Fahrschüler bei Unfall in Tirschenreuth verletzt und Drogenfahrten steigen

Fahrschüler bei Unfall in Tirschenreuth verletzt und Drogenfahrten steigen
Am 27. August 2026 gegen 17.20 Uhr befuhr ein 16-jähriger Fahrschüler im Rahmen seiner ersten Fahrstunde mit einem Kleinkraftrad den Großparkplatz an der Mühlbühlstraße in Tirschenreuth. Während einer Übungsrunde kam er von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und stürzte. Die Verletzungen des 16-Jährigen führten zu einer stationären Behandlung in einem Krankenhaus. Der dabei entstandene Sachschaden beträgt etwa 2.000 Euro.
Drogenkontrollen und Feststellungen in der Region
Das Polizeipräsidium Oberpfalz führt im Jahr 2026 seine Maßnahmen zur Sensibilisierung und Ahndung von Drogenfahrten fort. Im Jahr 2025 stellten Ermittler bei 83 Verkehrsunfällen Fahrzeugführer fest, die unter dem Einfluss von Drogen, Cannabis beziehungsweise sonstigen berauschenden Mitteln standen. Bei diesen Unfällen verletzten sich 82 Personen, drei Personen starben. Die Zahl entspricht einem Anstieg von 27,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine größere Rolle spielt seitdem das Medikamentenprivileg, weil Ärzte Cannabis-basierte Arzneimittel verordnen können und damit vermehrt Fahrzeugführer unter ärztlicher Verordnung im Straßenverkehr auftreten. Bei Verdacht eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs ordneten die Behörden eine Blutentnahme an und leiteten Bußgeldverfahren ein. In Tirschenreuth führten speziell geschulte Beamte Fortbildungen durch und setzten anschließend stationäre sowie mobile Schwerpunktkontrollen um. An zwei Kontrolltagen stellten die Einsatzkräfte insgesamt fünf Drogenfahrten fest; die Fahrer waren ausschließlich männlich und zwischen 20 und 40 Jahre alt. Bei den Betroffenen ergab sich überwiegend Cannabis-Einwirkung. An einem Auto entdeckten die Einsatzkräfte unzulässige Stoßdämpfer, was zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führte; das Auto zogen die Einsatzkräfte aus dem Verkehr.


