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Kaltenbrunn: Anfang November startet Abriss des alten Kindergartens St. Martin

Kaltenbrunn. Anfang November beginnt der Abriss des alten Kindergartens St. Martin, die Kosten für den Rückbau liegen bei rund 345.000 Euro. Der Gemeinderat Weiherhammer vergab den Auftrag, die neue Kita läuft seit September.

Kaltenbrunn. Anfang November beginnt der Abriss des alten Kindergartens St. Martin, die Kosten für den Rückbau liegen bei rund 345.000 Euro. Der Gemeinderat Weiherhammer vergab den Auftrag, die neue Kita läuft seit September.
Der äußere Eindruck täuscht, denn nicht sichtbar sind die enormen Schäden und Mängel im Innern des alten Kiga St. Martin. Der Abriss des Gebäudetrakts beginnt Anfang November. Danach steht an der Pfarrer-Fenk-Straße eine Fläche von 2.012 qm für Bauplätze zum Verkauf. Foto: Siggi Bock

Kaltenbrunn: Anfang November startet Abriss des alten Kindergartens St. Martin

Nach der erfolgreichen Fertigstellung des Neubaus der Kindertagesstätte St. Martin in Kaltenbrunn und dem anschließenden Umzug steht nun der Rückbau des bisherigen Bestandsgebäudes an, informierte Erster Bürgermeister Julian Kraus in der Sitzung des Gemeinderats Weiherhammer am Mittwoch im Rathaus. Die Gesamtkosten für den Rückbau fallen mit rund 345.000 Euro höher aus als im Vorfeld veranschlagt.

Hintergrund: Entscheidung für Neubau

Zur Vorgeschichte: Bei einer Begehung mit Architekten, verschiedenen Projektanten und Gemeindevertretern war 2022 deutlich geworden, dass die eklatanten Schäden und Mängel nur durch eine Generalsanierung behoben werden könnten. Wegen der hohen Kosten blieb auch nach Rücksprache mit dem Bischöflichen Baureferat aus wirtschaftlicher Sicht nur ein Neubau als Alternative. Seit September ist die von der Gemeinde mit Kosten von über vier Millionen Euro erbaute neue Kita in Betrieb.

Auftragsvergabe und Synergien beim Rückbau

Das Gremium befürwortete einstimmig die Auftragsvergabe für die Abbrucharbeiten an die Firma Hierold Bau GmbH mit einer Gesamtsumme von 345.011,35 Euro brutto. Für die Vergabe an die Moosbacher Firma sprachen deutliche Synergie-Effekte vor Ort, bemerkte Bürgermeister Kraus. Das Unternehmen ist bereits mit dem Abbruch des direkt angrenzenden Jugendhauses beschäftigt, welches organisatorisch und baulich zum selben Gebäudekomplex gehört. Die Firma Rolf Schmidt aus Schirmitz, welche die Freianlagen der neuen Kita errichtet, kann ihre Arbeiten erst dann aufnehmen und fertigstellen, wenn das alte Kita-Gebäude zurückgebaut ist. Durch die zeitnahe Beauftragung lässt sich der Zeitplan optimal nutzen: So kann im bereits geräumten Bereich des Jugendhauses parallel der neue Parkplatz für den Neubau an der Schulstraße angelegt werden. Kraus: „Bleibt nur zu hoffen, dass wir die durch den Abbruch entstehenden Bauplätze auch absetzen können.“

