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Waidhaus packt Nahwärmeversorgung an

Waidhaus. Der Marktgemeinderat gibt grünes Licht für das Nahwärmenetz. Baubeginn ist im Frühjahr 2027, die Inbetriebnahme folgt im Herbst und eine Funkstation an der Autobahn A6 sichert die Netzabdeckung.

Waidhaus. Der Marktgemeinderat gibt grünes Licht für das Nahwärmenetz. Baubeginn ist im Frühjahr 2027, die Inbetriebnahme folgt im Herbst und eine Funkstation an der Autobahn A6 sichert die Netzabdeckung.
Foto: Josef Pilfusek

Waidhaus packt Nahwärmeversorgung an

Ende gut, alles gut? In puncto Nahwärmeversorgung sieht es in Waidhaus jedenfalls danach aus. Laut Bürgermeister Markus Bauriedl hätten für den Anschluss an ein Nahwärmenetz zwar einige Interessenten einen Rückzieher gemacht, inzwischen liege jedoch aufgrund der intensiven Untersuchungen und wirtschaftlichen Neubewertung durch die PlanProjekt NordOberpfalz GmbH in Parkstein ein durchdachtes Konzept vor.

Dieses erläuterte der Geschäftsführer Holger Schiffmann in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montag, 14. September, im Detail. Er blickte auf die erste Besprechung am 15. April 2025 zurück und sprach von damals 28 Anschlussinteressenten. Den Leistungsbedarf bezifferte er auf 530 Kilowatt. Nach der im Mai und Juni 2025 erfolgten Häuserschau seien schon einige abgesprungen.

Planungsdetails und Bedarf im Überblick

Das habe sich dann nach und nach weiterentwickelt. Neben der Optimierung des Nahwärmenetzes ließ Schiffmann wissen, „dass es am 20. Juli 2026 nur noch 21 Anschlussnehmer gab“. „Wir haben in alle Richtungen gedacht“, war seine Aussage, mit dem Ziel, fabrikatsneutral und damit kostengünstig zu bleiben. Den jährlichen Hackschnitzelbedarf bezifferte der Planer auf rund 870 Schüttmeter.

Als Beginn der Tiefbauarbeiten nannte Schiffmann Frühjahr 2027. Die Inbetriebnahme könnte dann im darauffolgenden Herbst erfolgen. Am Ende stand das einstimmige Votum für die vorgelegte Planung. Das galt auch für den entsprechenden Förderantrag.

Zeitplan und Förderantrag beschlossen

Zur Netzabdeckung ist nach den Erläuterungen des Bürgermeisters die Errichtung einer Funkübertragungsstation mit einem Stahlgittermast an der A6 erforderlich. „Es handelt sich eventuell um ein privilegiertes Vorhaben im Außenbereich“, sagte er und wies auf die gesicherte Erschließung hin. Und so erteilte der Marktgemeinderat auch das gemeindliche Einvernehmen.

Die Satzung zur Einführung einer Pflicht zum Nachweis von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge und Fahrräder ist laut Bauriedl auf eine Novelle der Bayerischen Bauordnung zum 1. Oktober 2025 zurückzuführen. „Die Gemeinde entscheidet“, war dabei sein Hinweis auf die kommunale Selbstverwaltung. Die ermittelten Kosten für einen Stellplatz bezifferte der Rathauschef auf 4.000 Euro. Auf Vorschlag des Dritten Bürgermeisters Josef Schmucker (UWG) einigten sich die Ratsmitglieder schließlich auf 3.500 Euro.

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Weitere Beschlüsse: Verkehrsüberwachung und Radweg

Einig war sich das Kommunalgremium auch in Bezug auf den Abschluss einer Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Ursensollen im Landkreis Amberg-Sulzbach für die „Verkehrsüberwachung Oberpfalz Mitte“. Laut Bauriedl soll damit vorerst die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überwacht werden.

„Der Zuwendungsantrag für den Bau des Fahrradwegs nach Pfrentsch ist gestellt“, war Bauriedls Antwort auf die entsprechende Frage von Ewald Zetzl (CSU). „Wenn der Bescheid vorliegt, können die Ausschreibungen erfolgen.“

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