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Comedy-Nacht im Café-Center: Stephan Rosi Rosner bringt Stand-Up-Comedy nach Weiden zurück

Weiden. Stephan „Rosi“ Rosner ließ die Stand-up-Comedy zurückkehren: Premiere im voll besetzten Café-Center mit Bea Herzog, Götz Frittrang und Vitus Ehrenthaler.

Weiden. Stephan „Rosi“ Rosner ließ die Stand-up-Comedy zurückkehren: Premiere im voll besetzten Café-Center mit Bea Herzog, Götz Frittrang und Vitus Ehrenthaler.
Stephan "Rosi" Rosner. Foto: Gattaut

Comedy-Nacht im Café-Center: Stephan Rosi Rosner bringt Stand-Up-Comedy nach Weiden zurück

Als im April 2025 der letzte Abend im Salute-Comedy Stage Weiden über die Bühne ging, kündigte Veranstalter und Moderator Stephan „Rosi“ Rosner bereits an, dass er nach einer neuen Location suchen werde, um weiterhin Stand-up-Comedy in der Max-Reger-Stadt anbieten zu können. Nicht einmal ein Jahr später löste das Bandmitglied von „Barbari Bavarii“ sein Versprechen ein.

Als unter anderem Nachfolgeevent der Comedy-Nacht in Störnstein finden nun im Café-Center Weiden (Betreiber Bräuwirt) regelmäßig Stand-up-Comedy-Shows statt. Der Auftakt erfolgte vergangenen Freitag im unteren Saal des Café-Centers, der bis zum letzten Platz gefüllt war. Mit von der Partie waren Bea Herzog, die ein ungewöhnliches Doppelleben führt, der „sprachgewaltige Bühnenbeserker“ Götz Frittrang und der Gastronom Vitus Ehrenthaler, der markant und provokant zu allen Schandtaten bereit ist. Nach der musikalischen Vorstellungsrunde von Stephan Rosner startete der Abend mit dem Träger des Deutschen Kabarettpreises 2021, Götz Frittrang.

Götz Frittrang begeistert mit Tempo und Tiefgang

Der ohne Punkt und Komma schwätzende Schwabe nahm das Publikum mit auf eine Reise in seine wohlbehütete schwäbische Kindheit. In seinem unnachahmlichen Stil aus absurden Geschichten und vollem Körpereinsatz sezierte er das Projekt, mit 48 Jahren endlich erwachsen zu werden. Besonders beim Thema „Haushaltsauflösung“ erkannte sich wohl jeder im Saal wieder. Frittrang philosophierte unter anderem über den (un-)sinnigen Wert von Mokka-Tassen und Porzellan-Sets für 24 Personen, die an Esstischen für maximal sechs Personen ihr Dasein fristen.

Die weibliche Hauptdarstellerin an diesem Abend war Bea Herzog, die ein ungewöhnliches Doppelleben führt. Tagsüber arbeitet die Mainzerin als Psychotherapeutin, abends verarbeitet sie ihre Erlebnisse als Comedienne auf der Bühne. Unter dem Motto „Comedy trifft Therapie“ berichtete sie von ihren Eskapaden beim EMS-Training – laut Herzog die Abkürzung für „Endlich mal sexy“ – und der vergeblichen Suche nach dem Traum-Trainer Raul. Ihr sportliches Ziel ist dabei so menschlich wie komisch: Sie möchte schlichtweg schneller am Kühlschrank sein als ihr Ehemann.

Vitus Ehrenthaler liefert derb-bayerische Pointen

Der Erdinger Gastronom Vitus Ehrenthaler, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „puer robustus“ (kräftiger Knabe), rundete den Abend ab. Der erfahrene Kabarettist erklärte dem Publikum gewohnt direkt, warum er kein Fan von Social Media ist. Mit bayerischer Gelassenheit definierte er das „Alkoholproblem“ aus lokaler Sicht völlig neu: Ein solches habe man nicht nach 18 Halben, sondern erst, wenn man es nicht schafft, die ganze 20er-Kiste zu leeren.

Vitus Ehrenthaler bringt die bayerische Comedy frisch, pointiert und ohne Umwege auf den Punkt. Mit trockenem Dialekt-Humor, scharfem Blick für Alltagssituationen und seinem unverwechselbaren Bühnenstil schafft er es, Traditionen und modernes Lebensgefühl lässig zu verbinden.

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Starker Auftakt und Ausblick

Nach der Pause starteten die Protagonisten in umgekehrter Reihenfolge. Beim gemeinsamen Finale ernteten sie ihren verdienten Beifall für eine makellose Veranstaltung. Da die Premiere in Weiden ein so durchschlagender Erfolg war, steht der Termin für die Fortsetzung bereits fest: Am 23. Oktober 2026 lädt „Rosi“ zur zweiten Comedy-Nacht ins Café-Center ein. Wer dabei sein will, sollte sich beeilen – der Vorverkauf über okticket.de ist bereits angelaufen, und die ersten Karten sind bereits verkauft.

Bea Herzog. Foto: Gattaut
Vitus Ehrenthaler. Foto: Gattaut
Götz Frittrang. Foto: Gattaut