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Bürgergespräch in Oberbibrach zu Wasser, Finanzen und Hochwasser

Oberbibrach. Im Schützenhaus diskutierten Bürger und Kandidaten länger als geplant. Themen waren Schule, Feuerwehr, Verkehr, Wasserpreise, Finanzen und Hochwasserschutz; nächster Termin ist der 19. Februar, 19 Uhr.

Oberbibrach. Im Schützenhaus diskutierten Bürger und Kandidaten länger als geplant. Themen waren Schule, Feuerwehr, Verkehr, Wasserpreise, Finanzen und Hochwasserschutz; nächster Termin ist der 19. Februar, 19 Uhr.
Damit man in der Gemeinde nicht auf die Hilfe der Störche angewiesen ist, sollen weitere attraktive Angebote für Jung und Alt geschaffen werden, so wie zuletzt die Kinderspielplätze und Soccer- Arena. Foto: Dominik Eckert

Bürgergespräch in Oberbibrach zu Wasser, Finanzen und Hochwasser

Drei Stunden – und damit doppelt so lange wie geplant – dauerte das Bürgergespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten aus Vorbach/Oberbibrach/Höflas im Schützenhaus.

Kandidaten präsentieren Ziele im Schützenhaus

Zunächst stellten sich in der gut gefüllten Sebastian-Stube die Bewerber um das Gemeinderatsmandat vor und erläuterten die Ziele, die ihnen besonders am Herzen liegen. Auf „eine attraktive Gemeinde für alle Generationen“ ging etwa Franziska Schmid näher ein, die sich für passende Freizeitmöglichkeiten aussprach. Auch die Bedeutung einer Grundschule vor Ort für die Kinder in der Gemeinde wurde hervorgehoben. Tom Laptas betonte die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Ausstattung der Feuerwehren.

Auf die Bedeutung weiterer Anschlussverbindungen an den ÖPNV, vor allem an die nahegelegenen Zugverbindungen in Oberfranken, ging Christian Müller genauer ein. Peter Murr machte sich für gezielte Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit stark: „Manche Verkehrsteilnehmer stellen durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit innerorts eine große Gefahr dar und bräuchten daher mal wieder eine Erinnerung.“

Im Anschluss stellte Bürgermeisterkandidat Florian Plößner seine Ziele vor und betonte angesichts weniger werdender Rücklagen die Notwendigkeit, in Zukunft sparsamer zu wirtschaften: Man müsse Prioritäten setzen, was wirklich wichtig sei, und diese dann Schritt für Schritt abarbeiten. Einen Einblick in die Arbeit des Kreistags gaben anschließend die Kreisräte Holger Götz aus Speinshart und Lokalmatador Manfred Plößner.

Diskussionsrunde zu Wasserversorgung und Finanzen

Länger als erwartet wurde dann die abschließende Diskussionsrunde, in der die aktuellen FWG-Gemeinderäte Sebastian Pittner, Christian Friedrich, Martin Kräml, Manfred Plößner und Dominik Eckert Rede und Antwort standen. Die Themen gaben dabei die Gäste durch eine im Vorfeld durchgeführte Abstimmung vor. Mit am größten war dabei das Interesse an der Wasserversorgung, was auch an dem deutlich gestiegenen Preis und bevorstehenden Maßnahmen wie dem Bau einer Ringleitung und den notwendigen Sanierungen liegt.

Auch das Thema „transparente, finanzierbare Politik“ mit Weitblick stand im Interesse der Anwesenden ganz oben. Da bereits einerseits größere Ausgaben wie Feuerwehrhaus und Feuerwehrauto geplant sind und auf der anderen Seite ein großer Betrag als Kreisumlage abgeführt werden müsse, sei vorausschauendes Handeln sehr wichtig, um den seit 2019 endlich erreichten Status „schuldenfrei“ weiter zu erhalten.

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Selbstredend war auch der „Hochwasserschutz“ in dem 2020 von einer großen Überflutung heimgesuchten Ort von großem Interesse. Sechs Jahre später sei man von einer konkreten Lösung noch weiter entfernt, als einem lieb sein kann, lautete der Tenor. Und auch zum Vorbacher Dorfladen gab es erneut viele Fragen bezüglich eines nachhaltigen Konzepts und bisheriger Versäumnisse. Wie man zu Windkraftanlagen stehe, wollte ein Bürger wissen.

„Grundsätzlich bin ich für erneuerbare Energien, aber nur, wenn auch die Bürger vor Ort etwas davon haben, zum Beispiel in Form von direkten Beteiligungsmöglichkeiten“, sagte Manfred Plößner. Angesprochen auf die Aufteilung des gemeindefreien Gebiets im „Speinsharter Forst“, das der Gemeinde Einnahmen beim Bau von Windkraftanlagen bringen könne, sagte Sebastian Pittner: „Leider tut sich da wenig, obwohl wir mehrfach mit Anträgen darauf hingewiesen haben.“

Termine für weitere Bürgergespräche

Die nächsten Gelegenheiten zum direkten Austausch gibt es am 19. Februar im FCV-Sportheim in Vorbach (19 Uhr) und am 22. Februar im Kapellenstüberl in Höflas (10 Uhr).