Solarpark Metzenhof entsteht in Kirchenthumbach mit 11.000 Modulen

Solarpark Metzenhof entsteht in Kirchenthumbach mit 11.000 Modulen
Freie Fahrt für ein weiteres Solarkraftwerk in Kirchenthumbach. Über Kirchenthumbach lacht die Sonne. Strom mit der Kraft der Sonne soll die Klimabilanz verbessern und gleichzeitig für die Kraftwerksbetreiber ein wirtschaftlich interessantes Investment sein. Doch der Zubau von PV-Großanlagen ist in Kirchenthumbach endlich.
Weichenstellung für Photovoltaik in Kirchenthumbach
Weitblickend orientieren sich Bürgermeister und Marktgemeinderat an einer von der Kommune bereits 2021 veranlassten Machbarkeitsstudie zu verbindlichen Bewertungskriterien bei der Standortsuche von PV-Freiflächenanlagen. Das ist eine Vorreiterrolle, die eine PV-Schwemme verhinderte und das Interesse planungs- und baurechtlich steuerte. Die Kommunalpolitiker plädierten stets für einen dosierten Zubau von PV-Freiflächen.
50 Hektar Solarflächen reichen
Im vom Rat festgelegten Rahmen von insgesamt zirka 50 Hektar PV-Freiflächen im Gemeindegebiet entsteht nun nach Abschluss des baurechtlichen Genehmigungsverfahrens der „Solarpark Metzenhof“, nach den bereits fertiggestellten PV-Freiflächen im Bereich Altzirkendorf, Höflas, Sassenreuth und in Oberaichamühle bei Hurndorf. Nun entsteht am Rande des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr der fünfte Solarpark nahe der Ortschaft Metzenhof in Sichtweite der Dorfkapelle und 2,4 Kilometer östlich des Kirchenthumbacher Ortszentrums. Es ist das zunächst letzte Sonnenkraftwerk im Gemeindebereich, wie Bürgermeister Ewald Plößner mit Blick auf die von der Kommunalpolitik aufgestellten Grundsätze zur Begrenzung des PV-Booms anmerkte.
Grünes Licht durch Bundesnetzagentur
Längst ist das Bauleitverfahren für den sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan abgeschlossen. Unter Dach und Fach ist auch der Durchführungsvertrag zwischen den Investoren und der Marktgemeinde, der die Leistungen des künftigen Anlagenbetreibers gegenüber der Gemeinde beschreibt. Fragen zur Stromeinspeisung ins Netz sind ausgeräumt und auch die 1.700 Meter lange Leitungstrasse zur Übergabestation ist gesichert. „Für das Vorhaben konnten sich die Investoren einen Zuschlag im Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur sichern“, freute sich Maximilian Burger, Geschäftsführer der ENMAG-Verwaltungs-GmbH. Auch die Finanzierungskonditionen des fünf Millionen Euro teuren Großprojekts sind zufriedenstellend und ermöglichen nun den Baustart, wie es hieß.
Beim künftigen „Solarpark Metzenhof“, so die offizielle Bezeichnung, gibt es eine Besonderheit. Als Eigentümer der Grundstücksflächen ist Manfred Schieder auch Projektpartner der Firma ENMAG Weiden. Eher stiller Teilhaber ist auch Reinhard Schmidt. Auf zirka 55.000 Quadratmetern bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen plant ENMAG den Verbau von zirka 11.000 Modulen. Zum Installationsplan gehören zudem 19 Wechselrichter und zwei Trafostationen.
Die Betreiber rechnen mit einem Stromertrag von zirka fünf Millionen Kilowattstunden. Ein Volumen, das etwa 2.200 Privathaushalte mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 kWh versorgen kann. Der ENMAG-Geschäftsführer betonte beim offiziellen Spatenstich auch die Einsparungen beim CO2-Ausstoß. Zirka 2.600 Tonnen pro Jahr sollen zur Energiewende beitragen.
Nachhaltig mit großem Batteriespeicher
Der Bau der Anlage soll in wenigen Monaten abgeschlossen sein, so die optimistische Vorausschau der Bauherren. Davon überzeugt ist auch die „Bink-Gruppe“ aus Forchheim. Firmenchef Ben Reerink bestätigt den kühnen Bauzeitenplan. „Die Voraussetzungen sind gut“, betonte der Bauunternehmer. Zur Erweiterung des Geschäftsfeldes spielt der zusätzlich geplante Batterie-Großspeicher eine wichtige Rolle. Er soll überschüssigen Solarstrom zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Netz einspeisen.
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