Starke Gemeinschaft: Wasserwacht und Bereitschaft Pressath ziehen beeindruckende Bilanz

Starke Gemeinschaft: Wasserwacht und Bereitschaft Pressath ziehen beeindruckende Bilanz
Zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wasserwacht und der Bereitschaft Pressath versammelten sich zahlreiche Mitglieder beider Gemeinschaften sowie eine Reihe geladener Ehrengäste. Die enge Zusammenarbeit der beiden Einheiten auf Ortsebene zeigte sich nicht nur in den Zahlen des vergangenen Jahres, sondern auch im harmonischen Ablauf der Veranstaltung.
Rückblick und Dank für ehrenamtliches Engagement
Zu Beginn begrüßten die Vorsitzende der Wasserwacht Sabine Wittmann und Bereitschaftsleiter Thomas Rauch die Anwesenden. Beide bedankten sich herzlich bei allen Mitgliedern für ihr großartiges ehrenamtliches Engagement, ohne dass die umfangreichen Aufgaben im Jahr 2025 nicht zu stemmen gewesen wären. Im anschließenden Totengedenken wurde der verstorbenen Kameradinnen und Kameraden gedacht, bevor ein gemeinsames Essen Raum für Austausch und Gespräche bot.
Wasserwacht: Beeindruckende Leistungen im Wasser, an Land und in der Jugend
Im Anschluss folgten die Berichte der Spartenleitungskräfte. Die Technische Leiterin der Wasserwacht, Verena Wallner, präsentierte eindrucksvolle Zahlen: 347 Dienst- und Wachstunden leistete die Ortsgruppe im vergangenen Jahr. Auch im Bereich Sanitätsdienst sei die Wasserwacht weiterhin regelmäßig aktiv. Besonders erfreulich seien die erfolgreichen Ausbildungen: zwei neue Rettungsschwimmer sowie zwei neue Ausbildungsassistenten konnten ihre Qualifikationen 2025 abschließen.
Im Bereich Training und Ausbildung blickt die Ortsgruppe auf 767 Stunden Schwimmtraining zurück. Weitere Aktivitäten, Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit summierten sich auf 922 Stunden.
Einen großen Teil der Arbeit leistete erneut die Jugendgruppe: Die beiden Jugendleiterinnen Katja Schmidt und Marlene Baier berichteten über ein aktives Jahr mit über 1.584 geleisteten Stunden. Über 40 Kinder und Jugendliche trainieren aktuell bei der Wasserwacht. Insgesamt 20 Schwimmabzeichen konnten erfolgreich abgelegt werden. Die Jugend beteiligte sich zudem an der städtischen Rama-Dama-Aktion und vielen weiteren Projekten. Ein besonderer Höhepunkt war der starke erster Platz beim Kreiswettbewerb der Wasserwachten.
Insgesamt kommt die Wasserwacht-Ortsgruppe auf beeindruckende 3.564 ehrenamtliche Stunden für das Jahr 2025.
HvO Pressath: Über 190 Einsätze – oft mehrere Minuten vor dem Rettungsdienst
Der Leiter der „Helfer-vor-Ort“-Gruppe Florian Eibl berichtete von einem sehr einsatzreichen Jahr. 194 Einsätze, darunter sechs Reanimationen, wurden 2025 gefahren. Besonders bemerkenswert: Der durchschnittliche Zeitvorsprung vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes lag bei 5,67 lebensrettenden Minuten.
Inzwischen leisten zwölf Helferinnen und Helfer aus Wasserwacht und Bereitschaft von zwei Standorten in Schwarzenbach und Pressath aus gemeinsam diesen wichtigen, rein ehrenamtlichen Dienst für die Bevölkerung.
Breites Engagement in Ausbildung, Einsatzdienst und örtlicher Hilfe in der Bereitschaft
Die Bereitschaftsjugendwartin Sylvia Girisch blickte auf ein spannendes Jahr zurück. Die zehn Kinder der Bereitschaftsjugend nahmen an vielen gemeinsamen Aktionen teil. Sie gewannen den Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes und traten anschließend beim Bezirkswettbewerb an. In 30 Gruppenstunden erweiterten die Kids das Jahr über ihr Wissen in Erster Hilfe und Rot-Kreuz-Themen. Zu Weihnachten bastelten sie für Seniorinnen und Senioren im örtlichen Altenheim und übergaben die Geschenke am 24. Dezember persönlich.
