Drei Neue für den Gemeinderat in Schlammersdorf

Drei Neue für den Gemeinderat in Schlammersdorf
Schlammersdorf ist keine Aufgabe – Schlammersdorf ist eine Herzenssache. „Alles neu macht der Mai.“ Frei nach diesem Volksmusik-Klassiker geht der Gemeinderat mit neuem Elan in die nächste sechsjährige Wahlperiode. Drei „Neue“ gibt es im Rat. Die erste Sitzung begann mit Verabschiedungen.
Neuer Gemeinderat startet in die Amtszeit
Gemeinsam Verantwortung tragen – für Schlammersdorf, für seine Entwicklung und für die Menschen, die hier leben: Mit diesem Appell von Bürgermeister Johannes Schmid an ein faires Miteinander zum Wohl der Kommune fernab jeder Parteipolitik begann in Schlammersdorf die neue Amtszeit der im März 2026 gewählten Ratsmitglieder. Mit Tobias Fehlner und Felix Ziegler (UWG) und Dr. Markus Seufert (CSU) gibt es drei neue Gesichter im Schlammersdorfer „Kommunalparlament“.
Schwerpunkte: Breitband, Baugebiete, Feuerwehr und Versorgung
Für den alten und neuen Gemeindechef war es ein guter Zeitpunkt, das Gremium auf die künftigen Herausforderungen für das Dorf und seine Bürgerschaft einzuschwören. Mit Blick auf den Breitbandausbau, die Ausweisung neuer Baugebiete, eine leistungsfähige Feuerwehr und eine verlässliche Grundversorgung im Wasser- und Abwasserbereich sprach Johannes Schmid unter dem Leitgedanken „Schlammersdorf ist keine Aufgabe – Schlammersdorf ist eine Herzenssache“ von der Wichtigkeit stets neuer Impulse. Rückblickend verwies der Bürgermeister auf die harmonische Zusammenarbeit des bisherigen Gremiums, die es mit viel Gestaltungskraft ermöglicht habe, die Gemeinde gut weiterzuentwickeln.
Der Bürgermeister verabschiedet drei Ratsmitglieder
Nach zum Teil langjähriger Amtszeit verabschiedete der Bürgermeister die Ratsmitglieder Gerd Löckler (UWG), Wolfgang Biersack und Josef Thaller (CSU). Die drei Ratsmitglieder würdigte Schmid als große Aktivposten der Gemeindepolitik. Mit Blick auf das insgesamt 36-jährige kommunale Wirken von Gerd Löckler, davon 18 Jahre als Bürgermeister der Gemeinde, beförderte Johannes Schmid seinen Vorgänger im Amt zum kommunalen Urgestein der Gemeinde. Als Vorbild eines engagierten Gemeindebürgers dankte der Bürgermeister seinem Vorgänger auch für die Bereitschaft, als Seniorenbeauftragter Verantwortung zu übernehmen.
Eine Wahlperiode gehörte Josef Thaller dem Gemeinderat an. Thaller habe sich mit viel Engagement, Sachverstand und seinen Erfahrungen als Kirchenpfleger für die Anliegen der Bürgerschaft verwendet und zum Wohl der Gemeinde beigetragen, fasste Schmid zusammen. In der Wahlperiode 2020/26, für Johann Wiesnet nachgerückt, bescheinigte der Bürgermeister Ex-Ratsmitglied Wolfgang Biersack mit seiner unternehmerischen Erfahrung eine wertvolle Hilfestellung bei den Zukunftsentscheidungen des Gemeinderates. Damit das Feuer der Ex-Ratsherren für die Gemeinde weiter brenne, so der Wunsch des Bürgermeisters, freuten sie sich über massive Feuerkörbe mit Gemeindewappen als repräsentative Abschiedsgeschenke.
Tanja Renner bleibt zweite Bürgermeisterin
Nach der anschließenden Vereidigung der neuen Gemeinderäte demonstrierte das Gremium viel Harmonie und Einstimmigkeit bei der Wahl des zweiten Bürgermeisters und bei der Besetzung diverser Ausschusssitze. In geheimer Wahl bestätigte das Gremium Tanja Renner (CSU) als Stellvertreterin des Bürgermeisters. Auf die Wahl eines dritten Bürgermeisters wurde verzichtet. Wie bisher führt Tanja Renner den Rechnungsprüfungsausschuss. Als weitere Mitglieder bestimmte der Rat Gerhard Wiesnet, Jürgen Lautner und Tobias Fehlner. Als sogenanntes geborenes Mitglied bleibt Bürgermeister Johannes Schmid Mitglied der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach. Weiteres Mitglied ist Tanja Renner.
Als Verbandsräte für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Vorbacher Gruppe bestellte das Gremium den Bürgermeister und Christian Schmid, Peter Helldörfer und Stefan Lautner. In den Abwasserzweckverband Schlammersdorf/Vorbach berief die Ratsversammlung Johannes Schmid, Gerhard Wiesnet, Markus Seufert, Jürgen Lautner und Felix Ziegler. Wie schon bisher ist Bürgermeister Johannes Schmid Mitglied in den Schulverbänden Vorbach-Schlammersdorf und Eschenbach. Seniorenbeauftragter bleibt Gerhard Löckler. Auch bei den Jugendbeauftragten gab es keine personellen Veränderungen. Die kommunale Jugendbetreuung bleibt bei Cornelia Kausler und Sabrina Drummer.
Haupt- und Geschäftsordnung beschlossen
Eine weitere Pflichtaufgabe klingt staatstragend. Eine „Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts“ ist für die Arbeit des Rates unabdingbar. Basierend auf der Bayerischen Gemeindeordnung billigte das Gremium die Hauptsatzung der Gemeinde einstimmig. Auch die ohne Gegenstimmen verabschiedete neue Geschäftsordnung orientiert sich an den bisherigen Regelungen und Handlungsempfehlungen. Im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der Haushaltsmittel bestand Einverständnis mit der Erhöhung von Einzelaufträgen im Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters bis zu einem Auftragswert von 7.000 Euro.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




