Witt-Gruppe stellt schrittweise auf neues und innovatives Verfahren um
Witt-Gruppe stellt schrittweise auf neues und innovatives Verfahren um
Dabei wird der Katalog inklusive der eingelegten Beilagen mit zwei Klebestreifen geschlossen, EcoFix genannt. Die Vertriebsmarke heine wird ab der kommenden Saison Frühjahr/Sommer 2024 weitestgehend auf Folierungen verzichten.
Abschaffung der Katalogfolie als festes Ziel
„Für uns ist schon lange klar, dass wir für ein nachhaltigeres Geschäftsmodell eine Alternative zur Folie brauchen“, so Patrick Boos, Vorstandsvorsitzender der Witt-Gruppe. „Deswegen haben wir mit mehreren Druckern Möglichkeiten diskutiert, wie wir die Katalogfolie ersetzen können.“
Gemeinsam mit Burda Druck hat die Witt-Gruppe nun ein neues Verfahren getestet, das diesen Anspruch erfüllen kann. Mit zwei Klebestreifen können nun Katalog-Packages inklusive der eingelegten Beilagen an der langen Seite verschlossen werden. Mit dem sogenannten EcoFix möchte die Witt-Gruppe also zukünftig schrittweise auf die Folierungen ihrer Kataloge verzichten.
Ab der kommenden Frühjahr-/Sommer-Saison 2024 will die Witt-Gruppe bis zu 75 Prozent der bisher folierten Werbemittelpackages auf das neue EcoFix-Verfahren umstellen. Dadurch könnte das Oberpfälzer Multichannel-Unternehmen bis zu 110 Tonnen Folie pro Saison einsparen, was das Gewicht von 44 ausgewachsenen Elefanten pro Jahr entspräche.
Zahlreiche Tests in Abstimmung mit der Deutschen Post
Bei der Entwicklung des neuen Verfahrens war die Witt-Gruppe von Beginn an beteiligt. Als treibende Kraft führte das Unternehmen verschiedene Testkonstellationen mit Burda Druck und der Deutschen Post durch. Jede einzelne Konstellation aus Katalog und Packages muss auf seine Maschinenfähigkeit getestet und von der Deutschen Post freigegeben werden.
Die Witt-Gruppe befindet sich ebenfalls mit der Österreichischen Post in den letzten Abstimmungen und auch mit der Schweizer Post wurden bereits Testläufe für eine Markteinführung vereinbart. Durch den Verzicht auf Folie ergibt sich nicht nur eine enorme Ressourcenschonung, auch die Kosten sollen dadurch perspektivisch halbiert werden.
Zusätzlicher Vorteil: Das neue Verfahren ist deutlich schneller als die bisherige Folierung, da der Vorgang „inline” durchgeführt werden kann. Das heißt, der Prozess kann direkt beim Sammelheften erfolgen und es ist kein zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig.
Positive Resonanz der Kundinnen und Kunden
Alle bisherigen Tests mit EcoFix waren erfolgreich und die Resonanz der Kundinnen und Kunden ist durchweg positiv. Deshalb möchte die Witt-Gruppe ihren Katalogversand schrittweise umstellen. Der Großteil der Kataloge der Vertriebsmarke heine wird schon ab der Frühjahr-/Sommer-Saison 2024 mit den zwei Klebestreifen versendet.
Für die Marke WITT WEIDEN laufen aktuell die letzten Tests. „Sollten auch diese Tests erfolgreich sein, so wird der Ansatz im kommenden Jahr breit über die ganze WittGruppe ausgerollt“, erklärt Christian Härtl, Abteilungsleiter Produktion, Consulting & Planning, und verantwortlich für das Projekt.
Witt-Gruppe setzt auf nachhaltige Verpackungen
Der zunehmende Verzicht auf die Katalogfolierung ist nur ein Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell. Sämtliche Verpackungen sollen bis Ende des Jahres 2023 nachhaltig sein, was einem Recyclinganteil von mindestens 80 Prozent auch bei Füllmaterialien entspricht.
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, hat die Witt-Gruppe auch in der Vergangenheit schon bedeutende Veränderungen im Bereich der Verpackungen vorgenommen. Bei den Kartonagen erreicht das Unternehmen heute schon einen Anteil von 100 Prozent recyceltem Material. Außerdem nutzt die Witt-Gruppe zu 90 Prozent Versandtaschen, die direkt auf das Versandvolumen zugeschnitten werden können und somit bewirken, dass weniger Luft transportiert wird. Darauf zahlt auch der Einsatz von sieben verschiedenen Kartonagengrößen ein.
Daneben befindet sich auch die Artikelverpackung auf Lieferanten-Ebene derzeit in einer Umstellung hin zu einer recycelten Folie. Dabei geht es bei der Witt-Gruppe jährlich um bis zu 45 Millionen Artikel.




