20 Jahre Hilfe: Kinderkrebshilfe feiert in Speinshart
20 Jahre Hilfe: Kinderkrebshilfe feiert in Speinshart
Mit beispielhaftem ehrenamtlichen Einsatz Licht und Hoffnung in das Leben von Kindern bringen. 20 Jahre gemeinsam gegen Krebs heißt es in der Einladung des Vereins der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord. Das Jubiläum wird zu einem imponierenden Bekenntnis für Menschen in Not.
Schönheit in Bruchstücken: Ein philosophischer Blick
Das Porzellan- oder Keramikscherben besondere Schönheit innewohnen kann, ist eine Erkenntnis, die aus japanischer Handwerkstechnik kommt. Aus Bruchstücken wird wieder ein Ganzes. Für den Prior des Klosters Speinshart auch ein philosophischer Mehrwert, den eine bloße Reparatur von Keramik- oder Porzellanschalen niemals besäße. Es ist die Faszination des Makels, die Pfarrer Adrian Kugler beim Dankgottesdienst in der Klosterkirche Speinshart aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des Vereins der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord beschrieb.
Risse und Narben lud der Prior des Klosters metaphorisch auf. Pfarrer Adrian erzählte von Verlust, Mühsal und der Überwindung tragischer Ereignisse. Mit Blick auf die vielen Betroffenen, die am Samstag dem Jubiläumsgottesdienst beiwohnten, ein Trost, den Gott füge die Scherben des Lebens wieder zueinander und veredle alles Zerbrochene zu einem Neubeginn. Ein Szenario, das auch die Geburtstagsfeier der Hilfsorganisation begleitete.
20 Jahre Einsatz für krebskranke Kinder
In schweren Zeiten mit Unterstützung der Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord nicht aufgeben, enge Herzen öffnen, Perspektiven aufzeigen und den schwerkranken Kindern mit ihren Familien Kraft und Mut schenken. Für den Verein eine Hercules-Aufgabe, die Vorsitzender Herbert Putzer bei der anschließenden Geburtstagsfeier im vollbesetzten Gemeindezentrum Speinshart mit Ehrengästen und zahlreichen Betroffenen mit einem Charles Dickens-Zitat untermalte. „Niemand ist nutzlos, der einem Anderen die Bürde leichter macht“. Den „Koffer mit schwerer Last“ ein Stück weit mitzutragen, um den schwerkranken Kindern und deren Eltern die Bürde leichter zu machen, lässt mit dem Einsatz des Vereins den betroffenen Personenkreis hoffen. „Mittragen“ hieß deshalb beim 20. Geburtstag der Kinderkrebshilfe ein weiterer Leitgedanke.
„Wenn es einem schlecht geht, prägen sich positive Momente besonders stark ein“, stellte zweiter Vorsitzender Andreas Steinl in seiner „Bilanz des Helfens“ fest. Seinen Rückblick auf 20 Jahre Kinderkrebshilfe von der Gründungszeit bis zur Vielfalt der Unterstützungsmaßnahmen, von der Dynamik der Mitgliederentwicklung bis zur nie versiegenden Spendenbereitschaft. Dies verband Steinl mit der Lebensweisheit von Marie von Ebner-Eschenbach: „Wenn man nicht aufhören will, die Menschen zu lieben, darf man nicht aufhören, ihnen Gutes zu tun“.
Gemeinsam stark: Verein unterstützt 266 Familien
Mittlerweile sind es 266 Familien, die dankbar auf die Fördermaßnahmen des Vereins mit einem Gesamtumfang von 2,1 Millionen Euro zurückblicken. Andreas Steinl erinnerte zudem an die abwechslungsreichen und wirkungsvollen gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins für die Betroffenen. Auf die positiven Spuren der vielen „Gutmenschen“ verwiesen auch die Grußwortredner MdL Tobias Reiß, Vizepräsident des Bayerischen Landtages und Bürgermeister Albert Nickl, auch im Namen des Landkreises.
Die Kinderkrebshilfe bringe Hoffnung und Segen, hieß es in den Redebeiträgen. Schirmherr Eric Frenzel, mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister in der Nordischen Kombination, entschuldigte sich wegen Verpflichtungen als Bundestrainer der deutschen Nordischen Kombinierer.
Das Festprogramm der Geburtstagsfeier umrahmten Auftritte der Kindertanzgruppe des Trachtenvereins D’Haidnaabtaler aus Trabitz mit Jugendleiterin Barbara Heser und das Eschenbacher „Schleifband-Ensemble“, geleitet von Dr. Georg Bayerl. Den Dankgottesdienst in der Klosterkirche umrahmte die Gruppe „CANTEMUS“. Mit einer bayerischen Brotzeit endete der gesellschaftliche Teil des runden Geburtstages.




