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Gesuchter Räuber nach sechs Jahren in Waidhaus festgenommen

Waidhaus. Bei Grenzkontrollen fasste die Bundespolizei einen seit sechs Jahren gesuchten tschechischen Mann, der wegen eines gemeinschaftlichen schweren räuberischen Diebstahls mit Pfefferspray gesucht wurde.

Waidhaus. Bei Grenzkontrollen fasste die Bundespolizei einen seit sechs Jahren gesuchten tschechischen Mann, der wegen eines gemeinschaftlichen schweren räuberischen Diebstahls mit Pfefferspray gesucht wurde.
Foto: Bundespolizei

Gesuchter Räuber nach sechs Jahren in Waidhaus festgenommen

Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus kontrollierten am Freitagabend, 24. Juli, bei Grenzkontrollen in Waidhaus einen 29-jährigen tschechischen Staatsbürger und nahmen ihn nach Feststellung eines Haftbefehls fest.

Am Abend reiste der Mann als Insasse eines internationalen Linienbusses auf der Strecke Prag–London nach Deutschland ein. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart den Mann wegen eines Untersuchungshaftbefehls wegen gemeinschaftlichen schweren räuberischen Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben hatte; zugleich fanden die Beamten eine geringe Menge Marihuana in seinem Rucksack.

Vorwurf aus 2019: gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Diebstahl

Das Amtsgericht Böblingen wirft dem Mann vor, im Jahr 2019 zusammen mit einem Komplizen aus einem Verbrauchermarkt Waren im Wert eines zweistelligen Eurobetrags in einer Einkaufstasche mitgenommen zu haben, ohne diese zu bezahlen. Als Mitarbeiter des Verbrauchermarktes die Wegnahme bemerkten, nahmen sie die Verfolgung auf und versuchten, die Beschuldigten an der Flucht zu hindern.

Dabei kam es nach Angaben der Ermittlungsakten zu einer Rangelei mit einer Verkäuferin: Ihr entrissen die Beschuldigten die Einkaufstasche und stießen die Frau weg, bevor sie in ihr Auto stiegen und mit der Beute flüchteten. Die Ermittler trafen die Beschuldigten anschließend an einer Wohnadresse in Baden-Württemberg an und nahmen sie vorläufig fest, setzten sie jedoch später wieder auf freien Fuß. Das Gericht nennt als weiteren Tatvorwurf, dass die Beschuldigten ein Pfefferspray griffbereit in der Einkaufstasche mitführten.

Das Gericht erließ im Juni 2020 einen Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an, weil der Mann sich zuvor als flüchtig verborgen hatte und Fluchtgefahr bestand.

Bei der Festnahme am 24. Juli fanden die Beamten die geringe Menge Marihuana in seinem Rucksack, sodass sich der Mann außerdem wegen eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz verantworten muss. Die Bundespolizisten übergaben den Beschuldigten an die Justiz in Böblingen, und der Haftrichter ordnete seine Inhaftierung in einer Justizvollzugsanstalt an.

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