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Speinshart: Bundesmittel für neuen Gemeindebauhof

Speinshart. Bundesmittel befeuern den Neubau des Gemeindebauhofs; der Gemeinderat beschließt die Verwendung von 151.000 Euro. Zugleich laufen Projekte wie Gemeinschaftsbackofen, neue Geschäftsordnung und Ausschussbesetzungen.

Speinshart. Bundesmittel befeuern den Neubau des Gemeindebauhofs; der Gemeinderat beschließt die Verwendung von 151.000 Euro. Zugleich laufen Projekte wie Gemeinschaftsbackofen, neue Geschäftsordnung und Ausschussbesetzungen.
Das ehemalige Speinsharter Feuerwehrhaus, derzeit Quartier des Gemeindebauhofes, wird bald der Spitzhacke zum Opfer fallen. An gleicher Stelle entsteht mitfinanziert durch Fördermittel aus dem Infrastruktur-Programm des Bundes ein neuer Bauhof. Foto: Robert Dotzauer

Speinshart: Bundesmittel für neuen Gemeindebauhof

Die Frohbotschaften für das Klosterdorf reißen nicht ab. Nach der Zuteilung von Sondermitteln aus der „Sportmilliarde“ des Bundes freuen sich Bürgermeister und Gemeinderat über einen Geldregen aus einem weiteren Investitionsbudget des Bundes. Das Verwendungsziel steht bereits fest.

Finanzspritze aus Bundesmitteln für Speinshart

„Das tut uns gut!“, kündigte Bürgermeister Albert Nickl sichtlich zufrieden in der Gemeinderatssitzung die finanzielle Unterstützung der Gemeinde aus Mitteln des sogenannten Sondervermögens des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität an. Der Spielraum für die Mittelverwendung ist groß. Die Gelder werden nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern für konkrete Sachinvestitionen ausbezahlt. Von der milliardenschweren Investitionsoffensive des Bundes profitiert auch Speinshart.

Projektideen gibt es in der Klostergemeinde mehr als genug. Baureife besteht längst für einen neuen Gemeindebauhof. Provisorisch im alten Feuerwehrhaus in Speinshart untergebracht, soll nach dem Abbruch an gleicher Stelle ein neuer Bauhof entstehen. Mit dem Sonderprogramm des Bundes bietet sich nun die günstige Gelegenheit, die Fördermittel zur Mitfinanzierung des Betriebshofneubaus zu verwenden. „Wir sind finanziell nicht auf Rosen gebettet, da freuen wir uns über jeden Euro“, kommentierte Albert Nickl die unerwartet guten Nachrichten aus Berlin und München. Kalkulieren kann die Gemeinde mit einer Einmalzahlung von 151.000 Euro. Formell musste das Gremium der Mittelverwendung noch zustimmen.

Gemeinschaftsbackofen als Herzensprojekt

Auf der Zielgeraden befindet sich die erfolgreiche Speinsharter Dorferneuerung. Das Programm mit all seinen Segnungen steht vor dem Abschluss. Da gilt es für den Bürgermeister und die Ratsmitglieder noch rasch zu handeln, um ein Herzensprojekt auf den Weg zu bringen. In Kooperation mit der Teilnehmergemeinschaft Speinshart II und dem Amt für Ländliche Entwicklung als Zuschussgeber soll auf der Grünfläche vor der Wieskapelle ein Gemeinschaftsbackofen entstehen. Die Pressevertreter berichteten.

Formell ist die auf zirka 80.000 Euro geschätzte Baumaßnahme ein Projekt der Teilnehmergemeinschaft. Die bereits zugesagte staatliche Förderung beträgt 75 Prozent. Zur Übernahme der Restkosten durch die Gemeinde bedurfte es einer vertraglichen Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft, die das Gremium einstimmig billigte. Im Projekt enthalten sind zudem bauliche Ordnungsmaßnahmen mit Granitborden und Bollern zum geordneten Parken vor der Wieskapelle und im Bereich des Nordeingangs zur Klosterkirche. Für eine weitere Baumaßnahme erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen. Ein Antragsteller aus Zettlitz plant die Errichtung eines Nebengebäudes mit Nutzung als private Holzwerkstatt.

