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Die Feuerwehr Schwarzenbach hat ein neues Einsatzfahrzeug

Schwarzenbach. Feuerwehr Schwarzenbach stellt neues Mehrzweckfahrzeug vor: Segnung, Festakt und alle Infos zu Bau, Beschaffung und Ausstattung.

Die Feuerwehr Schwarzenbach hat ein neues Einsatzfahrzeug

Festmarsch in Schwarzenbach mit dem neuen Einsatzfahrzeug. Foto: Jürgen Masching

Nach einem Gottesdienst in der Schwarzenbacher Kirche, den Pressaths Stadtpfarrer Edmund Prechtl zelebrierte, segnete dieser im Anschluss das neue Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbach. Bei dem Fahrzeug mit der Bezeichnung „Schwarzenbach 11/1″ handelt es sich um ein Mehrzweckfahrzeug (MZF), das aufgrund seiner Auffälligkeit besonders für den Einsatz an der Bundesstraße 470 geeignet ist.

Fahrzeugpatin Helga Przetak gibt Namen „Helga“

Künftig wird das neue MZF unter dem Namen „Helga“ bekannt sein. Namensgeberin und Fahrzeugpatin ist Helga Przetak. An der Zeremonie nahm auch Landrat Andreas Meier teil, der der Feuerwehr allzeit eine gute und sichere Fahrt mit dem neuen Fahrzeug wünschte.

Im Anschluss an einen Festmarsch mit zahlreichen Gästen ging es im Festzelt weiter: Die Musikkapelle Dießfurt sorgte für musikalische Untermalung, während bei einem Weißwurstfrühstück zünftig gefeiert wurde. Vorher sprach auch Bürgermeisterin Anja Kirschsieper einige Grußworte und wünschte ihren Kameradinnen und Kameraden immer eine sichere Heimkehr von den Einsätzen. Sie selbst ist, wie auch ihr Vorgänger Thorsten Hallmann, ein aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr. Am Nachmittag rundete eine Fahrzeugschau mit weiteren Einsatzfahrzeugen verschiedener Blaulichtorganisationen das Programm ab.

Weg zum neuen Fahrzeug: Planung, Bau und Beschaffung

Dem Festtag ging ein mehrjähriger Planungs- und Bauprozess voraus. Im Dezember 2022 fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Beschaffung des MZF sowie zum Anbau an das bestehende Gerätehaus. Die Regierung der Oberpfalz erkannte im März 2023 den Bedarf an und bewilligte für den rund 180.000 Euro teuren Anbau eine Förderung von 31.800 Euro. Nach Baugenehmigung im Mai und Baubeginn im Juni 2023 wurde der Anbau überwiegend in Eigenleistung durch Mitglieder der Feuerwehr, den Bauhof und mit Unterstützung der Bevölkerung errichtet – lediglich Dachabdichtung, Spenglerarbeiten, Verputz und Heizungsinstallation wurden an Fachfirmen vergeben. Im Dezember 2024 konnte das Bauprojekt für rund 130.000 Euro abgeschlossen werden.

Fahrzeugpatin Helga Przetak bei der Taufe des neuen MZF. Foto: Jürgen Masching
Stadtpfarrer Edmund Prechtl segnet das neue Einsatzfahrzeug. Foto: Jürgen Masching
Vorstand Markus Pöllath bei seiner Rede. Foto: Jürgen Masching
Gut sichtbar ist das neue MZF aus Schwarzenbach. Foto: Jürgen Masching

Parallel dazu lief die Beschaffung des Fahrzeugs selbst: Von Januar bis September 2023 wurde das Leistungsverzeichnis erarbeitet, im September 2023 folgte die öffentliche Ausschreibung. Die Vergabeentscheidung im November 2023 teilte den Auftrag in drei Lose auf: Das Fahrgestell stammt von MAN, den Aufbau übernahm die Firma RDF-Tec, die Beladung die Firma Ludwig. Bei Gesamtkosten von 119.000 Euro (brutto) steuerte der Freistaat Bayern eine Förderung von 23.400 Euro bei. Eine Crowdfunding-Aktion in Kooperation mit der VR-Bank Nordoberpfalz brachte im September 2024 zusätzlich 7.110 Euro für zusätzliche Beladung ein. Dafür bedankte sich Vorstand Markus Pöllath noch einmal bei allen Spendern, die die Feuerwehr hier unterstützten. Nach mehreren Baubesprechungen bei RDF-Tec in Burglengenfeld und der Auslieferung des Fahrgestells im Mai 2025 konnte das fertige Fahrzeug am 29. April 2026 abgeholt werden.

Technisch basiert „Helga“ auf einem MAN TGE 4.160 mit 130 kW und Automatikgetriebe, der Platz für acht Insassen bietet. Zur Ausstattung zählen unter anderem ein Blaulichtbalken von Hänsch, ein Sprachverstärker, Digitalfunktechnik von Sepura sowie ein Systemboden mit sechs Einzelsitzen und ein Besprechungstisch mit Funkkonsole im Mannschaftsraum. Die Beladung reicht von einem Rettungsrucksack über Handlampen und Faltwarndreiecke bis hin zu einem mobilen Stromerzeuger und einem Einsatzpavillon.

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