Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Zoigltermine
Zoigltermine

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kleinschwand. Ein ganzes Dorf half und feierte ihre Wehr

Kleinschwand.Die FFW Kleinschwand feierte drei Tage lang das 150jährige Jubiläum. Nahezu 100 Vereine waren beim Festzug dabei.

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kleinschwand. Ein ganzes Dorf half und feierte ihre Wehr

Gruppenbild der Jubelwehr Kleinschwand zur Erinnerung an das großartige Fest. Foto.Josef Glas
Die „Tännesberger Schloßbergböller“ schießen das Fest an. Foto.Josef Glas
Einmarsch der Festdamen. Foto.Josef Glas
Die Festdamen des Patenvereins Tännesberg feiern kräftig mit. Foto.Josef Glas
Die erste Maß schmeckt am besten. Foto.Josef Glas
Totengedenken am Ehrenmal. Foto. Josef Glas
Die „Eslarner“ heizten kräftig ein. Foto. Josef Glas
Dekan Alexander Hösl (li.) feiert in Konzelebration mit Pfarrer Wilhelm Bauer den sonntäglichen Festgottesdienst. Foto.Josef Glas
Historische Spritze beim Festzug zum Jubiläum. Foto. Josef Glas
Die Blaskapelle Gleiritsch ging voran. Foto.Josef Glas
Die Festdamen in hübschen Kleidern. Foto.Josef Glas
Der Nachwuchs steht schon bereit. Foto.Josef Glas
Volles Festzelt nach dem Festzug. Foto.Josef Glas

Mit mehreren Salven begrüßten die „Schloßbergböller“ des Schützenvereins Tännesberg unter den Klängen von „Bayrisch Blech“ den Einmarsch des Festkomitees mit den Ehrengästen und Fahnenabordnungen der Patenvereine zur Eröffnung der Feierlichkeiten.

Grußworte, Patengeschenke, Tag der Betriebe und Vereine

Bei seiner Begrüßung konnten Vorstand Christian Hartinger und Festleiter Reinhard Wurzer unter anderem Schirmherr Ludwig Gürtler, Ehrenschirmherr Günter Schultes, die Festmütter Verena Hartinger und Katharina Breitschaft mit den Festkindern und Festdamen, sowie Vertreter aus Politik, Geistlichkeit und Kreisfeuerwehr begrüßen. Angereist aus dem hohen Norden waren auch die Kameraden der FFW Nordloh-Tange (Niedersachsen). Mit dabei war auch die Festbraut von 1975 Ingrid Fleischmann und die Festdamen von 2000.

Unisono wurde die Feuerwehr als Mittelpunkt und unverzichtbarer Teil eines lebendigen Ortes bezeichnet. „Dieses Jubiläum bietet die Gelegenheit, mit Stolz auf die Geschichte der Feuerwehr Kleinschwand zurückzublicken, die Leistungen früherer Generationen zu würdigen und zugleich den Blick auf die zukünftigen Herausforderungen zu richten“, lobte Bürgermeister Gürtler die Wehr. Auch entsprechende Geschenke wurden zur Erinnerung an das Jubiläum ausgetauscht. Mit einem gelungenen Schlag zapfte Ehrenschirmherr Günter Schultes das erste Faß vom süffigen Festbier der Privaten Landbrauerei Scheuerer aus Moosbach an. Beim „Tag der Jugend“ mit den „Quertreibern“ war das Festzelt voll und die ausgelassene Stimmung steckte alle Besucher an.

Dämmerschoppen, Totengedenken, Festbetrieb

Nach dem Dämmerschoppen am Samstagnachmittag marschierte ein Ehrenzug zum Kriegerdenkmal an der Filialkirche, um der verstorbenen Kameradinnen und Kameraden zu gedenken. In der Andacht hob Dekan Alexander Hösl die gezeigte Hilfsbereitschaft, den Einsatz und die Treue zur Wehr hervor und keiner ist vergessen.

Im vollen Festzelt warteten alle auf die „Eslarner“. Schon beim ersten Song der Partyband standen die ersten auf den Bänken. Der fetzige Sound heizte die Stimmung schnell an und schon bald „stand das Zelt Kopf“. Singend, tanzend und klatschend feierten die meist jungen Leute ausgelassen diesen Tag. Sogar ein Marsch, dem sich immer mehr anschlossen, formierte sich und zog durch die Reihen.

Eine lange Nacht, in der auch die Bars fleißig besucht wurden klang lautstark aber ohne Zwischenfälle in der Morgendämmerung aus.

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Sonntäglicher Festgottesdienst

Der Höhepunkt am Sonntagvormittag war der Festgottesdienst auf dem Vorplatz der Filialkirche in Kleinschwand. Dekan Alexander Hösl gestaltete in Konzelebration mit Pfarrer Wilhelm Bauer einen lebhaften und frischen Gottesdienst. „Es ist nicht selbstverständlich, was die Feuerwehr tut. Helfen wollen ohne Eigennutz und Verantwortung übernehmen, motiviert die Kameraden und Kameradinnen für ihren Einsatz, was gelebte Nächstenliebe bedeutet“, war der Geistliche überzeugt. Mit passenden Sinnsprüchen wurden die geweihten Fahnenbänder überreicht. Die musikalische Umrahmung gestaltete die Blaskapelle Gleiritsch. Beim anschließenden Frühschoppen hob Landrat Andreas Meier die Bedeutung und den Dienst der Feuerwehren hervor.

Festzug, Festbetrieb und -ausklang

Bei idealem Sommerwetter formierte sich der Festzug am Zelt und marschierte, angeführt vom Festkomitee, Schirmherrn Ludwig Gürtler, der Geistlichkeit und Vertretern aus der Politik durch die geschmückten Straßen und Gassen von Kleinschwand. Mehrere Musikkapellen gaben den Takt für die fast 100 Vereine mit ihren großen Fahnenabordnungen des über einen Kilometer langen Zugs an. Mit dabei waren auch viele originelle Fahrzeuge aus früher Feuerwehrzeit, die immer wieder zu spontanem Beifall führten. Hübsche Festdamen, in ihren bunten Festkleidern und fesche Burschen in bestickten Lederhosen waren die Farbtupfer im Zug. Proppenvoll war das Festzelt und der Anbau am Nachmittag, als die Jugendblaskapelle Roggenstein aufspielte. Zum abendlichen Ausklang des Festes forderten die „Bockadn“ die „letzten Kräfte“ der Festgäste. Ohne nennenswerte Zwischenfälle ging das perfekt organisierte Fest zu Ende.

Verpflegung der Gäste

Bei „Schmidl´s Grillspezialitäten“ gab es eine reichhaltige Speisekarte. Während des gesamten Festbetriebs wurde stets Bratwürste, Steak, Pommes und vieles mehr für die hungrigen Gäste angeboten. Die „Sau am Spieß“ war am Sonntag schnell vergriffen. Am Kuchenbuffett waren neben Kaffee rund zweihundert Torten, Kuchen und Kleingebäck, alles selbst gebacken, zu haben. Freiwillige Helferinnen bedienten fachfraulich die Besucher. An den Bars halfen befreundete Vereine, unter anderem der TSV Tännesberg mit. Das süffige Festbier kam von der Privaten Landbrauerei Scheuerer aus Moosbach.