgauer will sich vor heimischem Publikum entsprechend verabschieden und die Spielzeit erfolgreich abrunden.
Bei den Gästen aus Ebnath ist die Situation deutlich schwieriger. Nach einer starken Herbstrunde läuft seit der Winterpause nur noch wenig zusammen. Dennoch hat Trainer Johannes Reiß, der den Verein nach der Saison verlassen wird, ein klares Ziel: „Sieglos wollen wir die Frühjahrsrunde nicht beenden.“ Dabei ist ihm bewusst, dass die Aufgabe in Mantel alles andere als einfach wird: „Mantel ist zuhause sehr kampfstark und körperbetont.“ Ein besonderes Augenmerk legt Reiß auf die Anfangsphase: „Wir müssen unsere Schlafmützigkeit in den ersten Minuten abstellen.“ Gleichzeitig sieht er auch eine Chance in der aktuellen Situation: „Im Endeffekt können wir frei aufspielen – ich hoffe, das wirkt sich positiv für uns aus.“ So treffen zwei Teams aufeinander, die ihre Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen wollen – Mantel mit der Bestätigung einer stabilen Runde, Ebnath mit der Hoffnung auf einen versöhnlichen Abschluss nach schwierigen Wochen. (Hinspiel 4:2)
SV Wildenreuth (10) – TSV Königstein II (13)
In Wildenreuth steigt am Sonntagnachmittag ein echter Abstiegskrimi. Mit dem SV Wildenreuth und dem TSV Königstein II treffen zwei Aufsteiger direkt aufeinander – beide kämpfen noch um den direkten Klassenerhalt und stehen entsprechend unter Druck. Für die Gastgeber ist die Ausgangslage klar: Mehrfach hatte man bereits die Chance, den Klassenerhalt endgültig klarzumachen, ließ diese jedoch ungenutzt. Trainer Thomas Baier fordert nun Konsequenz: „Dieses Mal müssen wir den Sack wirklich zumachen.“ Der späte Ausgleich am vergangenen Spieltag sitzt zwar noch tief, soll aber keine Rolle mehr spielen: „Es nützt nichts, wir müssen die Situation annehmen.“ Gegen Königstein erwartet er ein Spiel auf Augenhöhe: „Für beide geht es um alles.“
Auch bei den Gästen ist die Bedeutung der Partie angekommen. Nach dem wichtigen Derbysieg gegen Auerbach hat Königstein II neuen Mut geschöpft und wittert wieder die Chance, über den Strich zu springen. Trainer Bernd Schmidt weiß jedoch um die Schwierigkeit der Aufgabe: „Wildenreuth ist zuhause sehr stark, das wird alles andere als einfach.“ Dennoch ist die Zielsetzung eindeutig: „Wir haben aus der Vorrunde noch etwas gutzumachen und wollen das Spiel gewinnen.“ Die Voraussetzungen könnten kaum spannender sein: Zwei Teams, ein Ziel – der Klassenerhalt. Entsprechend ist ein intensives und emotionales Duell zu erwarten, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben dürften. (Hinspiel 2:1)




