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Polizei entlarvt vorgetäuschten Autobahnunfall bei Poppenricht

Poppenricht. Eine 45-jährige Ambergerin meldete einen Unfall auf der Staatsstraße 2.040 und gab an, ein entgegenkommendes Auto habe sie gerammt. Ermittler fanden Leitplankenspuren; sie gestand später einen Crash auf der Autobahn.

Poppenricht. Eine 45-jährige Ambergerin meldete einen Unfall auf der Staatsstraße 2.040 und gab an, ein entgegenkommendes Auto habe sie gerammt. Ermittler fanden Leitplankenspuren; sie gestand später einen Crash auf der Autobahn.
Symbolbild: Pixabay

Polizei entlarvt vorgetäuschten Autobahnunfall bei Poppenricht

Am vergangenen Dienstag meldete sich eine 45-jährige Ambergerin über den Notruf und berichtete von einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2040 zwischen Poppenricht und Sulzbach-Rosenberg. Laut ihren Angaben prallte ein entgegenkommendes Auto gegen die linke Seite ihres Fahrzeugs, wodurch sie ins Schleudern geriet. An ihrem Auto lösten beide Airbags aus, und der angebliche Unfallverursacher fuhr weiter. Aufgrund des Schadensbildes äußerte die eintreffende Streife jedoch starke Zweifel an dieser Schilderung.

Ermittler prüfen Schadensbild

Nach der Unfallaufnahme zogen die Beamten einen Unfallfluchtfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Amberg hinzu. Am nächsten Tag begutachtete dieser gemeinsam mit der Fahrerin die Schäden am Wagen. Dabei kam er zu dem Schluss, dass kein entgegenkommendes Fahrzeug den Unfall verursacht haben kann. Als wahrscheinliche Ursache nannte er einen Leitplankenkontakt, während die Frau weiter an ihrer Darstellung festhielt.

Geständnis und Konsequenzen

Am darauffolgenden Tag rief die Frau erneut bei den Beamten an und erklärte, dass sie den Unfall nur vorgetäuscht habe. Tatsächlich geriet sie auf der Autobahn von Nürnberg in Richtung Amberg nach einem Fahrfehler in die Mittelschutzplanke und schleuderte. Weil sie diesen Unfall nicht meldete und eine Ahndung wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort befürchtete, erfand sie die Geschichte von der Kollision auf der Staatsstraße 2040. Zu dieser Einlassung passten auch die festgestellten Schäden am Fahrzeug.

Auf Basis des Gesamtbildes leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat, Missbrauchs von Notrufen und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ein. Die Angaben betreffen den Streckenabschnitt zwischen Poppenricht und Sulzbach-Rosenberg sowie die Autobahnverbindung von Nürnberg nach Amberg. Weitere Informationen zum Verfahrensstand lagen zunächst nicht vor.

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