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MSR Bertelshofer
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Bewegung und regionale Küche fördern Wohlbefinden in der Oberpfalz

Falkenberg. Zwischen Waldnaabtal und Steinwald zeigt die nördliche Oberpfalz, wie Bewegung im Grünen und bewusste Ernährung den Alltag bereichern. Wege vor der Haustür und regionale Küche sorgen für Ausgleich.

Falkenberg. Zwischen Waldnaabtal und Steinwald zeigt die nördliche Oberpfalz, wie Bewegung im Grünen und bewusste Ernährung den Alltag bereichern. Wege vor der Haustür und regionale Küche sorgen für Ausgleich.
Symbolbild: pixabay

Bewegung und regionale Küche fördern Wohlbefinden in der Oberpfalz

Raus ins Grüne: Wie Natur und bewusste Ernährung den Alltag bereichern

Auszeit im Grünen in der nördlichen Oberpfalz

Zwischen Granitfelsen, Flussläufen und stillen Waldwegen zeigt die nördliche Oberpfalz, wie einfach eine Auszeit im Grünen sein kann. Wer Naturerlebnisse mit Bewegung und bewusster Ernährung verbindet, schafft Raum für mehr Ausgleich im Alltag.

Nach Feierabend eine Runde gehen, am Wochenende die Wanderschuhe schnüren oder beim Einkauf gezielt zu saisonalem Gemüse greifen: Es sind kleine Entscheidungen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen und sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Rund um Falkenberg und Windischeschenbach liegen reizvolle Wege oft nicht weit entfernt. Zu Hause sorgen Kartoffeln, Gemüse und Fisch aus der Region für Abwechslung auf dem Teller.

Waldnaabtal und Steinwald als Wanderziele: Naturerlebnisse direkt vor der Haustür

Das Waldnaabtal zwischen Falkenberg und Windischeschenbach gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften der nördlichen Oberpfalz. Die Waldnaab schlängelt sich zwischen großen Granitblöcken hindurch, während schmale Pfade durch Mischwald und entlang des Flusses führen. Mal begleitet leises Wasserrauschen den Weg, mal lenken Felsen und kleine Brücken die Aufmerksamkeit auf den nächsten Schritt. Gerade diese Abwechslung macht eine Wanderung reizvoll: Bewegung entsteht fast nebenbei, ohne dass eine bestimmte Geschwindigkeit oder Strecke im Mittelpunkt stehen muss. Als Ausgangspunkte eignen sich unter anderem die Hammermühle bei Falkenberg und verschiedene Zugänge bei Windischeschenbach. Der Uferpfad stellt stellenweise höhere Anforderungen an die Trittsicherheit, deshalb gehören feste Schuhe und ein Blick auf die Wetterlage zur Vorbereitung.

Auch der Steinwald lockt mit markanten Felsformationen und ausgedehnten Waldflächen. Sein bekanntestes Ziel ist die Platte. Auf dem 946 Meter hohen Gipfel steht der Oberpfalzturm, von dem sich bei klarer Sicht weit über die Umgebung blicken lässt. Rund um Fuchsmühl, Friedenfels und Erbendorf finden sich Wege für kürzere Waldrunden.

Vor einer Wanderung lohnt es sich, einen Blick auf die Streckenlänge und die Anstiege zu werfen. Denn allein die Kilometerzahl sagt wenig darüber aus, wie anstrengend eine Tour wird.

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Regionale Küche: Gesundes aus der Oberpfalz auf den Teller

Neben regelmäßiger Bewegung ist eine ausgewogene Ernährung ein wesentlicher Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden. Dabei braucht es weder komplizierte Ernährungskonzepte noch exotische Lebensmittel aus aller Welt. Auch regionale Produkte und traditionelle Spezialitäten können eine nährstoffreiche Versorgung sicherstellen.