Gemeinde übernimmt Defizit des BRK-Kindergartens

Das Gremium stimmte der Abrechnung 2025 des BRK-Kindergartens zu. Die Kämmerei wird mit der Auszahlung der Verwaltungspauschale von 31.570,58 Euro, des festgestellten Defizits von 51.997,31 Euro und den nicht in der Berechnung berücksichtigten Betriebskosten von 54.498,92 Euro – zusammen 138.066,79 Euro – beauftragt. Zustimmung fand ebenso die Bedarfsmitteilung zum Bayerischen Städtebauförderprogramm für das Jahr 2027 mit den Folgejahren 2028, 2029 und 2030. Die Verwaltung wird beauftragt, die Mittel bei der Regierung der Oberpfalz anzumelden. Als neu zu beantragende Maßnahme nannte der Sitzungsleiter die Hauptstraße am ALIA-Projekt mit Gehsteig und Umfeld mit förderfähigen Kosten von rund 780.000 Euro. Abgerufen werden 2027 für die Parkanlage 681.000 Euro, für das Bürgerhaus 119.000 Euro. Für die Beschilderung des Wanderwegs sind 15.000 Euro eingesetzt. Das geplante Bauprogramm 2027 der Gemeinde erfordert rund 832.000 Euro.

Termine und Bekanntgaben des Bürgermeisters

Gottesdienste mit Gedenkfeiern zum Volkstrauertag sind am 8. November, 9 Uhr, in Kaltenbrunn, am 14. November, 17 Uhr, in Weiherhammer. Bürger- und Ortsteilversammlungen: 3. November Weiherhammer, 5. November Kaltenbrunn, 9. November Dürnast, 12. November Trippach. Am 1. Dezember ist Haushaltssitzung.

Die Firma Omex will die noch offenen Baustellen in Kaltenbrunn bis Ende Oktober/Anfang November mit dem Aufbringen der Feinschicht zum Abschluss bringen. Der Bürgermeister bat hier um Verständnis, „denn Auftraggeber ist letztlich das Bayernwerk.“ Das Straßenbauamt hat erfreulicherweise mit Reinigung und Ausfugen der Dreizeiler an der Sts 2966 nach Dürnast begonnen. „Dafür sind wir dankbar“, sekundierte Julian Kraus.

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Hinter der Ahornstraße in Weiherhammer – dort ist die Baugebietserweiterung geplant – werden das Buschwerk entfernt und artenschutzrechtliche Maßnahmen hauptsächlich vom Bauhof vorbereitet. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit den beauftragten Biologen und der Unteren Naturschutzbehörde. Zur Aufhebung der Nichtöffentlichkeit nannte Kraus die Vergabe der Pflanzarbeiten an Forstservice Helm, Hirschau, für die Aufforstung der Ausgleichsfläche in Kaltenbrunn. Abgeschlossen sind die Malerarbeiten am Trippacher Feuerwehrhaus.

Anfragen

Andreas Solter (parteilos) regte an, nach Möglichkeit Bauwillige über weitere Schritte zu informieren. „Eine Mitteilung über den Sachstand folgt in der Bürgerversammlung“, erwiderte Bürgermeister Kraus. Ferner erkundigte sich Solter über die weitere Vorgehensweise zur Kommunalen Wärmeplanung. Kraus: „Hier bräuchten wir Interessenten, die diese umsetzen und bereit sind zu investieren.“

Solter präsentierte einen weiteren Vorschlag: Auf dem Verkehrsübungsplatz eventuell eine Bank aufzustellen und ihn so zu gestalten, dass ihn die Polizei wieder zur Verkehrserziehung der Schulkinder nutzt. Dazu der Gemeindechef: Weil sich Jugendliche auch nachts dort aufhalten, habe man mit Rücksicht auf die Nachbarn davon abgesehen. Der Grund, nicht mehr den Verkehrsübungsplatz in Weiherhammer, sondern den in Altenstadt/WN zu nutzen, sei laut Mitteilung der Polizei, dass Altenstadt alle Voraussetzungen biete. „Der Platz in Weiherhammer hätte mehr Liebe und Zuwendung verdient“, meinte dazu Bürgermeister Kraus. Die Ratsmitglieder sollten sich Gedanken machen für eine Aufwertung.

Der äußere Eindruck täuscht, denn nicht sichtbar sind die enormen Schäden und Mängel im Innern des alten Kiga St. Martin. Der Abriss des Gebäudetrakts beginnt Anfang November. Danach steht an der Pfarrer-Fenk-Straße eine Fläche von 2.012 qm für Bauplätze zum Verkauf. Foto: Siggi Bock
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