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Wissenschaftszentrum in Speinshart: Mittel sind gesichert

Speinshart. Speinshart. Auf 12,7 Millionen Euro schätzen die Planer die Kosten für den ersten Bauabschnitt des Speinsharter Wissenschaftszentrums. Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Aufschluss gibt ein Antrag der Gemeinde auf Mittelzuweisungen.

Speinshart. Speinshart. Auf 12,7 Millionen Euro schätzen die Planer die Kosten für den ersten Bauabschnitt des Speinsharter Wissenschaftszentrums. Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Aufschluss gibt ein Antrag der Gemeinde auf Mittelzuweisungen.
Schon seit vielen Jahren glänzt die Prämonstratenserabtei Speinshart mit ihrer Internationalen Begegnungsstätte mit ihrer großen Strahlkraft. Die Weiterentwicklung zum Wissenschaftszentrum nennt Bürgermeister Albert Nickl epochal für den Standort und für die gesamte Nordoberpfalz. Foto: Robert Dotzauer

Wissenschaftszentrum in Speinshart: Mittel sind gesichert

Nach jahrelangen Bemühungen ist die Finanzierung des geplanten Hightech-Zentrums im Klosterdorf gesichert, gab in der Ratssitzung am Montagabend Bürgermeister Albert Nickl bekannt. Der Gemeindechef verwies mit dieser Frohbotschaft auf ein jüngst stattgefundenes Koordinierungsgespräch mit Vertretern der Bundesregierung für Kultur und Medien in Berlin und weiterer Beteiligter. Mit einem erfreulichen Ergebnis, bemerkte Nickl glücksstrahlend. Damit sei der Weg zur Verwirklichung des Speinsharter Jahrhundertprojekts geebnet, versicherte der Bürgermeister.

Kosten, Bauabschnitte und Zeitplan

Das Gesamtprojekt ist auf 25,6 Millionen Euro veranschlagt. Geplant sind drei Bauabschnitte mit Baumaßnahmen rund um den Klostergasthof, auf dem ehemaligen Girisch-Anwesen, Ertüchtigungsmaßnahmen im Klosterareal und die Neugestaltung des kleinen Klosterhofs. Mit dem Baubeginn rechnen die „Klostermänner“ um Abt em. Hermann Josef Kugler, dem Fördervereinsvorsitzenden der Internationalen Begegnungsstätte, MdL Tobias Reiß, und Bürgermeister Albert Nickl im zweiten Halbjahr 2027. Bis zur endgültigen Fertigstellung im Jahr 2031 soll der bereits gestartete Betrieb des Speinsharter „Scientific Center for AI and Super Tech“, so die offizielle Bezeichnung des künftigen KI-Zentrums, im bescheidenen Umfang weitergehen und schließlich ab 2031 im vollen Umfang durchstarten, erläuterte der Bürgermeister.

Albert Nickl verwies zudem auf die einmalige Perspektive, ein Wissenschaftszentrum und ein Kloster in einem Areal zusammenzufassen. „Das eröffnet auch der Abtei neue Chancen zur Zukunftsentwicklung.“ Um dieser Gesamtverantwortung gerecht zu werden, verschwieg der Sitzungsleiter auch nicht die großen Hürden für die Gemeinde. Der Förderantrag an die Regierung der Oberpfalz gibt Antworten auf die gewaltigen finanziellen Anstrengungen, die auch die Kommune zu stemmen hat.

Bedarfsmitteilung und kommunaler Finanzierungsanteil

Bedarfsmitteilung heißt dieser Antrag in der Amtssprache, um den staatlichen Dienststellen Mittelwünsche speziell aus dem Städtebauförderprogramm mitzuteilen. Auch für die Speinsharter Ratsmannschaft ist es kein Wunschkatalog, sondern ein realitätsnahes Ritual mit einem Gemeindeanteil bis zum Abschluss des Großprojekts im Jahr 2031 in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro.

Für das 1.100-Einwohner-Dorf ist das ein gewaltiger Batzen, der allerdings durch die großzügige Förderung von 80 Prozent relativiert wird.

Zustimmung im Rat und Mittel für 2027

Der Finanzierungsanteil des Klosterdorfes hält sich deshalb mit insgesamt einer halben Million Euro bis zum Endausbau in einem überschaubaren Rahmen. Der Zustimmung durch den Rat stand deshalb nichts im Wege. Für 2027 rechnet der Finanzchef der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach und mit ihm der Bürgermeister und die Ratsversammlung mit einer förderfähigen staatlichen Mittelzuweisung zur Anfinanzierung des Projekts in Höhe von 1.585.000 Euro.

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