Besonders die Kartoffel hat in der Oberpfälzer Küche einen festen Platz. Ob als klassische Salzkartoffel, im Kartoffelsalat oder als traditioneller Oberpfälzer Dotsch – die vielseitige Knolle lässt sich auf unterschiedliche Weise zubereiten. Kartoffeln liefern wertvolle Nährstoffe und sind von Natur aus fettarm. Entscheidend ist jedoch die Zubereitung: Während frittierte Kartoffelgerichte häufig größere Mengen Fett enthalten, sind Pellkartoffeln mit frischem Kräuterquark oder Ofenkartoffeln mit saisonalem Gemüse eine leichte und sättigende Alternative. Auch der beliebte Dotsch lässt sich mit wenig Öl zubereiten und mit einem bunten Salat oder selbst gemachtem Apfelmus ohne Zuckerzusatz ergänzen.

Der Oberpfälzer Karpfen ist eine weitere Besonderheit der Region. Vor allem im Landkreis Tirschenreuth, der als „Land der 1.000 Teiche“ bekannt ist, besitzt die Karpfenzucht eine jahrhundertelange Tradition. Der heimische Süßwasserfisch liefert hochwertiges Eiweiß und wertvolle Nährstoffe. Statt ihn klassisch in reichlich Fett auszubacken, kann Karpfen auch schonend im Ofen gegart oder mit Kräutern und Gemüse zubereitet werden.

Eine interessante Bereicherung des Speiseplans können die Mikroorganismen Spirulina und Chlorella sein. Während Spirulina zu den sogenannten Cyanobakterien gehört, die umgangssprachlich auch als Blaualgen bezeichnet werden, handelt es sich bei Chlorella um eine einzellige Süßwasser-Grünalge. Beide enthalten Eiweiß, verschiedene Mineralstoffe und natürliche Farbstoffe. Als Pulver lassen sie sich beispielsweise in Smoothies oder Müslis integrieren.

Wissenschaftlich erklärt: Warum Bewegung, Natur und Ernährung guttun

Beim Gehen und Wandern werden zahlreiche Muskelgruppen aktiviert, die Energie benötigen und dafür unter anderem Zucker aus dem Blut aufnehmen. Auf diese Weise kann körperliche Aktivität die Regulierung des Blutzuckers verbessern und langfristig das Risiko für Typ-2-Diabetes senken. Zugleich kann regelmäßige Bewegung dazu beitragen, den Blutdruck zu regulieren, das Herz zu stärken und die Blutgefäße gesund zu halten. Dadurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit sowie für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Wissenschaftliche Studien belegen außerdem einen Zusammenhang zwischen regelmäßiger körperlicher Aktivität und einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten, insbesondere Darm- und Brustkrebs.

Der Aufenthalt in der Natur kann das Wohlbefinden fördern und zur Stressreduktion beitragen. Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung aus dem Jahr 2022 liefert hierfür interessante Erkenntnisse: Bei 63 gesunden Versuchspersonen untersuchten Forschende, wie sich ein einstündiger Spaziergang im Wald auf die Gehirnaktivität auswirkt. Dabei zeigte sich, dass die Aktivität der Amygdala, einer an der Verarbeitung von Stress beteiligten Gehirnregion, nach dem Waldspaziergang abnahm. Nach einem vergleichbaren Spaziergang durch die Stadt blieb diese hingegen unverändert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits ein kurzer Aufenthalt in der Natur die neuronale Stressverarbeitung günstig beeinflussen kann.

Eine ausgewogene, überwiegend pflanzenbetonte Ernährung versorgt den Körper mit essenziellen Nährstoffen und kann helfen, chronischen Erkrankungen vorzubeugen. Besonders empfehlenswert sind Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Diese Lebensmittel enthalten neben wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen reichlich Ballaststoffe. Sie unterstützen eine gesunde Verdauung, fördern ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl und können sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass eine ballaststoffreiche Ernährung mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs verbunden ist.

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