[Update] Großflächiger Waldbrand bei Schirmitz: B22 war komplett gesperrt

[Update] Großflächiger Waldbrand bei Schirmitz: B22 war komplett gesperrt
Kurz nach 13 Uhr waren die ersten Einsatzkräfte alarmiert worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Feuer bereits auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern ausgebreitet. Betroffen war vor allem das Unterholz. Größere Bäume wurden nach bisherigen Erkenntnissen lediglich im unteren Stammbereich angekohlt.
Das betroffene Waldstück liegt zwischen der B22 und der Gemeinde Schirmitz. Um den Brand möglichst wirkungsvoll einzudämmen, gingen die Feuerwehren von beiden Seiten gegen die Flammen vor. Die Einsatzstelle wurde dazu in drei Abschnitte unterteilt. So konnten die verschiedenen Aufgaben koordiniert und die Löschwasserversorgung sichergestellt werden.
Brandbekämpfung von zwei Seiten
Von der Bundesstraße aus übernahm die Feuerwehr Weiden die Löscharbeiten. Als Zwischenspeicher für das benötigte Löschwasser stellte sie ein Faltbecken mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern auf.
Auf der gegenüberliegenden Seite rückte die Feuerwehr Schirmitz in das Waldstück vor. Beide Wehren arbeiteten mit mehreren D-Strahlrohren. Damit sollte der Waldboden auf einer möglichst großen Fläche benetzt und verhindert werden, dass sich Glutnester erneut entzünden.
Gerade bei einem Brand im Unterholz ist diese Arbeit aufwendig. Glut kann sich unter trockenem Laub, Ästen und in der oberen Bodenschicht halten. Die Einsatzkräfte mussten die betroffenen Bereiche deshalb gründlich ablöschen und immer wieder kontrollieren.
Pendelverkehr sichert Löschwasser
Die Löschwasserversorgung für die Schirmitzer Einsatzkräfte übernahm die Feuerwehr Bechtsrieth. Sie richtete einen Pendelverkehr zwischen dem „Weiß-Weiher“ und der Einsatzstelle ein. Dabei erwies sich die Geländegängigkeit des Bechtsriether Löschfahrzeugs als besonders hilfreich.
Zur zusätzlichen Absicherung wurde die Feuerwehr Altenstadt/WN mit ihrem Gerätewagen Logistik und einem weiteren Löschfahrzeug zur Einsatzstelle beordert. Auf diese Weise standen weitere Ausrüstung und Löschwasserreserven bereit.
Die Kreisbrandmeisterin Carola Adam leitete den Einsatz. Durch die Aufteilung in drei Einsatzabschnitte sollten die Arbeiten auf beiden Seiten des Waldstücks sowie die Wasserversorgung geordnet zusammengeführt werden.
B22 über mehrere Stunden gesperrt
Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Hinzu kamen zehn Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes und der Bergwacht sowie weitere Kräfte von Polizei und Technischem Hilfswerk.
Die Bundesstraße 22 musste im betroffenen Bereich über mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Die Sperrung war notwendig, damit die Einsatzfahrzeuge sicher arbeiten konnten und die Zufahrt zur Brandstelle frei blieb.
Angaben zur genauen Brandursache lagen zunächst weiterhin nicht vor. Nach den mehrstündigen Löscharbeiten galt das besondere Augenmerk möglichen Glutnestern im Waldboden.
Erstmeldung
In einem Waldstück zwischen der B22 und Schirmitz ist am Donnerstag ein großflächiger Waldbrand ausgebrochen. Zahlreiche Einsatzkräfte sind aktuell im Einsatz.
Die B22 ist im betroffenen Bereich derzeit komplett gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren und die Rettungswege freizuhalten.
Weitere Informationen zu Brandursache und Ausmaß liegen aktuell noch nicht vor. OberpfalzECHO aktualisiert die Meldung, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
















