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Neue OGS startet pünktlich, Boccia-Bahn geplant in Kirchenthumbach

Kirchenthumbach. Die offene Ganztagsschule liegt im Plan und soll zum Schuljahresbeginn starten; die Einweihung ist am 16. Oktober geplant, mit bis zu 70 Prozent Förderung für Neumöblierung. CWG baut eine Boccia-Bahn.

Neue OGS startet pünktlich, Boccia-Bahn geplant in Kirchenthumbach

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Zu den Hauptthemen der kommunalen Arbeit gehört in Kirchenthumbach aktuell der Neubau der offenen Ganztagsschule. Ein Zwischenbericht über den Stand der Bauarbeiten lässt hoffen, dass die neue Schule zum Schuljahresbeginn 2026/27 am 15. September 2026 in Betrieb gehen kann. Foto: Robert Dotzauer

Das Kirchenthumbacher OGS-Projekt schreitet gut voran. Erfreuliche Nachrichten gibt es in der Ratssitzung zum Neubau der offenen Ganztagsschule. Die Arbeiten bewegen sich im Rahmen des Bauzeitenplans. Zudem verkündet der Bürgermeister Neuigkeiten über Zusatzförderungen. Die Eröffnung ist zum Schuljahresbeginn geplant.

Baufortschritt und Kosten der offenen Ganztagsschule

Die Hochrechnung über die Gesamtkosten von Kirchenthumbachs neuer Vorzeigeschule ließ die Marktgemeinderäte in der jüngsten Sitzung durchatmen. Bürgermeister Ewald Plößner berichtete nach einem Zwischenbericht über den Stand des Innenausbaus und der Vergabe weiterer Aufträge von zum Teil leichten Kosteneinsparungen bei einzelnen Gewerken. Gleichwohl zeichne sich bei einer Gesamtbetrachtung bis zum Abschluss der Baumaßnahme eine überschaubare Kostenmehrung des auf 2,2 Millionen Euro kalkulierten Neubaus ab. Für Marktgemeinderat Richard Götz ist dies mit Blick auf die allgemeinen Baukostensteigerungen der letzten Jahre eine vertretbare Entwicklung.

Zusatzförderungen für Ausstattung

Eine weitere gute Nachricht folgte. Der Bürgermeister berichtete über zusätzliche Fördermöglichkeiten für Ausstattungsinvestitionen. Eine staatliche Förderung bis zu 70 Prozent gebe es nun zum Beispiel für Neumöblierungen. Um diese Chance zu nutzen, kündigte der Sitzungsleiter eine Angebotseinholung und die anschließende Auftragsvergabe im Bauausschuss an. Viel Lob gab es im Zusammenhang mit dem Schulprojekt für Architekt Harry Bauer und für die gute Zusammenarbeit mit der gesamten Schulfamilie. Die offizielle Einweihung ist für 16. Oktober geplant. Auf das Gesamtthema der Kirchenthumbacher Schulentwicklung eingehend kündigte Ewald Plößner ein Infopaket in der Sommerpause und für den Herbst 2026 eine moderierte Klausurtagung des Gremiums an.

Neues Bürger- und Vereinsmobil in der Spur

Eine Herzensangelegenheit ist für den Bürgermeister und den Rat ein neues Bürger- und Vereinsmobil. Nach elfjähriger Nutzung und einer Fahrleistung von einer Viertelmillion Kilometer reift die Zeit für einen neuen Personentransporter. Die Zielvorgabe erläuterte Ewald Plößner bereits in der Sitzung am 14. Januar 2026. Nun folgten Vorschläge des Sitzungsleiters zu Detailanforderungen für das neue gemeindeeigene Selbstfahrermodell. Abzuwägen galt es für die Ratsmitglieder, einen umfangreichen Kriterienkatalog über die Detailausstattung des Mobils von der Technik bis zur Fahrzeugpflege.

Es war ein mühseliges Unterfangen, das sich zeitlich länger hinzog als die vorausgehende Haushaltsdebatte. Für das Gremium war es eine Geduldsprobe, die mit dem Vorschlag von Dominik Brütting endete, Angebote mit verschiedenen Ausstattungsvarianten einzuholen. Umso rascher ging es dann beim Antrag der Hausarztpraxis Grau & Wiltsch, im Logo der Facharztpraxis das Gemeindewappen verwenden zu dürfen. Nach einem Statement des Bürgermeisters für die Standortwahl gab es beim formellen Ja des Rates zur Nutzung des Gemeindewappens nichts zu deuteln.

CWG baut Boccia-Bahn

In Eigenleistung plant die CWG den Bau einer Boccia-Bahn auf einer gemeindlichen Fläche im Gebiet „am Schlatterbrunn“. Unser Bild zeigt ein Modell des Projekts. Marktgemeinderat Marco Streit erläuterte in einer Präsentation das Vorhaben. Foto: Robert Dotzauer

Bemerkenswert ist eine Eigeninitiative der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG). In einer Präsentation trug CWG-Fraktionsmitglied Marco Streit ergänzend zum bereits eingereichten schriftlichen Antrag den Vorschlag der Mehrheitsfraktion vor, im Bereich „am Schlatterbrunn“ in idyllischer Lage eine Boccia-Bahn zu errichten. Eine Initiative, die die CWG in Eigenleistung umsetzen möchte, versicherte das Ratsmitglied optimistisch. Als Details nannte Streit eine drei mal zwölf Meter große Bahn auf Gemeindegrund, Sitzgelegenheiten und einen kleinen Grillplatz. Ein Projekt, mit dem ein generationsübergreifender Treffpunkt geschaffen und das gesellschaftliche Miteinander in Kirchenthumbach gestärkt werden könne, wie der CWG-Mann betonte. Dem ungeteilten Beifall folgten allerdings aus den Reihen der Ratsversammlung Sicherheitsbedenken zur Einrichtung einer Grillstelle. Mit einem einstimmigen Ja zur Bahn und einem Nein zum Grillplatz bei Stimmengleichheit endete die Debatte.

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Zuschuss für die Sassenreuther Feuerwehr

Die starke Präsenz von Brandschützern ließ auch Interessantes über das Feuerwehrwesen erwarten. Auf der Tagesordnung stand ein Zuschussantrag der Freiwilligen Feuerwehr Sassenreuth für den geplanten Anbau des Feuerwehrhauses und für den Kauf eines gebrauchten Mannschaftstransportwagens (MTW). Die Wehr rechnet bei der Baumaßnahme mit Kosten von 48.000 Euro. Geplant ist ein Anbau in Eigenleistung. Für das MTW sind 20.000 Euro veranschlagt. Einstimmig beschloss das Gremium einen Zuschuss von 10 Prozent „der nachgewiesenen Kosten auf den jeweiligen Eigenanteil“.

Termine und Anträge aus dem Gemeinderat

Im Informationsteil folgten Terminbekanntgaben des Bürgermeisters. Die Bevölkerung ist am 24. Juni zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Für den Gemeinderat gab es Einladungen zu einer Bauausschusssitzung, zur Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft und zu einem Workshop der Integrierten Ländlichen Entwicklung im Vierstädtedreieck (ILE).

Anregungen und Wünsche gab es aus dem Gremium. Winfried Sporrer (CSU) erinnerte an die längst geplante Errichtung eines Karussells in Neuzirkendorf. Für den Bürgermeister ist die Anfrage ein Thema für den Bauausschuss. Frank Landgraf (CWG) beantragte einen Sachstandsbericht über die Entwicklung der digitalen Verwaltung des Rathauses. Eine zügige Umsetzung sei auch im Interesse der Bürgerschaft, merkte Landgraf an.

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