4.500 Zigarettenstummel in einer Stunde gesammelt
4.500 Zigarettenstummel in einer Stunde gesammelt
Die Greenpeace Ortsgruppe Weiden sammelte einen Tag lang Müll in der Innenstadt. In einer Stunde kamen laut Auskunft der Aktivistinnen und Aktivisten 7,6 Kilogramm Müll zusammen. Davon waren fünf Kilogramm Restmüll, 1,5 Kilogramm Plastikmüll und 1,1 Kilogramm Zigarettenkippen. Das sind rund 4.500 Stück. “Letztere sind allgegenwärtig und werden flächendeckend überall achtlos hingeworfen“, sagt Jutta Raquet von der Greenpeace Gruppe Weiden.
Anschließend ordneten die Teilnehmer die Funde nach einem standardisierten Verfahren bestimmten Firmen zu. So wollen sie darauf aufmerksam machen, welche Unternehmen in welchem Ausmaß für die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikmüll verantwortlich sind.
Internationale Aktion
Die Aktion ist Teil eines internationalen Events. In den sieben Tagen vor Samstag, dem 18. September, engagierten sich weltweit in etwa 55 Ländern Millionen Umweltschutz-Aktivistinnen und Aktivisten in Städten und Gemeinden an den “Clean-Up-Events“. Sie befreiten Strände und Flussufer, Parkanlagen und Innenstädte von Verpackungsmüll.
“Plastikmüll ist überall. Auch unsere Innenstadt ist voll davon”, sagt Raquet. “Früher oder später landet der Müll dann im Meer und wird zu Mikroplastik. Wir wollen verhindern, dass noch mehr Müll seinen Weg in unsere Meere findet und über die Gefahren von Verpackungsmüll informieren.”
Forderung nach Ende für Einweg-Plastik
In Deutschland ist das Interesse an einem Ausstieg aus den Plastik-Einwegverpackungen groß. Studien der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung belegen, dass 92 Prozent der Deutschen Mehrweglösungen fordern. “Um die Plastikflut wirklich in den Griff zu bekommen, müssen wir deshalb der massenhaften Produktion und Verschwendung von Einweg-Plastikverpackungen ein Ende setzen”, sagt Günther Sparrer von der Greenpeace Ortsgruppe Weiden.


