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SpVgg SV Weiden liefert Jahn Regensburg einen großen Pokalfight

Weiden. 4.300 Zuschauer erlebten am Dienstagabend im Sparda-Bank-Stadion ein echtes Fußballfest. Die SpVgg SV Weiden unterlag dem Drittligisten SSV Jahn Regensburg zwar mit 1:5 (0:3), zeigte gegen den Favoriten aber über weite Strecken eine starke Leistung.

SpVgg SV Weiden liefert Jahn Regensburg einen großen Pokalfight

Viel Kampf im Mittelfeld hier mit Jahi Syleymani, trotzdem musste Weiden eine Niederlage hinnehmen. Foto. D. Nachtigall

Toto-Pokal, Achtelfinale: SpVgg SV Weiden – SSV Jahn Regensburg 1:5 (0:3)

Weiden verpasst die frühe Führung

Die Gastgeber starteten mutig und hatten bereits in den ersten zehn Minuten zwei hundertprozentige Chancen. Beide Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt. „Das war ein unglaublicher Auftritt von meiner Mannschaft. Das Spiel so anzugehen, selbst nach den Rückschlägen und den Gegentreffern weiter an sich zu glauben, war beeindruckend. Ich hätte gerne gesehen, was passiert wäre, wenn wir die zwei hundertprozentigen Chancen beim Stand von 0:0 in den ersten zehn Minuten gemacht hätten“, sagte Weidens Cheftrainer Michael Riester nach der Partie.

Danach übernahm der Jahn zunehmend das Kommando und bewies gnadenlose Effektivität. Erik Majetschak traf in der 22. Minute zum 0:1, Sascha Hingerl erhöhte zehn Minuten später auf 0:2. Kurz vor der Pause sorgte Nassim Boujellab für das vermeintlich vorentscheidende 0:3.

Finn Horgan lässt Weiden hoffen

Doch die SpVgg SV gab sich nicht auf, kam mit viel Energie aus der Kabine. Das Pressing wurde höher angesetzt und der Bayernligist belohnte sich in der 57. Minute: Der 17 Jahre alte Youngster Finn Horgan verkürzte nach Vorarbeit von Christoph Fenninger auf 1:3. „Wir haben viel verteidigen müssen, aber nach der starken Rede unseres Trainers in der Halbzeit sind wir super stark rausgekommen, obwohl wir 0:3 zurücklagen. Ich habe eine starke zweite Hälfte von uns erlebt“, erklärte der Torschütze nach der Partie.

Auch Paul Gebhard sah eine starke Anfangsphase seiner Mannschaft: „Wir sind erstklassig ins Spiel gekommen, leider fehlte uns da das Glück. Dann hat der Jahn das Spiel in die Hand genommen: drei Chancen, drei Tore, Respekt vor dieser Effektivität. Am Ende ist das Ergebnis aber viel zu hoch ausgefallen.“

Jahn schlägt spät zu

Weiden kämpfte unverdrossen weiter und hoffte bis in die Schlussphase auf eine Wende. Doch der Drittligist ließ nichts mehr anbrennen. John Xaver Posselt machte mit seinen Treffern in der 90. Minute und in der Nachspielzeit alles klar.

SSV Jahn
SSV Jahn

Jahn-Trainer Sascha Hildmann brachte es auf den Punkt: „Wir waren die ersten Minuten nicht so recht auf dem Platz und haben aber dann ein klassisches Pokalspiel erlebt. Wir sind jetzt weiter, weil wir in der ersten Hälfte sehr effektiv waren und drei Tore gemacht haben. Respekt an unsere vielen mitgereisten Fans, die für tolle Stimmung gesorgt und uns immer fair und gewaltfrei unterstützt haben.“

Viel Abwehrarbeit für Weiden. Foto. D. Nachtigall
Jahn Fans wohin das Auge reicht. Foto. D. Nachtigall
Für die 4300 Zuschauer war viel geboten. Foto: D. Nachtigall
Der erste Treffer der Regensburger. Foto. D. Nachtigall
Weiden brauchte sich nicht verstecken. Foto: D. Nachtigall

Stolz trotz Pokal-Aus

Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, konnte die SpVgg SV Weiden mit erhobenem Haupt vom Platz gehen. Die Mannschaft hatte dem Drittligisten einen echten Pokalfight geliefert und vor allem nach der Pause überzeugt. Michael Riester zog deshalb ein positives Fazit: „Die beiden Tore in der letzten Minute hinterlassen unserem ehrenvollen Auftritt keinen Kratzer. Es war ein Fußballfest und dafür haben wir alles getan.“

Nun gilt der Blick wieder der Bayernliga Nord. Am Samstag wartet im nächsten Heimspiel Großbardorf auf die SpVgg SV – und die Leistung der Riester-Truppe gegen den Jahn macht Mut für die kommenden Aufgaben.