Neue Geschäftsordnung beschlossen

Pflichtgemäß gibt sich der Gemeinderat für jede Wahlperiode eine neue Geschäftsordnung. Der Entwurf der 19 Seiten umfassenden Richtlinie mit seinen 36 Artikeln orientiert sich an der Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetages und beinhaltet im Vergleich zu den bisherigen Regelungen bis auf geringfügige Betragserhöhungen bei Rechtsgeschäften im alleinigen Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters keine wesentlichen Änderungen. Für den Fall gleichzeitiger Verhinderung des Bürgermeisters und seines Stellvertreters bestimmte das Gremium den Gemeinderat Christofer Neukam. Die Satzung für das örtliche Gemeindeverfassungsrecht beschränkt sich auf die Bestellung eines Rechnungsprüfungsausschusses und auf Entschädigungsregelungen für die ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder.

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Ausschussbesetzungen im Überblick

Zudem herrschte Einvernehmen bei der Benennung der Ratsmitglieder in den verschiedenen Ausschüssen. Unter Vorsitz des zweiten Bürgermeisters Roland Hörl setzt sich der Rechnungsprüfungsausschuss aus den Mitgliedern Robert Kausler, Lukas Braun, Christian Höllerl und Andrea Wiesend zusammen. In die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach wählte das Gremium die Ratsmitglieder Christian Höllerl und Christofer Neukam. Bürgermeister Albert Nickl ist kraft Amtes Mitglied. Im Schulverband „Am Rauhen Kulm“ wird die Gemeinde Speinshart von Benjamin Roder vertreten. Kraft Amtes ist der Bürgermeister Mitglied des Schulverbandes.

Umfangreicher ist die Präsenz der Speinsharter in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Seitenthaler Gruppe. Der Gemeinderat bestimmte nicht nur Ratsmitglieder. Auch engagierte Bürger und Experten sind im Zweckverband vertreten. Ein ausgewogenes Team, so der Bürgermeister, bilden der Gemeindechef und die Mitglieder Daniel Ackermann, Gerhard Diepold, Thomas Gmelch, Holger Götz, Max Henfling, Roland Hörl, Wolfgang Merkl, Johann Meyer, Andreas Morgner, Benjamin Roder, Josef Rupprecht und Christopher Schleicher. Zum ehrenamtlichen Jugendbeauftragten bestellte das Gremium den Gemeinderat Christopher Schleicher. Die Anliegen der Senioren vertritt künftig Angelika Melchner aus Zettlitz als neue Seniorenbeauftragte. Der Dank des Bürgermeisters galt der bisherigen Seniorenbeauftragten Gabi Müller und Nicole Diepold (Jugendbeauftragte).

Baustellen-Update des Bürgermeisters

Begonnen hatte die Ratssitzung mit Zwischenberichten des Bürgermeisters zu laufenden Baumaßnahmen. Albert Nickl informierte über „schleppende“ Restarbeiten an der Kindergartenbaustelle. Nach der Geländemodellierung durch den Bauhof hofft der Bürgermeister bei laufendem Betrieb auf eine offizielle Einweihung am 29. September 2026. „Dem Ende entgegen“ geht der Wasserleitungsbau des Zweckverbandes, gab Nickl bekannt. Die Asphaltarbeiten kündigte der Bürgermeister bis 24. Juni an. Danach gebe es wieder freie Fahrt für die Verkehrsteilnehmer.

Weitere Baumaßnahmen im Blick

Ausführlich erläuterte der Sitzungsleiter den aktuellen Stand der Glasfaserverlegung einschließlich Mängelbeseitigungen. Den Beginn der Bauarbeiten für den Kanal- und Wasserleitungsbau in Haselbrunn kündigte der Gemeindechef für Anfang September 2026 an. Die Mäharbeiten entlang der Gemeindestraßen und -wege werden in einer Mähbreite erfolgen.

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