Den Jahresbericht der Bereitschaft stellte anschließend Bereitschaftsleiter Thomas Rauch vor. Die ehrenamtliche Mitarbeit im Rettungsdienst gewann weiter an Bedeutung: 1.277 Stunden wurden hier von den Helferinnen und Helfern geleistet. Mittlerweile kann auf einen hohen Ausbildungsstand in der Bereitschaft zurückgegriffen werden. Zwei Notfallsanitäter und zehn Rettungssanitäter sind Teil des Teams.
Doch auch die örtlichen Aufgaben waren vielfältig: Bei vier Blutspendeterminen konnten jeweils durchschnittlich 183 Spenderinnen und Spender begrüßt werden.
Bei 23 Sanitätswachdiensten, drei Einsätzen der Schnell-Einsatz-Gruppe, diversen Arbeitseinsätzen und in der Öffentlichkeitsarbeit kamen weitere 4.534 Stunden zusammen.
Bedeutung der Erste-Hilfe-Ausbildung wächst
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die kontinuierliche Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe. In den örtlichen Rot-Kreuz-Gruppen stehen inzwischen sechs qualifizierte Erste-Hilfe-Ausbilderinnen und -Ausbilder zur Verfügung. Sie boten im Jahr 2025 insgesamt elf Erste-Hilfe-Kurse für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen in der Region an.
Die Verantwortlichen betonten, dass die Ausbildung und regelmäßige Auffrischung der Kenntnisse in Erster Hilfe einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in der Kommune leisten. Gut ausgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer können im Notfall frühzeitig Maßnahmen einleiten und damit entscheidend zur Überbrückung der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beitragen.
Fast 14.000 Stunden gelebte Menschlichkeit
Gemeinsam stemmten Wasserwacht und Bereitschaft im Jahr 2025 rund 8.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit – 8.000 Stunden voller Einsatz, Teamgeist und Hilfsbereitschaft für die Bürgerinnen und Bürger in und um Pressath. Zählt man die Bereitschaftszeit des HvO-Dienstes hinzu, wächst diese Bilanz auf über 14.000 Stunden echter gelebter Menschlichkeit. Jede einzelne Stunde steht für Menschen, die sich nicht abwenden, sondern da sind, wenn sie gebraucht werden – verlässlich, freiwillig und mit Herzblut.
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden zudem mehrere Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Von der Wasserwacht Musterstadt erhielten Lena Waldmann und Emilie Anzer eine Ehrung für fünf Jahre Mitgliedschaft. Eine besondere Würdigung ging an die Ortsgruppenleiterin Sabine Wittmann, die für ihre 35‑jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. In einer kurzen Laudatio erinnerte ihre Stellvertreterin an ihren jahrzehntelangen Einsatz und hob hervor, wie viel sie im Hintergrund für die Ortsgruppe leistet.
Auch in der Bereitschaft wurden verdiente Mitglieder geehrt. Barbara Bäumler erhielt für 25 Jahre Engagement die silberne Ehrennadel des BRK, während Isolde Hey für 40 Jahre Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet wurde.
Dank aus Politik und Verband
Bürgermeister Bernhard Stangl würdigte diese außergewöhnliche Leistung mit klaren Worten: „Viele sehen in der heutigen Zeit weg und zeigen mit dem Finger auf andere. Ihr aber seht nicht weg, sondern packt an – das gebührt großen Respekt.“
Auch der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Josef Ott überbrachte den Dank des Kreisverbandes. Ohne solch engagierte Ehrenamtliche seien viele Aufgaben des Roten Kreuzes schlicht nicht zu bewältigen.
Der Kreisvorsitzende der Wasserwacht Benjamin Hahn sowie der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Johannes Windschiegl hoben die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Gemeinschaften hervor. Diese funktioniere in Pressath auf Vorzeige-Niveau: Nur durch gemeinsames Handeln könne man langfristig erfolgreich sein.




