Feuerwehr Auerbach: Viele Zahlen und ein neuer Stellvertreter
Feuerwehr Auerbach: Viele Zahlen und ein neuer Stellvertreter
Kommandant Sven Zocher, der dieses Amt nun seit zwölf Jahren innehat, wurde dabei mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Nachdem sein bisheriger Stellvertreter Michael Schmidt, zugleich Kreisbrandmeister im Landkreis Amberg-Sulzbach, nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl stand, musste ein neuer stellvertretender Kommandant bestimmt werden.
Zuvor würdigte Zocher die langjährige Zusammenarbeit mit Schmidt in sehr persönlichen Worten. „Zwischen uns herrschte blindes Vertrauen“, betonte Zocher. Fachwissen, vorausschauendes Planen, sicheres Handeln in schwierigen Situationen sowie seine Ruhe hätten die Zusammenarbeit ausgezeichnet.
Nachfolger wurde schnell gefunden
Als Kandidat für das Amt des stellvertretenden Kommandanten stellte sich der bisherige Jugendwart Simon Kraus zur Wahl und wurde ebenso mit großer Stimmenanzahl gewählt. Dieser hatte zuvor letztmalig seinen Bericht über die Jugendarbeit der Feuerwehr Auerbach vorgetragen.
Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal erhielt dabei einen Einblick in die engagierte Nachwuchsarbeit: Aktuell sind 19 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr aktiv. Auch die Kinderfeuerwehr erfreut sich großer Beliebtheit. Leiter Harald Schmidt berichtete von derzeit 36 Kindern allein in Auerbach, die gemeinsam mit den Kindern der Ortsfeuerwehren spielerisch an das Feuerwehrwesen herangeführt werden.
Rückblick auf 2025
Im Rückblick auf das Einsatzjahr 2025 berichtete Kommandant Zocher von insgesamt 123 Einsätzen. Darunter fielen 74 technische Hilfeleistungen – überwiegend Verkehrsunfälle –, 25 Brandeinsätze, ein ABC-Einsatz sowie 23 sonstige Tätigkeiten. Insgesamt leisteten die Einsatzkräfte dabei 2.394 Einsatzstunden. Gegenüber dem Vorjahr war ein leichter Rückgang der Einsatzzahlen zu verzeichnen. Hinzu kamen mehr als 70 Übungen, darunter eine groß angelegte Waldbrandübung am Felsländl, die Zocher besonders hervorhob.
Derzeit zählen 105 Aktive zur Feuerwehr Auerbach. „Die vorhandene Personalstruktur mit einem vergleichsweise jungen Durchschnittsalter, großem Ausbildungswillen und hoher Einsatzbereitschaft bietet der Bevölkerung heute wie auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit“, so Zocher. Sein Dank galt zudem der Polizeiinspektion Auerbach, den benachbarten Feuerwehren sowie den Ortsfeuerwehren für die stets partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Abschließend appellierte er an die Kameradinnen und Kameraden: „Nur wer optimal vorbereitet ist, kann im Ernstfall professionelle Hilfe leisten. Gebt weiterhin Vollgas, um den hohen Ausbildungsstand nicht nur zu halten, sondern stetig auszubauen.“
Auch im Verein ist alles in Ordnung
Im Feuerwehrverein sind aktuell 238 Mitglieder gemeldet, drei weniger als im Jahr zuvor. Im Vereinsjahr wurden zahlreiche Aktivitäten durchgeführt, darunter auch mehrere Treffen mit der Patenwehr aus Pegnitz. Die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Satzungsänderungen wurden von den anwesenden Mitgliedern einstimmig beschlossen.
Bürgermeister Joachim Neuss dankte in seinem Grußwort für die geleistete Arbeit: „Es gibt beeindruckende, aber auch schockierende Bilder und Berichte. Ich danke euch, dass ihr all das bewältigt und damit die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet.“ Gleichzeitig kündigte er an, dass die Renovierung des Feuerwehrhauses noch in diesem Jahr beginnen könne.
Auch Kreisbrandrat Christof Strobl sprach der Feuerwehr Auerbach seinen Dank aus: „Auf die hier geleistete Arbeit kann man nur stolz sein.“




